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Abschalten im Urlaub

Urlaub steht vor der Tür! Doch gleichzeitig auch die Sorge: Werde ich es wirklich schaffen abzuschalten? Wie nehme ich das Büro nicht mit auf Reisen? Alle Tipps.

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Abschalten im Urlaub

Einfach mal abschalten – wie gelingt das?

© Thinkstock

Hurra! Der wohlverdiente Urlaub steht vor der Tür! Aber kennt ihr das auch? Plötzlich plagt euch ein schlechtes Gewissen, grübelt ihr bereits im Flieger darüber nach, ob ihr das wichtige Mail noch abgeschickt habt. Und nach drei Strandtagen juckt es euch schon in den Fingern, doch mal schnell in den Firmen-Account zu spechteln.

Abschalten dank Vorbereitung

„Leichter gelingt das Abschalten im Urlaub, wenn die Abwesenheit im Büro, in der Arbeit schon im Vorfeld richtig vorbereitet ist.“, so Lisa Tomaschek-Habrina, Leiterin des Institut ibos für Burnout und Stressmanagement in Wien. "Versuche deinen Schreibtisch aufzuräumen und alle offenen Arbeitsaufträge mit einem Zwischenstand zu notieren und abzuschließen." Und: Erstelle eine Liste für dich und deine Kolleginnen, auf der die wichtigsten Punkte notiert sind:

  • Was ist nach dem Urlaub im Bereich X als Nächstes zu tun?
  • Wer kann was in der Zwischenzeit übernehmen? Worauf ist zu achten?
  • Wer muss was wissen, damit es zu keinen Verzögerungen während meiner Abwesenheit kommt? – Die Kolleginnen rechtzeitig informieren!
  • Sammle alle Vorgänge, Punkte, Aufgaben, die nach dem Urlaub auf dich zukommen werden.

Entspannung im Urlaub

Solltest du während des Urlaubs bemerken, dass du etwas vergessen hast, dann nimm' dir sofort dein Notizbuch vor, notiere den Punkt, und leg' das Buch dann wieder weg. Mit dieser Vorbereitung denkst du nicht ständig an die Arbeit, die vor dem Urlaub liegen geblieben ist. Und denke auch nicht ständig daran, was nach dem Urlaub auf dich zukommen wird. Nach dem Urlaub kannst du entspannt auf die Liste zurückgreifen und sicher sein, dass du während der Urlaubstage nichts vergessen hast.

Stressfaktoren im Urlaub vermeiden

Um wirklich gänzlich abzuschalten, hat Work-Life-Balance-Expertin Lisa Tomaschek-Habrina noch ein paar gute Ratschläge auf Lager:

1

Es muss toll werden! Die Erwartung, dass es ein schöner Urlaub werden MUSS kann ein weiterer Stressfaktor sein. Versuch' nicht alles reinzupacken was geht (etwa von einer Sehenswürdigkeit zur anderen zu pilgern) nur weil es sich so gehört. Achte lieber darauf: Was brauche ich in diesem Urlaub ganz dringend für mich?

2

Handy aus! Will ich tatsächlich abschalten, dann muss ich auch Handy & Co abschalten. Sonst bin ich ständig im "Standby Modus". Ich kann ich nicht bis zum Tag vor dem Abflug „Durchwuseln“ und erwarten, dass sich bei Sonnenschein alles von ganz alleine beruhigt. Bewusst zu entscheiden, wie ich meinen Urlaub und die Zeit danach gestalten möchte, erhöht die Chance, dass ich es so habe, wie ich es gerne möchte.

3

Entspannungsübungen. Wenn deine Gedanken immer wieder um den Job kreisen, dann zücke innerlich schnell das Stopp-Schild. Versuche, deine Gedanken „einzufrieren“. Entspannungstechniken wie Atemübungen, Yoga oder autogenes Training können dabei helfen, richtig abzuschalten.

Frau in einem weißen Kleid regt sich in einem malerischen Kornfeld entspannt der Sonne entgegen.
Einmal nichts zu tun ist die beste Regeneration für den Körper
4

Es muss BEEP machen. Achte im Urlaub auf das "BEEP"-Prinzip. Es steht für einen guten Ausgleich zwischen B wie Bewegung, E wie Entspannung, E wie Ernährung und P wie Psychohygiene.

5

Puffer einbauen. Lass' dir beim Zurückkommen eventuell einen Puffer zwischen Urlaubstage und Wiedereinstieg in den Job, damit du auch wieder ankommen, langsam in den Alltagsmodus einsteigen kannst. Vor allem für Kinder ist das wichtig, sie brauchen ganz besonders Übergangsphasen. So bleibt auch der Erholungswert länger erhalten.

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