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Die Adoptiveltern wollten das Baby nicht...

Christina Fisher wollte ihr Baby zur Adoption freigeben. Als es zur Welt kommt, stellen Ärzte einen Gendefekt fest - der Beginn einer rührenden Geschichte.

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Die Adoptiveltern wollten das Baby nicht...

Als die US-Amerikanerin Christina Fisher letztes Jahr schwanger wurde, war sie obdachlos und hatte kaum Geld. Also fasste die 36-Jährige den Entschluss, ihr Baby zur Adoption freizugeben. Ein Pärchen aus Georgia sollte das Kind von Christina bekommen. Wie die lokale Zeitung "Northwest Florida Daily News" berichtet reisten die zukünftigen Adoptiveltern also nach Florida, um dort ihr Baby abzuholen. Doch dann kam alles ganz anders...

Christina Fisher berichtete den amerikanischen Medien, dass niemand etwas von der Krankheit ihrer Tochter geahnt hatte. Als das Mädchen zur Welt kam, entdeckte man, dass es das "Treacher Collins Syndrom" hat - eine schwere genetische Fehlbildung im Gesicht. Laut Angabe der Zeitungen begann die zukünftige Adoptivmutter der Kleinen zu schreien und verließ sofort das Krankenhaus. Fisher schilderte in den Berichten: "Ich habe nie wieder etwas von ihr gehört."

Dies war der Beginn einer berührenden Geschichte: Christina Fisher entschied sich dafür das Baby doch zu behalten. "Ich habe es als Zeichen gesehen, dass sie zu mir gehört". Für sie war es natürlich nicht einfach, denn in den USA hat man nicht, wie in Österreich, ein soziales Auffangnetz, das einem unter die Arme greift, wenn man kein Geld für ein Kind hat. Christina musste also irgendwie an Geld kommen und bat im Netz um Spenden. Zar arbeitet sie in einem Fast-Food-Restaurant aber das reicht nun mal lange nicht - vor allem nicht für ein Kind mit einer Krankheit. Die Menschen berührte die Geschichte von Christina so sehr, dass innerhalb kürzester Zeit 12.000 Dollar gespendet wurden.

Christina ist heute froh, dass sie die kleine Abigail Anfang des Jahres nicht zur Adoption freigegeben hat. "Meine Tochter ist mein Herz", sagt sie. "Sie wird ein völlig normales Leben führen - ohne geistige Behinderung." Für die eigentlichen Adoptiveltern von Abigail hat sie übrigens auch eine Botschaft: "Sie verpassen das tollste Baby der Welt."

Themen: Kinder, Report