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Achtung: Diese Baby-Tees können krebserregend sein

Ausgerechnet in Bio-Tees für Babys wurden nun Schadstoffe gefunden, die krebserregend sein können! Welche Sorten daher besser vermieden werden sollten.

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Achtung: Diese Baby-Tees können krebserregend sein
© iStockphoto.com

Eltern wollen für ihre Kleinsten nur das Beste - also greifen viele vor allem für Babys zu Bio-Produkten, da diese garantiert weniger Chemikalien beinhalten, die den empfindlichen Organismus schädigen könnten.

Aber leider können selbst Bio-Produkte bei einem Test durchfallen - und zwar gehörig: Bei einem Test von 17 Bio-Babytees durch die ZDF-Verbrauchersendung "WISO" wurden in 5 Produkten gefährliche Pflanzengifte entdeckt, die sogar krebserregend sein können: sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (PAs), ein Pflanzengift, das in hoher Dosierung Lebertumore verursacht.

12 der getesteten Tees erwiesen sich als schadstofffrei, vier als mittelmäßig bis wenig belastet, eine Sorte war hingegen schwer mit PA belastet - wobei bereits 1 Tee pro Tag auch für Erwachsene als gefährlich eingestuft wird. Dieser Tee der Marke "Sidroga", der in Apotheken erhältlich ist, wurde mittlerweile durch den Hersteller vom Markt genommen. Wer allerdings noch eine Packung zuhause haben sollte, sollte dieser besser wegwerfen.

Diese 5 Bio-Babytees können krebserregend wirken:

  • Sidroga - Bio-Säuglings- und Kindertee
  • Alnatura - Baby-Fencheltee
  • Sonnentor - Sonnenkind Baby-Tee
  • H&S Baby- und Kindertee "Atme sanft durch"
  • H&S Baby- und Kindertee "Gutes Bauchgefühl"

Die komplette Auflistung aller getesteten Tees mit genauen Angaben zur Schadstoff-Belastung findest du auf der Website von WISO und weitere Informationen im folgenden Video:

Von Sonnentor kam dazu die folgende Rückmeldung:

Liebes Woman-Team,
Wir haben bemerkt, dass ihr den Testbericht des ZDF-Wiso-Magazins geteilt habt.
Wir bedauern sehr, dass in unserem Baby-Tee Pyrrolizidinalkaloide (PA) gefunden wurden. Wir gehen jedoch von keiner Gefahr für den Teekonsumenten aus. Dies haben wir auch der ZDF-Wiso-Redaktion im Vorfeld des Beitrages mitgeteilt. Leider wurden die Ergebnisse und Informationen von uns sowie von anderen Herstellern, nicht berücksichtigt.

Bei dem Thema PA gehen immer wieder die Wogen hoch. Ebenso werden Ängste bei vielen Menschen geschürt. Nicht selten bekommen wir Anfragen von Kunden, die Angst haben an Krebs zu erkranken, weil sie eine Tasse Tee trinken. Dazu gibt es jedoch vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine klare Stellungnahme: Unter Berücksichtigung einer abwechslungsreichen Ernährung ist keine Gesundheitsgefährdung durch Tee gegeben.

Das deutsche Bundeministerium für Ernährung und Landwirtschaft kommt außerdem zu dem Schluss, dass eine völlige PA-Freiheit von Naturprodukten wie Kräutertee und Tee nie vollständig zu erreichen sein wird. Wieso? Bereits etwa fünf PA-bildende Unkräuter pro 50.000 bis 60.000 Nutzpflanzen auf einem Hektar Anbaufläche reichen aus, um nachweisbare Werte zu erreichen - so genau sind diese Tests.

Natürlich versuchen die Hersteller diese Werte soweit wie möglich zu minimieren. In der konventionellen Landwirtschaft geschieht das meist durch den Einsatz von Pestiziden, in der biologischen Landwirtschaft erfolgt das meist in manueller Arbeit. Unsere Bio-Bauern jäten zum Beispiel Beikräuter per Hand aus. Sie gehen dabei sehr sorgfältig vor und so konnten wir den Anteil an PA bereits deutlich minimieren. Aber natürlich ist es eine große Herausforderung für die Landwirte, die wir dabei so gut wie möglich unterstützen.

Da wir merken, dass dieses Thema ein großes Interesse weckt, aber auch viel Unwissenheit herrscht (was sind eigentlich PA?), werden wir das Thema in den nächsten Wochen selber aufgreifen und unsere Kunden informieren. In der Zwischenzeit bietet der deutsche Teeverband sehr ausführliche Informationen zum Thema PA: engagement-fuer-tee.de

Themen: Eltern, Kinder, Tee

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