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Are you "afraid of us"?

Die Liebe zur Ästhetik, Wortspielen, Design und einer eigener Meinung vereint Maximilian und Theresia und ließ die beiden - zum Glück für ihre treue Leserschaft - das Blog "Afraid of us" gründen.

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afraid of us
© afraid of us

Fürchten müssen sich vor der Bloggerin und dem Blogger hinter "Afraid of us" eigentlich nur diejenigen, die Angst vor Meinung haben. Denn davon gibt es in dem heimischen Lifestyle-Blog zum Glück eine ganze Menge! Die beiden haben beispielsweise eine kritische Meinung zu Mode, Musik, Kunst, Design aber ebenso zu gesellschaftlichen Themen. Und dennoch finden sich auch immer wieder hinreißend schöne Fundstücke aus den Weiten der On- und Offline-Welt auf ihrem Blog.

WOMAN: Bitte beschreibt euch kurz selbst.
Theresia: Ich bin ein gelassener und ausgewogener Mensch. Ich versuche, eine Balance zwischen Spaß und Ernsthaftigkeit im Leben zu finden und denke, dass mir dies recht gut gelingt – das eine soll schließlich das andere nicht ausschließen!
Maximilian: Das ist bei mir ähnlich. Zusammen sind wir Afraid of us, ein Blog, das wir im September 2011 gegründet haben und seitdem sehr konsequent mit Inhalten füllen. Typische Bloggende sind wir aber nicht. Vor allem für österreichische Verhältnisse sind wir recht jung, 18 und 20.

WOMAN: Bitte beschreibt euer Blog kurz selbst.
Maximilian und Theresia: Unsere ursprüngliche Intention war es, unsere verschiedenen Vorlieben und Talente zu kombinieren und so ein möglichst breites Spektrum an Inhalten zu schaffen. Beginnend bei Mode, bis hin zu von uns verfassten literarischen Texten. Und das machen wir jetzt immer noch. Wir schreiben, hören Musik, sehen uns Mode an und fotografieren, um unseren Leserinnen und Lesern dieses Spektrum täglich zu liefern. Uns selbst zeigen wir eher selten, es ist weniger ein persönliches Blog, als vielmehr ein Sammelsurium an Fundstücken und Entdeckungen.

afraid of us

WOMAN: In welchem Alter habt ihr begonnen, euch für Mode zu interessieren? Und gab es vielleicht einen bestimmten Anlass dazu?
Theresia: Es war vor etwa fünf bis sechs Jahren, als der Funken übersprang. Ein Anlass dafür war mit Sicherheit die erste Reise damals nach Mailand. Die Schaufenster dort, die Leute auf der Straße und die Werbungen an den Plakatwänden. Das war schon eine andere Dimension und Intensität verglichen zu kleineren Städten. Wieder zuhause angekommen, kaufte ich einige Bücher über Mode und gute Magazine.

WOMAN: Was hat sich in eurem Leben dank des Blog verändert?
Maximilian und Theresia: Es gab durchaus Phasen, wo sich Bloggen nach Arbeit angefühlt hat, weil wir uns selbst dazu gezwungen haben - vor allem am Anfang -, regelmäßig Content zu produzieren. Das ist nach mehr als zwei Jahren anders. Mehr Routine und Hobby.
Dann natürlich das Offensichtliche, dass wir zu Presseveranstaltungen und Store Openings eingeladen werden. Da gibt es dann zwei Mal im Jahr eine Zeit, wo wir nicht mehr einkaufen und kochen müssen, weil jeden Tag gleich mehrere Events am Plan stehen. Dass sich unser Lebensstil aber grundlegend verändert hat und wir vom Bloggerdasein unseren Alltag finanzieren können, wäre übertrieben - es gibt immer Vor- und Nachteile. Solange für uns der Spaß an der Sache nicht verloren geht, investieren wir die Zeit aber gerne.

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WOMAN: Welche Fashion-Sünden verbergen sich in euren Kleiderschränken oder zumindest in eurer Erinnerung?
Theresia: Spontan fällt mir hierzu eine wirklich verrückte blaue Lederjacke mit seltsamen Applikationen ein, die ich in einer Zeit kaufte, in der mich Elly Jackson (La Roux) unendlich begeisterte und dementsprechend auch ihr Stil. Ich kaufte sie am Flohmarkt und gab sie vor kurzem zur Altkleidersammlung.
Maximilian: Da gibt es so einiges. Ich kaufe oft Dinge und ziehe sie dann nur einmal zu bestimmten Anlässen an - dann hängen sie im Kleiderschrank bis sie irgendwann verschenkt oder verkauft werden.

WOMAN: Wurdet ihr schon einmal auf der Straße erkannt? Und wenn ja, wie war das erste Mal?
Maximilian: Ich kann mich noch ziemlich genau erinnern, das war bei meiner Aufnahmeprüfung an der Angewandten. Eine andere Anwärterin hat mich in der Pause erkannt und darauf angesprochen. Das war natürlich ungewohnt, aber auch ein gutes Gefühl. Wir berichten regelmäßig über Design und Grafik, allgemein Ästhetisches - da hat sich dann gezeigt, dass wir mit unseren Inhalten die richtigen Leute abholen.

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WOMAN: Gibt es aktuell etwas aus den Bereichen Mode oder Beauty, das ihr unbedingt haben möchtet und vielleicht schon darauf spart?
Theresia: Am ehesten wäre das ein Stück aus der aktuellen Kenzo-Kollektion, die es uns wirklich angetan hat. Bei den mit Augen, Tigern und Palmen verzierten Sweatshirts werden wir bestimmt früher oder später schwach! Auch Opening Ceremony finden wir reizvoll - ansonsten sparen wir selten für Kleidung, eher für Einrichtungsgegenstände und Designprodukte.

WOMAN: Ihr betreibt ein Blog, Accounts auf Facebook, Instagram... – aber was bevorzugt ihr davon und warum?
Maximilian und Theresia: Das ist stark stimmungsabhängig. Hauptaugenmerk liegt natürlich am Blog und auf Facebook, da kommt auch am meisten Response. Twitter verwenden wir mehr dazu, bereits Vorhandenes nochmal zu teilen und zu verbreiten. Und Instagram immer, wenn es schnell gehen muss. Die Zeit und Muse, auf allen Kanälen gleich stark vertreten zu sein, haben wir nicht. Schließlich haben wir beide noch ein Privatleben, in das wir unsere Leserschaft zwar hin und wieder Einblicke gewähren, das wir aber auch strikt vom Blog trennen.

WOMAN: Was macht ihr abseits des virtuellen, also quasi im „realen“ Leben?
Maximilian: Ich studiere Grafik & Werbung an der Angewandten in Wien. Da sind schöne Erfahrungen und Projekte dabei, aber es ist nicht wirklich befriedigend. Deshalb arbeite ich auch als selbständiger Grafiker, bin Teil des Printmagazins FAUX FOX und habe mit einer lieben Freundin Wiens neue Partnervermittlung fixzsam gegründet. Das klingt für viele, als hätte mein Tag mehr als 24 Stunden - aber mit einer guten Zeiteinteilung ist alles möglich.
Theresia: Momentan stehe ich kurz vorm Abschluss meiner Schule. In wenigen Monaten kommt die Matura. Anschließend geht's zum Studieren nach Wien. Ansonsten verbringe ich die ruhige Freizeit hier in Tirol mit Freunden, Büchern und Filmen.

WOMAN: Wenn ihr euch jede Kooperation aussuchen könntet mit einem Label nach Wahl – was würdet ihr gerne machen?
Maximilian und Theresia: Wir sind seit dem Start des Blognetzwerkes Advantgarde Teil davon, dadurch ergeben sich laufend Kooperationen. In der Berichterstattung setzen wir stark auf junge, teils noch unbekannte Labels, die wir oft zufällig entdecken. Dennoch würden wir bei der ein oder anderen Kooperation mit großen Marken wie Kenzo, Westwood & Co. nicht Nein sagen.

WOMAN: Wo soll es hingehen mit deinem Blog?
Maximilian und Theresia: Mehr an Zeit als jetzt können wir genau genommen nicht investieren. Das soll aber nicht heißen, dass wir bereits die Spitze erreicht haben, im Gegenteil. Wir wollen wir wieder mehr selbstproduzierten Content wie Fotos und Texte online stellen, im Moment verschreiben wir uns stark aktuellen Lifestyle-News, neuen Kollektionen oder Musikerscheinungen. Die Balance zwischen selfmade Inhalten und unseren Entdeckungen und Vorlieben zu finden, ist ein großes Ziel für 2014.

Thema: Modeblogs

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