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WOMAN testet: Akupunktur gegen Allergie

Mit Nadeln gegen Symptome? Eine spezielle Akupunkturtherapie soll Heuschnupfen und Co lindern, indem das Immunsystem unterstützt wird. Ob's funktioniert?

von

Akupunktur
© Thinkstock - chinaview

Seit über 15 Jahren leide ich an diversen Allergien: Pollen, Gräser, Hausstaubmilben, Katzen und Meerschweinchen sorgen dafür, dass ich mittlerweile täglich Medikamente nehme, um die unangenehmen Symptome zu unterdrücken und nicht in weiterer Folge an Asthma zu erkranken. Und abgesehen von dem einen Nieser hier und dem klassischen Gaumenjucken da funktioniert das eigentlich ganz gut. Bis im Frühjahr - also jetzt - der Pollenflug einsetzt. Die geballte Ladung Allergene wird meinem Immunsystem dann doch zuviel und es schlägt wild um sich. Die letzten zwei Jahre half da nur mehr eine Cortisonspritze. Aber wird mein Körper mit all der Chemie auf Dauer glücklich? Nach einer erfolglosen Hyposensibilisierungstherapie, versuchte ich daher mein Glück in der alternativen Medizin.

Von mehreren Seiten habe ich bereits gehört, dass die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) beziehungsweise Akupunktur bei Allergien gut helfen soll. Nadeln also. Die in die Haut gestochen werden. Aber was tut man nicht alles, um von einem lästigen Leiden befreit zu werden?

Nach etwas Recherche vereinbare ich einen Termin im "Fernöstlichen Medizinzentrum" bei Dr. Josef Stockenreiter. Wenige Tage darauf, betrete ich einen wunderschönen Altbau im neunten Wiener Gemeindebezirk, wo man statt einer Rezeption von sanften Klängen sowie einem Schild, das besagt, dass Schuhe auszuziehen sind, empfangen wird. Kurz darauf begrüßt mich Dr. Stockenreiter herzlich und es folgt ein lockeres Anamnesegespräch in angenehmer Atmosphäre, das mir schon ein bisschen die Spannung - Nadeln und so - nimmt.

Daraufhin werde ich in einen anderen Raum geführt, um mich hinzulegen und los geht's: Wo die feinen Nadeln gesetzt werden, wird zuvor die Haut desinfiziert und dann die Nadeln platziert. In meinem Fall im Gesicht, an den Ohren, am Oberkörper, an den Füßen - und auf der Hand. Allesamt nicht so schlimm, wie ich dachte - bis auf die Hand. Zugegebenermaßen bin ich überaus schmerzempfindlich - manche sagen auch "Weichei" dazu - jedoch bei dem Setzen der Nadeln auf der Hand würde ich am liebsten schreien! Aber wenn's hilft! Schließlich soll dies ja mein Immunsystem aktivieren und unterstützen.

Danach liege ich noch für eine halbe Stunde in kompletter Ruhe - abgesehen von leichter Musikuntermalung - und wäre beinahe eingeschlafen. Diese Prozedur lasse ich innerhalb eines Monats noch 3 Mal über mich ergehen, um endlich meine täglichen Medikamente abzusetzen. Mit dem Ergebnis: Bei mir hat es wohl nicht sollen sein. Zwei Tage nach dem Pillenstopp kommen leider alle altbekannten Symptome wieder.

Die Erfahrung war dennoch eine Positive: Denn ich habe Dr. Stockenreiter als erfahrenen, gelassenen und humorvollen Mediziner kennengelernt, der einen Bekannten von mir ja tatsächlich von seiner Allergie befreit hat.
So hat also bei mir die Methodik der Schulmedizin, als auch eine Variante der alternativen Medizin nicht geholfen und ich kann im Moment weiterhin nur die Symptome mit Tabletten unterdrücken. Oder hat jemand noch Tipps für mich?

Akupunktur auf Hand