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4 Gründe warum Adwoa Aboah den Titel "Model of the Year" verdient

Die Modeindustrie verändert sich und Adwoa Aboah trägt sehr viel dazu bei. Hier sind vier Gründe, warum sie den Titel Model des Jahres verdient!


4 Gründe warum Adwoa Aboah den Titel "Model of the Year" verdient

You go, girl!

© 2017 Getty Images

„If you’re not using your plattform for something good, you are just f*cking lazy!“ – Adwoa Aboah sprach diese Worte beim „Gurls Talk“ Panel auf dem Bread & Butter Festival im September in Berlin. Ein Model mit afrikanischer Herkunft, einem mit Sommersprossen übersäten Gesicht, einer Glatze, einer rauchigen Stimme, einer schwierigen Vergangenheit und einer Willensstärke sich für Frauen und Frauenrechte einzusetzen, wie wir sie schon lange nicht mehr in dieser Branche gesehen haben. Aus diesem Grund möchten wir noch einmal daran erinnern, warum es verdammt geil ist, dass Adwoa Aboah Kaia Gerber, Bella Hadid und Co. geschlagen und den Titel „Model des Jahres“ mit nach Hause genommen hat!

1. Bei den British Fashion Awards 2017 wurde sie zum Model des Jahres gewählt

Adwoa Aboah ging mit dem Titel „Model des Jahres“ nach Hause, eine jährliche Auszeichnung, welche den globalen Einfluss eines Models in der Industrie feiert. Zuvor haben Gigi Hadid und Jourdan Dunn diesen Preis erhalten. Dieses Jahr musste sich Aboah gegen beide Hadid Schwestern und Kaia Gerber durchsetzen. Für viele bedeutet Aboahs Gewinn weitaus mehr als eine Auszeichnung für ein schönes Model und ihre schöne Tätigkeit. Es bedeutet ein umfassender und weitreichender Wandel in der Modeindustrie, denn Aboah beeinflusst die Welt nicht nur durch ihren Beruf als Model.

Zu sagen, dass Aboah ein erfolgreiches Jahr hatte, wäre eine Untertreibung. Sie ist für unzählige Designer auf dem Laufsteg gelaufen und hat in einigen der größten Werbekampagnen von H&M bis Marc Jacobs mitgewirkt. Ihr größter Erfolg war das Cover von Edward Enninfuls erster Ausgabe als Chefredakteur der britischen VOGUE. Er möchte Vielfalt in die Branche bringen und Aboah stellt den Mittelpunkt seiner Bewegung dar. Das komplette Gegenteil von dem, was Ex-Herausgeberin Alexandra Shulman machte.

2. Sie brachte ihre ganze Familie zum Burberry Shooting mit Juergen Teller

In ihrem ersten Projekt für Burberry arbeitete Adwoa zusammen mit dem Fotografen Juergen Teller. Sie sollte die neuen Ready-to-Wear-Stücke von Burberry vorstellen. Allerdings iwurde daraus kein Mode-, sondern vielmehr ein spaßiges Familienshooting. Teller fotografiert Aboah gemeinsam mit ihren Freunden und ihrer Familie, Alfie Husband, George Husband, Richard Theodore-Aboah und Kwame N'Dow, sowie Montell Martin und Mae Muller.
Adwoa Aboah gab bereits in vielen Interviews zu verstehen, dass sie ohne ihre Familie nicht da wäre, wo sie jetzt ist. Sie hat Recht. Ohne den Rückhalt, den sie ihr in den schlimmsten Jahren ihres Lebens gaben, könnte sie jetzt den Titel "Model des Jahres" nicht tragen. Deshalb ist das Projekt mit Burberry umso schöner!

3. Sie spricht offen über ihre frühere Drogenabhängigkeit und Depression

Models sind nicht mehr nur wandelnde Kleiderbügel, sondern richtige Persönlichkeiten. Ihre Social Media Kanäle werden sorgfältig kuratiert und geben den Anschein eines perfekten Lebens, daher ist es umso erfrischender zu sehen, wie Aboah ihre Plattform nutzt, um eine jüngere Generation für positive gesellschaftliche und politische Veränderungen zu begeistern, eine Plattform, die Individualität und Vielfalt hervorhebt und feiert. Aboah scheut sich nicht, Themen wie ihre eigene schwierige Vergangenheit mit Drogen und Depressionen offenzulegen. In einer Industrie, in der Frauen ein unerreichbares Ideal vorgelebt wird, traut sich Aboah anders zu sein, nämlich ein wahrer Mensch, der auch Fehler macht und anderen damit zeigen will „ihr seid nicht allein“.

4. Sie hat „Gurls Talk“ gegründet

Aboah ist nicht nur ein hübsches Gesicht, sondern setzt sich aktiv für Feminismus ein und leistet Anti-Rassismus-Arbeit. Ihre unzähligen Modelprojekte sind nur zweitrangig zu „Gurls Talk“, einer Online-Plattform, die Frauen ermutigt, offen über psychische Probleme, Suchterkrankungen und auch Vielfalt und Feminismus zu sprechen und somit Ängste und Sorgen zu teilen, damit sie selbst und andere erkennen, dass sie nicht alleine sind. Beschrieben wird die Plattform als „ein sicherer Ort für Mädchen, um ohne Urteil oder Stigma ihre Sorgen und Ängste zu teilen ". Der „Gurls Talk“ Instagram-Account hat mittlerweile 126.000 Follower und veröffentlicht regelmäßig Fotos zu Körperbewusstsein, Selbstliebe, sexueller Belästigung und psychischer Gesundheit, darunter sind auch Kampagnen, die auf viele politische Themen aufmerksam machen, sowie die Diskussion zur Sklaverei in Libyen.
Im Sommer veranstaltete die Organisation sogar ein eintägiges, kostenloses Festival in London in Zusammenarbeit mit der Modemarke Coach, wo der Gründer zusammen mit anderen besonderen Gästen Hunderte von jungen Frauen über viele dieser Themen sprach.