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Wenn die Nacht zum Albtraum wird

Albträume hat fast jeder ab und zu. Doch was, wenn sie regelmäßig kommen, uns den Schlaf rauben und somit die gesamte Lebensqualität darunter leidet?

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Wenn die Nacht zum Albtraum wird
© Thinkstock

Wir öffnen die Augen, erinnern uns an einen wunderschönen Traum und starten am Morgen fit und fröhlich in den Tag. Doch, wenn man schweißgebadet aufwacht und einen absoluten Horrortraum hatte, kann ein normaler Arbeitstag ganz schön anstrengend und lang sein.
5 % der österreichischen Bevölkerung haben regelmäßig und deutlich vermehrt Albträume und leiden stark darunter.
Hoher Blutdruck, Schweißausbrüche, schneller Puls, Panik, schnelles Atmen und eine äußerst unruhige Nacht: Das sind die typischen Anzeichen eines Albtraumes.

Was sind Albträume?

Albträume treten meist in der zweiten Hälfte des Schlafens. Generell entwickeln sie sich aus "normalen" Träumen und kommen in der so genannten REM-Schlafphase vor, die durch die schnellen Augenbewegungen gekennzeichnet ist.

Während der REM-Phasen ist die Hirnrinde besonders aktiv - und zwar so aktiv, dass man es vom Wachsein kaum unterscheiden kann. Deshalb erinnern wir uns auch so genau an unsere Albträume.
Solche Angstträume drehen sich bei Kindern oft um eine Verfolgung, meist flüchten sie vor jemandem und manche träumen sogar vom Sterben oder von schweren Verletzungen. Dabei sind die bedrohlichen Figuren in der Regel menschlicher Natur und haben nur sehr selten etwas mit Monstern, Hexen und weiteren Fabelwesen zu tun.
Aber auch Erwachsene leiden unter Albträumen. Hier darf man allerdings nicht den Angsttraum mit dem "Pavor Nocturnus" verwechseln, dem nächtlichen Aufschrecken, der üblicherweise im Tiefschlaf - etwa eine Stunde nach dem Einschlafen - auftritt und oft von einem lauten Schrei begleitet wird. Interessant hierbei ist, dass die Betroffenen meist abrupt im Bett hochschrecken, die Augen dabei öffnen, sich allerdings am nächsten Morgen nicht mehr daran erinnern.

Albträume rauben uns den Schlaf!

Warum haben wir Albträume?

Auf diese Frage gibt es keine vollständige und definitive Antwort. Auffallend ist jedoch, dass Albträume häufig in Kombination mit starkem Stress und Krankheiten, oft in Kombination mit Medikamenten, auftreten.
Weiters leiden Frauen deutlich häufiger unter den unangenehmen Schlafstörungen als Männer. Sie sind es, die abgesehen von den Kindern, besonders oft böse träumen.
Und neben den äußeren Einflussfaktoren, kann aber auch der genetische Faktor eine Rolle spielen. Seit etwa 10 Jahren weiß man nämlich, dass die Veranlagung zu Angstträumen teilweise vererbt wird.

TOP 5 der Albträume beim Erwachsenen
Eine Umfrage hat ergeben, dass Erwachsene besonders häufig an diesen 5 Albtraum-Typen leiden:
1. Der ungebremste Fall aus einer Höhe
2. Verfolgung durch eine bedrohliche Person
3. Die Versteinerung bzw. das sich nicht bewegen können (Betroffene wollen loslaufen, können aber nicht, oder sie bekommen die Augen nicht auf, um "den Feind" zu finden und vor ihm zu flüchten)
4. Ein Familienmitglied oder eine extrem wichtige, nahestehende Person stirbt oder verschwindet
5. Ein bereits Verstorbener aus dem familiären Umfeld oder Freundeskreis ist im Traum plötzlich lebendig

Was können wir tun?
- Aufschreiben (Traum-Tagebuch)
- Imagery-Rehearsal-Therapy (Vostellungs-Wiederholungs Therapie) Hier schreibt man zwar auch den Traum auf, allerdings werden dann gemeinsam mit einem Therapeuten Situationen und wichtige Aspekte herausgearbeitet, die für die Angststörung verantwortlich sind.
- Darüber sprechen
- Das Ende im Wachzustand ändern und es sich immer wieder ins Gedächtnis rufen