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Achterbahn Finanzen, von Patchwork bis Singlemama: Was unser Leben kostet

Vier ganz unterschiedliche Familien haben für WOMAN ihre Haushaltsbücher geöffnet.


Achterbahn Finanzen, von Patchwork bis Singlemama: Was unser Leben kostet
© Neumayer

Die bunten Prospekte der Reiseveranstalter, die schon Monate vor den Sommerferien die Briefkästen verstopfen, landen ungelesen im Altpapiercontainer. Weil selbst der supergünstige Pauschalurlaub das knappe Familienbudget sprengen würde. Sonderangebote der Lebensmitteldiskonter jedoch werden genau studiert. „Ich kaufe preisbewusst ein“, sagt Hildegard Neumayr, 49, die mit ihren Töchtern in Maishofen im Pinzgau lebt. Wie bei vielen Familien in Österreich ist das Haushaltsbudget der verwitweten Alleinerzieherin dermaßen knapp bemessen, dass nur mehr beim Einkauf der Lebensmittel gespart werden kann.

Drei Jobs fürs Überleben. Hildegard arbeitet sechs Tage in der Woche und hat drei Jobs. „Mir bleibt dennoch nichts über. Wenn meine -Familie uns nicht finanziell unter die Arme greifen würde, dann könnte ich den Kindern kein Gewand kaufen.“ Den einzigen Luxus, den die Sparmeisterin sich selbst leistet, ist der Mitgliedsbeitrag im Fitnesscenter. Sonderwünsche sind nicht drin, und kaputt werden darf auch nichts. Weder die Waschmaschine noch das Auto.

Vom Staat im Stich gelassen. Wie viele Durchschnittsfamilien – Vater, Mutter, zwei Kinder – sind die Neumayrs vor einigen Jahren in eine vom Land geförderte neu errichtete Wohnanlage gezogen. Nach dem Tod ihres Mannes wurde Hildegard die Wohnbeihilfe drastisch gekürzt, da die Wohnung für drei Personen zu groß ist. Weil sie weder den Kindern noch sich selbst einen Ortswechsel zumuten wollte, „habe ich meine selbständige Tätigkeit als Kosmetikfachberaterin ausgeweitet“. Ein riskantes Unterfangen.

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