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Alanis Morrissette: Postnatale Depressionen

Vor über einem Jahr brachte Sängerin Alanis Morrissette ihre Tochter Onyx Solace auf die Welt. Seitdem leidet sie unter postnataler Depression.

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Alanis Morrissette: Postnatale Depressionen
© 2008 Getty Images

Keine Frau will das durchmachen. Für Sängerin Alanis Morrissette schien das Leben perfekt, als sie im Juni 2016 ihre Tochter Onyx Solace zur Welt brachte. Nach dem 2010 geborenen Sohn Ever Imre war das Familienglück von Alanis und Ehemann Mario Treadway komplett.

Doch bereits kurz nach der Geburt verfiel Alanis in schwere Depressionen. "Baby Blue" nennt man das gerne fast verharmlosend – bei der 43-Jährigen wuchs sie sich zu einer langfristigen postnatalen Depression aus. Seit über einem Jahr benötigt die Sängerin therapeutische Hilfe. "Ich bin ununterbrochen müde, ich sehe das Leben nur mehr als düstere Wand. Ich sollte mich über mein Glück freuen, meine Tochter liebevoll in den Arm nehmen – aber es gibt Tage, an denen ich mich so schwach fühle, dass ich mich kaum bewegen kann."

Alanis Morrisette über die Wochenbettdepression: "Ich kann nicht einmal entscheiden, was ich zum Abendessen will!"

Und Alanis Morrissette weiter: "Ich sollte ein Fels sein: beschützend, unterstützend, wegweisend. Stattdessen lässt es mich alles infrage stellen. Ich war immer eine Person, die den Ton angibt, auf die sich andere verlassen können, ein Anführertyp. Jetzt kann ich nicht mal entscheiden, was ich zum Abendessen möchte."

Bereits nach der Geburt ihres Sohnes litt Alanis unter Wochenbettdepression, bekam diese aber durch professionelle Hilfe in den Griff. "Ich hatte gehofft, es wäre bei der zweiten Schwangerschaft anders. Aber die Depressionen haben mich diesmal noch härter getroffen." Ihr Ehemann Mario Treadway steht ihr zur Seite. "Ohne ihn wäre ich in einem noch tieferen Loch."

Thema: Hollywood