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Sie flog vom Abschlussball, weil sie kein Kleid trug

Aniya Wolf musste den Abschlussball verlassen, weil sie einen Smoking trug. Die Schulleitung drohte sogar mit der Polizei. So reagierten ihre Mitschüler!

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Schülerin muss Schulball verlassen, weil sie kein Kleid trägt

Jeder sollte tragen, worin er sich wohl fühlt!

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Aniya Wolf konnte Kleider und Röcke nie leiden. Für den Abschlussball an ihrer High School in Pennsylvania trug sie also einen Smoking anstatt ein Abendkleid. Genau das, worin sie sich wohl fühlte. Die Schulleitung sah das aber anders und drohte dem Mädchen mit der Polizei, würde sie nicht sofort die Veranstaltung verlassen.

"Eine Schulvertreterin packte mich am Arm und sagte, ich sollte sofort den Ball verlassen", erzählt Aniya gegenüber dem Fernsehsender abc27. "Sie gab mir das Gefühl ich sei Fehl am Platz."

Dabei hatte Aniya schon immer Shirt und Hosen in der Schule getragen. "Ich war schon immer so - schon seit ich klein war", sagt Aniya, die sich nie transsexuell fühlte. "Ich war immer schon maskuliner. Ich habe nie mit Barbies gespielt und möchte einfach keine Mädchensachen tragen."

Die katholische Schule hatte kurz vor dem Abschlussball ein Mail an alle Schüler ausgeschickt - mit dem Hinweis, dass alle Mädchen Kleider zu tragen hätten. Zu diesem Zeitpunkt hatten Aniya und ihre Mutter den neuen Smoking aber schon gekauft. Also rief Aniyas Mutter in der Schule an und erklärte die Situation. Diese wurde aber nur darauf hingewiesen, dass ihre Tochter den Schulball mit einem Smoking nicht besuchen dürfte.

Nachdem Aniyas Mitschüler über Facebook und Twitter zu einer Solidaritätsaktion aufriefen, veröffentliche die Schule auf ihrer Facebookseite ein Statement, in dem es hieß, die Schüler wurden schon drei Monate vor dem Ball über die Kleiderordnung informiert: "Wir lieben, respektieren und schätzen all unsere Schüler. Es sind tolle junge Männer und Frauen. Wir wollen einfach nur, dass sie die Regeln befolgen, die wir erlassen haben."

Aniyas Mitschüler trugen am darauffolgenden Montag als Zeichen der Solidarität trotzdem alle Hosen. Aniya bedankte sich über Twitter, hielt aber fest: "Ihr müsst nichts tragen, in dem ihr euch nicht wohl fühlt."

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Thema: Sexismus