Ressort
Du befindest dich hier:

Gesunder Rücken dank Alexander-Technik

Im Job sitzt du den ganzen Tag vorm PC? Dann hast du sicher manchmal Rückenschmerzen. Mit der Alexander-Technik kannst du effektiv gegen Rückenprobleme vorgehen.

von

Alexander Technik
© unsplash.com/Andrew Neel

Der PC ist an, das Mail-Programm startet und der Kaffeebecher steht dampfend auf deinem Schreibtisch. Seelisch bist du perfekt für den Arbeitstag gewappnet, doch als du dich in deinen altbekannten Bürosessel setzt, merkst du schon, dass dein Rücken abends jammern wird. Dabei gehst du doch eh regelmäßig zum Sport, doch irgendwie wirst du trotzdem von Rückenproblemen geplagt.

Lernen & ändern: So funktioniert die Alexander-Technik.

Du bist nicht allein! Immer mehr Menschen verbringen ihre Arbeitstage sitzend vorm PC und entwickeln dabei häufig Fehlstellungen durch eine gebückte Haltung und ungesunde Sitzposition. Und nicht nur die "Büro-Hocker" werden von Rückenproblemen geplagt: Auch Personen, die körperlich sehr anstrengenden Jobs nachgehen, können sich eine falsche Haltung angewöhnen. Etwa beim Tragen von schweren Gegenständen.

Physiotherapie, Sport und im schlimmsten Fall Medikamente: Rückenschmerzen sind sehr unangenehm und verlangen nach Hilfe. Und manchmal ist es gar nicht so schlecht, wenn man sich nach alternativeren Methoden umsieht. Wie ein Studie aus dem Jahr 2012 feststellen konnte, hilft zum Beispiel die Alexander-Technik vielen Menschen, die an Rückenschmerzen durch falsche Haltung leiden.

Rueckenschmerzen
(c) unsplash.com/Casper Nichols

Die Alexander-Technik ist eine pädagogische Methode. Man beschäftigt sich mit dem Beobachten, Erkennen und Ändern von angelernten Gewohnheiten. Vor allem geht es um körperliche Fehlhaltungen. Mit der Technik können Personen in Gruppen oder Einzeltherapie lernen, wie sie sich am besten selbst helfen können. Man beobachtet also das eigene Verhalten und versucht die erlernten Fehler wieder zu "verlernen".

Bei Menschen die viel sitzen, wäre das Ziel, sich eine entspannte und lockere Sitzhaltung anzugewöhnen. Denn oft passieren die Fehlhaltungen unbewusst. Zum Beispiel, wenn man die Schultern beim Schreiben an der Tastatur nach oben zieht. Oder, wenn man stark eingesunken auf seinem Sessel sitzt. Die TrainerInnen beobachten das Verhalten und finden so heraus, mit welcher Bewegung oder Stellung die Schmerzen zusammenhängen. Dann wird die Situation visualisiert, etwa durch eine Anweisung wie: "Nacken lang halten."

Rückenprobleme können chronisch werden, also schnell handeln!

Bei Rückenschmerzen ist es besser, wenn man die Sache so schnell wie möglich anpackt, denn die Gefahr eines chronischen Leidens ist sehr hoch. Und auch, wenn es noch nicht allzu viele wissenschaftliche Studien gibt, die die Alexander-Technik als Allheilmittel festigen, kann es nicht schaden, das eigene Verhalten besser kontrollieren zu können.