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Aknebehandlungen im Test

Nicht nur Pubertierende sind davon betroffen: Unschöne Pickel. Welche Behandlungen helfen – und welche Risiken es gibt.


Aknebehandlungen im Test
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"Blühende" Wimmerl auf der Stirn, den Wangen oder dem Rücken – Verursacher der vorwiegend im Gesicht, auf Rücken, Schultern und Brust auftretenden Acne vulgaris sind Bakterien, die sich vom Hautfett ernähren. Von einer schweren Akne spricht man bei chronischen tiefgehenden Entzündungen, die zu Narben führen. Häufig kommt es bei Frauen vor der Menstruation zur Verschlechterung der Aknesymptome, gelegentlich auch bei Menschen, deren Haut durch starke Wärme oder Verschmutzung durch Öle oder Schmiermittel extrem belastet wird. WOMAN erklärt, welche Behandlungsmethoden es gibt – und mit welchen Risiken sie verbunden sein können.

Aknebehandlungen im Überblick

• Benzoylperoxid:
antibakterielles Oxidationsmittel mit Peelingeffekt, beugt Entzündungen vor, äußere Anwendung

Risiken:
Kann Hautreizungen verursachen; UV-Einstrahlung meiden; Haare und Kleidung können ausbleichen

• Retinoide:
Vitamin-A-Derivat; Standard bei der dermatologischen Aknebehandlung, wirkt pickelöffnend und hautpeelend, Mitesser werden verhindert, äußere Anwendung

Risiken:
Haut kann austrocknen oder gereizt reagieren, Schuppenbildung möglich; zu Beginn der Therapie verschlechtert sich häufig das Hautbild, nicht vorschnell absetzen!

• Chemisches Peeling:
z. B. Azelainsäure oder Mandelsäure; bewirkt Verfeinerung des Hautbildes; äußere Anwendung

Risiken:
Effektiv bei leichter bis mittelschwerer Akne; muss regelmäßig angewendet werden

• Mechanisches Peeling:
Heilerde und Brasil Peeling sind die populärsten Mittel; äußere Anwendung

Risiken:
Oft ohne Effekt – je nach Schwere der Erkrankung; vorher mit dem Arzt
besprechen!

• Punktuelle Behandlung:
Einzelne Pickel werden behandelt, u.a. mit Zinksalbe, Calendula, Manukaöl,
Salicylsäure oder Kamillendampfbad (beruhigende und antientzündliche
Wirkung); äußere Anwendung

Risiken:
anschließendes Peeling (z.B. mit Heilerde) empfohlen

• Antibiotika-Cremes:
Äußere Anwendung; Ausbreitung wird behandelt, allerdings nicht die ursächliche Entstehung

Risiken:
Wahrscheinlichkeit der Resistenzbildung!

• Ambulante Behandlungen:
Geht manuell, durch Ausreinigen beim Kosmetiker (gut gegen Mitesser) oder technisch (per Microdermabrasion, Laser, Photodynamik); äußere Anwendung

Risiken:
teuer, nicht zu Hause anwendbar

• Tabletten mit Wirkstoff Isotretinonin:
DER Vorschlaghammer der Akne-Behandlungen – nicht dauerhaft, aber effektiv; innere Anwendung

Risiken:
Kann in der Schwangerschaft zu schweren Missbildungen führen; Leber überwachen lassen; Rauchen während der Therapie erhöht Gefahr einer Krebserkrankung immens; Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen!; Arzt ausführlich zu Vor- und Nachteilen befragen

• Anti-Baby-Pille:
Akne kann durch erhöhten Androgenspiegel bedingt sein – die Pille ist daher manchmal eine wirkungsvolle Methode, falls die Erkrankung mit dem
Östrogenspiegel zu tun hat; innere Anwendung

Risiken:
Normale Nebenwirkungen der Pille, etwa Gewichtszunahme, Depression, sexuelle Unlust ; erhöhtes Risiko für Thrombose, Bluthochdruck, Migräneanfälle

• Orale Antibiotika:
effektiver als antibiotische Cremes, hilft vor allem in der Anfangsphase in
Kombination mit einer äußeren Anwendung

Risiken:
Gefahr der Resistenzbildung, Arzt berät auch hier zur Kosten-Nutzen-Rechnung

• Nahrungsumstellung:
Low Carb (wenig Kohlenhydrate) führt langfristig zu einer hormonellen Umstellung des Körpers; zudem gut: native, kaltgepresste Fette mit hohem Omega-3-Anteil); manche Betroffene berichten von einer Abnahme der Erkrankung durch Vermeidung von Milchprodukten und Milch

Risiken:
Keine