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7 Gründe fürs Detoxen

Unser Körper muss viel aushalten. Ungesundes Essen, Stress, Umweltgifte schlagen sich auf Verdauung und Entgiftungsorgane. Zeit zum Ausmisten! Wer mal richtig durchputzt, stärkt die Leber, renkt Hormone ein, nimmt ab und fühlt sich wieder fit. Ein neues Buch erklärt, wie's geht.

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7 Gründe fürs Detoxen
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Aufgeblähter Bauch, Völlegefühl, Erschöpfung, ständige Verkühlungen, ein paar hartnäckige Kilo zu viel, wenig Erfolg beim Abnehmen, unreine Haut, Cellulite – kommen dir diese Symptome, zumindest teilweise, bekannt vor? Dann ist es höchste Zeit für eine Detoxkur. Denn schlechtes Essen und Umweltgifte belasten unseren Körper. Die amerikanische Autorin J. J. Smith hat das am eigenen Leib erlebt. Fertignahrungsmittel, Diäten und Medikamente führten dazu, dass ihr Stoffwechsel völlig durcheinander geriet. Sie nahm 20 Kilo zu, ihr Immunsystem war im Eimer. Doch dann stellte sie ihre Ernährung drastisch um. Heute ist sie erfolgreiche Ernährungsberaterin und Bestsellerautorin. Der Schlüssel zum Erfolg ist für sie Detox: "Solange wir unseren Körper nicht von Giften und Ablagerungen befreien, ist jeder Versuch, dauerhaft schlank, gesund, fit und schön zu sein, zum Scheitern verurteilt. Nur wenn wir die belastenden Stoffe loswerden, kann unser System rund arbeiten." In ihrem soeben auf Deutsch erschienenen Buch Abnehmen ohne Diät und Sport (riva, € 15,50) erklärt sie, wie Stoffwechsel und Hormonhaushalt unser Gewicht beeinflussen, was Detox bewirkt und wie man damit überflüssige Kilos loswird. Wir haben die wichtigsten Tipps.

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Alte Schadstoffe werden ausgeleitet
Wir sind ständig mit belastenden Stoffen in Kontakt: Umweltgifte wie Smog, Abgase, Pestizide oder Putzmittel, aber auch Rückstände von Medikamenten, alten Zahnfüllungen, Zucker, Alkohol oder Nahrungsmittelzusätzen belasten unser System und führen dazu, dass es permanent überarbeitet ist. Als Folge lagert es Stoffwechselprodukte in Darmschlingen, Bindegewebe, Haut und Gelenken ab, anstatt sie auszuscheiden. Vermeiden können wir diese Einflüsse nicht, aber wir können unseren Körper dabei unterstützen, sie wieder loszuwerden. Eine Detoxkur befreit unser Körpersystem schnell und effektiv von diesen Rückständen. Übernimmt man einige dieser Ernährungsgewohnheiten dann auch noch in den Alltag, steht einem leichten und gesunden Leben nichts mehr im Weg.

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Die Leber regeneriert sich
Hauptverantwortlich für die Entgiftung ist die Leber. Sie ist eine Art Waschmaschine für unser Blut, regelt die Fettverbrennung und arbeitet permanent auf Hochdruck. Zeichen dafür, dass sie überlastet ist, sind fahle Haut, dunkle Augenringe, gelbliche Augen, Hautirritationen rund um Nase, Wangen und Kinn, Kopfschmerzen, übermäßiges Schwitzen oder ständige Gereiztheit. Die gute Nachricht: Die Leber kann sich, wenn sie geschädigt ist, beinahe vollständig regenerieren. Voraussetzung dafür ist, dass man sie entlastet. Genau das passiert beim Detox. Unterstützen kann man sie dabei zusätzlich mit Leberwickeln, Bitterstoffen wie z. B. in Chicorée, Artischocke, Löwenzahn, Mariendistel oder Gänseblümchen (beides als Tee), aber auch mit speziellen Kräutern (z. B. mit Hepaten- Kräuterkapseln von Padma, in der Apotheke, 120 Kapseln ca. € 30,–), die ihre Regeneration fördern.

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Hormonelle Ungleichgewichte bessern sich
Unser Essverhalten ist, wie eigentlich unser gesamtes Leben, von Hormonen gesteuert. Sie signalisieren uns unter anderem, wann unser Körper Energie in Form von Nahrung braucht und wann wir satt sind. Durch Umweltgifte, die sich im Körper ablagern, ständigen Nahrungsmittelüberfluss und die Gewohnheit, auch ohne Hunger zu essen, gerät dieses System leicht aus dem Gleichgewicht. Entgiftung und vollwertige, natürliche Kost helfen dabei, die Funktion des Hormonsystems wieder voll herzustellen. Übrigens bringen nicht nur Umweltgifte, sondern auch "emotionale Schadstoffe" das Hormonsystem durcheinander. Permanenter Stress oder Ärger sorgen dafür, dass unser Körper zu viel Kortisol ausschüttet. Dadurch schaltet er beim Verdauen auf Sparflamme, das bremst die Ausleitung von Giftstoffen. Achte deshalb beim Detoxen auf Entspannung, ausreichend Schlaf und eine stressfreie Atmosphäre. Auch sanfte Bewegung wie Spazierengehen oder Yoga helfen.

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Wir werden unsere Zuckerabhängigkeit los
Das Stückchen Schokolade zur Belohnung, Kuchen, wenn man Trost braucht, Traubenzucker, wenn schnelle Energie gefragt ist – für viele von uns ist Süßes regelrecht zur Medizin geworden. Der weiße, raffinierte Industriezucker ist allerdings reines Gift für unseren Körper. Er stimuliert im Gehirn Dopamin- und Opioid-Rezeptoren, die gleichen, die auf Drogen wie Kokain reagieren, und macht uns damit regelrecht abhängig. Nun stimmt es zwar, dass unser Körper Glukose, also Zucker, als Energiequelle braucht, die muss aber nicht aus Industriezucker kommen. Viel besser sind langkettige Kohlenhydrate wie in Vollkornprodukten oder Gemüse und Ballaststoffen. Wenn du auf Süßes nicht verzichten kannst, greife zu Früchten oder Trockenobst. Die enthalten zwar ebenfalls Fruchtzucker, liefern aber auch alle Inhaltsstoffe, die der Körper braucht, um ihn wieder abzubauen.

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Überflüssige Kilos purzeln
Klar, dünner wird nur, wer weniger Kalorien zu sich nimmt, als der Körper verbraucht. Durch die permanente Überbelastung, Diäten und Schadstoffe in der Nahrung hat sich aber bei vielen der Stoffwechsel verlangsamt, der Körper verarbeitet die Nahrung schlechter. Dazu kommt, dass der Grundumsatz – das ist die Kalorienmenge, die der Körper ohne Bewegung braucht, um seine Funktionen aufrechtzuerhalten – mit zunehmendem Alter ganz von selbst abnimmt. Indem du den Körper reinigst, bekommt er seine volle Kapazität zur Nahrungsverarbeitung wieder zurück, das beschleunigt auch den Stoffwechsel. Zusätzlich unterstützen kannst du ihn, indem du viel schläfst, richtig frühstückst, viel trinkst, zwei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr isst, reichlich Ballaststoffe zu dir nimmst und scharf würzt, z. B. mit schwarzem Pfeffer,Chilli, Cayennepfeffer oder Ingwer.

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Wir werden fitter
Fühlt man sich ständig müde oder ist halb krank, hat man wenig Lust auf Sport. Das Loswerden der inneren Schadstoffe sorgt aber für einen gewaltigen Energieschub, wir bekommen automatisch Lust auf Bewegung. Du kannst den Entgiftungsprozess umgekehrt auch bewusst mit sanfter Bewegung unterstützen. Anstrengender Sport wäre jetzt kontraproduktiv. Aber versuche, so viel Aktivität wie möglich in deinen Tagesablauf einzubringen. Ideal sind flotte Spaziergänge, Yoga und Pilates, Schwimmen oder eine Radtour. Du kannst ruhig ins Schwitzen kommen, solltest dich aber nicht überanstrengen.

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Cellulite wird weniger
Nicht nur die Dellen an den Schenkeln werden besser, die gesamte Haut wird reiner und praller. Kommt der Körper mit dem Entgiften nicht nach, lagert er die schädlichen Stoffe in Haut und Bindegewebe ab, das führt zu Unreinheiten und kleinen Entzündungen, die sich als Cellulite äußern. Jetzt werden diese Stoffe ausgeleitet. Besonders hilfreich dabei sind grüne Gemüse. Das darin enthaltene Chlorophyll wirkt mit jeder Menge Antioxidantien entzündungshemmend und fördert die Zellregeneration.