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Wie Airbnb-Wohnungen zu Notunterkünften werden

Airbnb testet ein Projekt, das Menschen in Notlagen helfen soll: Airbnb-Wohnung sollen damit zu Notunterkünften umfunktioniert werden. Längerfristig soll dieses Service Teil der lokalen Katastrophenschutzssysteme werden.

von

haeuser
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Für seine Hilfsbereitschaft ist Airbnb ja eigentlich weniger bekannt, drehen sich aktuelle Debatten in dem Zusammenhang eher um die Verknappung von Wohnruam durch die Plattform. Dass man das Online-Netzwerk für Wohnungen aber tatsächlich auch für "den guten Zweck" nutzen könnte, will Airbnb offenbar mit einem neuen Projekt im Bereich Nothilfe unter Beweis stellen. So finden sich Menschen beispielsweise nach Naturkatastrophen in einer Situation wieder, in der sie von einer Sekunde auf die andere das Dach über dem Kopf verloren haben. Airbnb will das Helfen nun einfacher machen und ein System einführen, mit dem Menschen ihre Wohnung als Notunterkünfte bereitstellen können. Damit hoffen sie, Teil von lokalen Katastrophenschutzsystemen zu werden.

Das Projekt läuft unter dem Namen "Open Homes" und soll zuerst in San Jose in Kalifornien getestet werden. Da Kalifornien zu den Erdbebengebieten zählt, sei die Stadt ein guter Ort, um das System zu testen. Man arbeite daran, die Zeit zwischen der Evakuierung und der Wohnungszuteilung so kurz wie möglich zu machen. Denn das "Open Homes"-Programm gibt es schon seit 2012 und hat insgesamt 17.000 kostenlose Nächte vermittelt.

Doch in den vergangenen Jahren verging einfach zu viel Zeit zwischen Evakuierung und Wohnungszuteilung. Dagegen möchte man vorgehen, indem man die grundsätzliche Option eingeführt hat, seine Wohnung als Notunterkunft anzubieten. So soll die Benachrichtigung der Airbnb-VermieterInnen schneller funktionieren und Menschen schneller eine Notunterkunft erhalten. KritikerInnen von Airbnb sehen in dieser Idee keine Bereicherung - zur grundsätzlichen Kritik an Airbnb gesellt sich der Vorwurf, dass man ja es auch in der Vergangenheit geschafft, Hilfe zu leisten - auch ohne "Open Homes".

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