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Akupunktur bei Migräne

Kopfschmerzen können unterschiedliche Ursachen haben, in jedem Fall sind sie aber unangenehm und sollten vorbeugend behandelt werden. Eine Methode ist die Akupunktur.

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Akupunktur bei Migräne
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Nach der Ansicht der traditionell chinesischen Medizin (TCM) werden die verschiedenen Organismus-Abschnitte durch ein Netzwerk von Kanälen und Leitlinien verbunden, die so genannten Meridiane. Die Annahme ist nun, dass auf den Energiebahnen, also den Meridianen, insgesamt 365 Akupunkturpunkte angeordnet sind und da sie mit einem oder mehreren Organen oder Körperteilen in Verbindung stehen, ist es ihnen ebenso möglich diese zu beeinflussen.

So konnte auch bewiesen werden, dass Akupunktur zur Vorbeugung von Migräne-Attacken geeignet ist. Die Behandlungsmethode kann die Häufigkeit von quälenden Kopfschmerzen reduzieren sowie deren Intensität.

Wie funktioniert die Akupunktur-Behandlung?

Eine Ärztin oder speziell ausgebildeter Therapeut verwendet spezielle Akupunkturnadeln, die meist aus rostfreiem Stahl bestehen und unterschiedlich schwer bezwiehungsweise leicht, dick oder dünn sein können. Die Nadeln müssen steril sein und auch die Einstichstelle sollte kurz vor der Nadelsetzung desinfiziert werden.

Dann werden die Nadeln in die bestimmten Akupunkturpunkte entlang der Meridiane gesetzt. Je nach Schmerzart variiert hier die Anzahl und der Ort der Nadelsetzung, daher sollten in einem vorher geführten Gespräch, die Schmerzorte genau lokalisiert und die Form des Schmerzes besprochen werden.

Nachdem die Nadeln gestochen wurden, bleiben sie zwischen 20 und 30 Minuten im Körper stecken. Die Wirkung kann intensiviert werden, indem der Therapeut oder die Therapeutin die Nadeln erhitzt, beim Stechen dreht oder auf und ab bewegt.

Die Wirkung von Akupunktur

Damit die Behandlung besonders effektiv ist, müssen die Sitzungen regelmäßig über einen gewissen Zeitraum hinweg wiederholt werden. Nur so ist eine Heilung und hilfreiche Kopfschmerztherapie möglich. Bei wöchentlich zwei Sitzungen verbessern sich die Beschwerden laut Statistik bereits nach insgesamt durchschnittlich 15 Sitzungen.
Bei vielen Patientinnen und Patienten stellen sich aber bereits nach wenigen Sitzungen deutliche Verbesserungen ein. Auch wenn sich Migräne nicht vollständig heilen lässt, so leben viele Betroffene danach mit deutlich weniger Attacken oder Beschwerden.
So genannte Auffrischungssitzungen, die ein paar Monate nach Erstbehandlung vorgenommen werden sollten, dienen dazu, Migräne und Spannungskopfschmerzen langfristig vorzubeugen.

Im Vergleich zu Medikamenten ist die Akupunktur weitestgehend ohne Nebenwirkungen. Vor allem bei chronischen Kopfschmerzen empfehlen viele Ärztinnen und Ärzte alternative Behandlungsmethoden, da zu häufig eingenommene Medikamente andere Körperregionen negativ beeinflussen oder ungewollte Auswirkungen darauf haben können.

Thema: Kopfschmerzen