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Drei achtsame Neujahrsvorsätze für 2021: Kraftvoll ins neue Jahr starten

Achtsamkeit ist keine Mode-Erscheinung für Menschen, die zu viel Zeit haben und sich nur mit sich selbst beschäftigen. Das Krisen-Jahr 2020 hat gezeigt, dass ein achtsamer Umgang mit sich selbst und anderen wichtig für die geistige und emotionale Gesundheit ist.

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Drei achtsame Neujahrsvorsätze für 2021: Kraftvoll ins neue Jahr starten
© Photo by Hean Prinsloo on Unsplash

"In der aktuellen Situation sind viele Menschen verunsichert und haben Zukunftsängste", sagt Karima Stockmann, Bestseller-Autorin und Achtsamkeits-Expertin. "Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut, und zwar seit meiner Jugend."

Karima Stockmann lebt seit ihrem 17. Lebensjahr mit der Diagnose Diabetes mellitus Typ 1 und hat durch den bewussten Umgang mit der Krankheit Strategien entwickelt, die sie mental und seelisch stärken. Dies ermöglicht ihr, das Leben in all seiner Komplexität anzunehmen und auf die eigene innere Stärke zu vertrauen. Seit über zehn Jahren sieht sie ihre Aufgabe darin, auch ihre Mitmenschen zu neuem Lebensmut und mehr Lebensfreude anzustiften. Achtsamkeit ist für sie das Fundament für diese Freude und Zufriedenheit im Leben.

Am 22. Januar 2021 erscheint das neue Buch von Karima Stockmann im Groh-Verlag: "Du bist stärker, als du glaubst! - Dein Mutmachbuch für die großen und kleinen Herausforderungen im Leben". Das liebevoll gestaltete Praxis-Buch lädt die LeserInnen ein, direkt mitzumachen, um Schritt für Schritt achtsamer und mitfühlender mit sich selbst sowie den eigenen Bedürfnissen und Emotionen zu werden. Es schenkt Klarheit im Gefühls-Chaos und macht das neue Jahr “empfangsbereit” für das Glück.

Drei achtsame Vorsätze für 2021

1. Akzeptanz gegenüber herausfordernden Emotionen

Freudvolles Kribbeln im Bauch und herzhaftes Lachen wünscht sich jede und jeder. Wir können jedoch auch mit Wut, Ärger, Scham, Angst und Co unseren Frieden schließen, wenn wir sie als wichtige Facetten unserer Menschlichkeit wahrnehmen und sie da sein lassen, anstatt uns gegen sie zu wehren. Alle Emotionen gehören zum Leben, wir müssen nicht jeden Tag gut drauf sein. Denn gerade die herausforderndsten Emotionen wollen uns wertvolle Botschaften übermitteln.

2. Jeden Tag innehalten und bei sich selbst ankommen

Es ist hilfreich, sich immer wieder gezielt Zeitfenster zu nehmen, um nach innen zu gehen, mutig auf bisher vernachlässigte Bedürfnisse zu hören und sich selbst ausreichend Zeit zu geben, um Veränderungen im Leben oder einen Verlust zu verdauen.

Traurigkeit beispielsweise inaktiviert schützend unseren Energielevel, damit wir uns genau diesen Raum nehmen. Sie will uns dazu motivieren, zur Ruhe zu kommen, uns einfach mal gut um uns selbst zu kümmern und unseren eigenen Rhythmus in dieser schnelllebigen, informationsüberfluteten Welt zu finden. Die Heilung körperlicher Wunden benötigt Zeit, das Heilwerden unserer seelischen Wunden ganz genauso.

3. Die Verbundenheit von Herz zu Herz stärken

Wir stärken uns selbst und unsere Mitmenschen, indem wir ihnen Mitgefühl sowie kleine Gesten der Freundlichkeit entgegenbringen – auch dann, wenn wir vielleicht in bestimmten Bereichen anderer Meinung sind. Wenn uns wertvolle Bezugspersonen im Leben aktuell fehlen, heißt es, raus aus der Komfortzone und offen sein für neue Kontakte. Auch wenn der Plausch mit einem Fremden im Supermarkt oder Park schwerfällt, er gibt uns selbst sowie unserem Gegenüber das kraftvolle Gefühl, „gesehen zu werden“. Auch ein tierischer Mitbewohner, etwa eine Pflegekatze aus dem Tierheim, kann eine wertvolle Form der Nähe schenken.

Trickkiste:

Und wer sich trotz friedvoller Akzeptanz, ausreichend Ruhemomenten und Zwischenmenschlichkeit an durchgehend herausfordernden Tagen einfach mal eine kurze Pause zum "emotionalen Durchatmen" wünscht, die oder der kann es sich mit folgendem Trick etwas leichter machen.

Emotions-Wippe für durchgehend herausfordernde Tage:

Wer das Gefühl hat, sich gar nicht mehr aus einer unangenehmen Emotion lösen zu können, kann sich über den Tag verteilt kleine Erfolgserlebnisse mit Aktivitäten erschaffen, die nur eine geringe Umsetzungsschwelle haben. Das tut gut, weil es diesem Tag zusätzlich einen Sinn verleiht. Die dadurch ausgelöste, angenehmere Emotion lässt uns kurz durchatmen. Sie stärkt das Vertrauen darin, dass es da neben Traurigkeit, Nervosität, Gereiztheit & Co. auch noch anderes im Leben gibt.

Hier ein paar Ideen für Mikro-Erfolge:

  • Knopf annähen
  • einen versäumten Geburtstags-Anruf nachholen
  • einen anstehenden (Vorsorge-)Termin vereinbaren
  • Handtasche, Werkzeugkoffer oder Gewürzschublade ausmisten
  • Lebensmittel einkaufen
  • den Schreibtisch aufräumen
  • ein Peeling machen
  • auf dem Smartphone Fotos aussortieren
  • Alben anlegen...
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