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Was bedeutet eigentlich Advent?

Endlich geht es los: Der Advent beginnt! Doch wo ist der Ursprung der Adventszeit und was bedeutet das Wort "Advent" wirklich?

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advent hund
© Photo by Rhaúl V. Alva on Unsplash

Kranz, Kekse & Glühwein: Der Advent ist eine der stressigsten und gleichzeitig eine der gemütlichsten Zeiten des Jahres. Eigentlich verfällt man total in einen Ausnahmezustand, kauft Geschenke, stellt sich in die Kälte, um heißen Wein zu trinken und grübelt darüber nach, wie man am wenigsten zunimmt, obwohl man am meisten schlemmt. Und auch, wenn der Advent längst schon eine kulturelle Bedeutung angenommen hat, die nicht nur religiöse Menschen betrifft, steckt hinter der vorweihnachtlichen Zeit durchaus ein religiöser Hintergrund.

Was bedeutet das Wort "Advent"?

"Advent" bedeutet auf Lateinisch "Ankunft". Ursprünglich hieß die vorweihnachtliche Zeit "Adventus Domini" also "Ankunft des Herrn", was wiederum noch mehr auf die christliche Bedeutung hinweist.

Was ist der Ursprung der Adventszeit?

In der christlichen Kirche beginnt mit dem Advent die Zeit des Wartens auf die Geburt Jesus. Logischerweise mündet diese Zeit in einem der wichtigsten Tage des Christentums: der Geburt selbst, am 24. Dezember. Man sagt, dass die Adventszeit in der heutigen Form auf das 7. Jahrhundert zurückgeht. Am ersten Adventsonntag beginnt demnach auch das neue Kirchenjahr.

Wie lange dauert die Adventszeit?

Die Adventszeit beginnt am vierten Sonntag vorm ersten Weihnachtstag (25. Dezember) und kann je nach Jahr zwischen 22 und 28 Tagen dauern. Früher dauerte die Zeit vor der Geburt Jesus sogar 40 Tage, also genauso lang wie vor Ostern. Doch im 6. Jahrhundert wurde die Dauer der Adventszeit auf die vier Sonntage vor Weihnachten festgelegt.

Brauchtümer im Advent:

Adventkalender Im 19. Jahrhundert entstand dieser Brauch, bei dem die Tage bis zur Geburt Jesus runtergezählt werden. Vor allem in der evangelischen Kirche setzte sich dies durch, doch ab den 1920er Jahren begann die allgemeine Kommerzialisierung. Es wurden Adventkalender mit Türchen, die man einzeln öffnen kann verkauft - diese waren für die Kinder gedacht.

Diesen Adventkalender kann man selbst befüllen!

Adventskranz Die vier Lichter auf dem Adventskranz symbolisieren das Licht, das Jesus mit seiner Geburt in die Welt gebracht hat. Eigentlich kommt dieser Brauch ebenfalls aus der evangelischen Kirche, doch schon früh zog er auch in der katholischen Kirche ein.

Klassisch & erweiterbar: Porzellan-Adventkalender

Was wird im Advent noch gefeiert?:

4. Dezember: Heilige Barbara Am 4. Dezember werden Barbarazweige (Zweige von Obstbäumen) abgeschnitten, die dann zu Weihnachten blühen sollen. Der Brauch geht auf die Märtyrerin Barbara zurück, die nicht ihren christlichen Glauben aufgeben wollte und deshalb geköpft wurde. Im Turm, wo sie eingesperrt war, verfing sich ein Kirchzweig im Wasser und blühte nach ihrem Tod weiter.

6. Dezember: Heiliger Nikolaus Kinder stellen ihre Stiefel am Abend des 5. Dezembers vor die Türe und hoffen darauf, dass der Heilige Nikolaus ein kleines Geschenk zurücklässt. Dieser Brauchtum geht auf die Geschichte von Nikolaus von Myra zurück, der durch seine Fürsorge für die Armen bekannt wurde.

8. Dezember: Mariä Empfängnis Hier wird nicht die Empfängnis Jesus gefeiert - wie häufig irrtümlich angenommen wird. Vielmehr bezieht es sich auf die Empfängnis von Maria selbst.

13. Dezember: Heilige Luzia In nordischen Ländern ist dieser Tag ein sehr wichtiger Teil des vorweihnachtlichen Brauchtums. Die Lichtheilige Luzia war eine Märtyrerin und ist dafür bekannt, dass sie nachts mit einem Adventskranz auf dem Kopf durch die Straßen ging und Essen an Bedürftige verteilte.

Thema: Weihnachten

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