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Abnehmen: Auch eine Frage des Alters?

Sag mir, wie alt du bist - ich sage dir, ob du leicht Abnehmen wirst. Warum wir mit zunehmenden Alter immer mehr Gewicht zulegen. Und wie wir gegensteuern.


Abnehmen: Auch eine Frage des Alters?

Gigi Hadid auf Instagram: In dem Alter hat man noch kein Figurproblem

© Instagram/Gigi Hadid

Du bist Anfang 20? Dann dürfen wir dir gratulieren. Denn mit Anfang 20 mäkeln manche von uns zwar an ihren Körpern rum (so sind wir Frauen leider oft) – aber in Wahrheit musst du in dem Alter noch nicht an Diäten denken. Und selbst wenn du ein paar Pölsterchen verlieren willst: noch ist es kein wahnsinniges Problem. Etwas Sport, gesunde Ernährung, mehr braucht es nicht, um die Fettverbrennung anzukurbeln.

Aber mit zunehmenden Alter, so scheint es uns, legen wir immer mehr auch an Gewicht zu. Und es wird auch immer schwieriger, die Kilos wieder abzubauen.

Warum wir mit jedem Jahr auch mehr Gewicht zulegen

Tatsächlich bilden wir uns das nicht nur ein. Denn eine Gewichtszunahme als Folge des Alters wird auch von Medizinern bestätigt. Ein bis zwei Kilo mehr Gewicht pro Jahr sind grundsätzlich nicht ungewöhnlich und auch nicht beunruhigend.

Aber warum ist das so?

baewatch 𯟟 @seafollyaustralia #seafolly

Ein von Gigi Hadid (@gigihadid) gepostetes Foto am

Mit 20 ist der Stoffwechsel eben noch in Ordnung...

Schon ab dem 30. Lebensjahr verliert der Körper etwa ein Prozent seiner Muskelmasse – leider steigt dazu parallel auch der Fettanteil. Wer abnehmen will, muss Muskelmasse aufbauen. Denn das Prinzip ist simpel: Je mehr Muskeln ich habe, desto mehr Kalorien verbrenne ich – auch im Ruhezustand. Verbraucht mein Körper letztlich mehr Energie, als er in Form von Nahrung erhält, ist er gezwungen, an die Fettreserven zu gehen. Die Folge: Die Kilos purzeln.

Bis zu unserem 40. Lebensjahr ist der Körper auf Wachstum eingestellt, danach stellt sich der Organismus auf den Erhalt der Körpermasse um. Mit steigendem Alter verändert sich also unser Stoffwechsel und das Verhältnis von Muskeln, Fett und Wasser. Die Stoffwechsel-Aktivitäten gehen um 15 Prozent zurück, der Energieverbrauch sinkt.

Die Krux daran: während zwar der Energieverbrauch nachlässt, bleibt das Hungergefühl erhalten.

Auch die Hormone (wer sonst?!) spielen bei der Gewichtszunahme im Alter eine Rolle. Ab dem 40. Lebensjahr steigt nämlich der weibliche Östrogenspiegel – und das begünstigt die Fettablagerung im Bauch. Das verstärkt sich in den Wechseljahren dann immer mehr.

Du dachtest, Östrogen sei das einzige Hormon, dass dir dein Wohlfühlgewicht verpfuscht? Dann hast du noch nicht vom Wachstumshormon Somatropin gehört. Das baut eigentlich Fett ab, wird aber im Alter weniger stark produziert. Toll.

Wie du der Gewichtszunahme gegensteuerst

Was nun? Händchen in den Schoss legen und langsam verfetten? Haben wir eigentlich keine Lust drauf. Also mit zunehmenden Alter mehr auf die Ernährung achten. Denn wer täglich – so zumindest die Wissenschaft – 19 Kalorien zu viel isst (das sind rund zwei Gramm Fett), der hat nach einem Jahr ein gutes Kilo mehr auf den Rippchen.

Und natürlich das einzige wirkliche Gegenmittel: Sport! Denn im Alter bewegen wir uns nachweislich weniger, sitzen mehr und legen Depots an. Übrigens: selbst wenn du jetzt noch jung bist und noch gar kein Gewichtsproblem hast solltest du jetzt schon mit regelmäßiger Bewegung anfangen, um deinen Metabolismus zu trainieren. Denn ein gesunder Stoffwechsel ist eine gute Grundlage für spätere Jahre, in denen Hormone und Energieverbrauch in dein Figurkonzept pfuschen...

Thema: Diät