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Alkohol: Kater ist eine Krankheit - Gerichtsurteil des Oberlandesgericht Frankfurt

Wer verkatert ist, gilt als krank. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt entschieden. Hintergrund ist die Klage eines Vereins, der gegen Werbeaussagen eines "Anti-Hangover"-Drinks geklagt hatte.

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Alkohol: Kater ist eine Krankheit - Gerichtsurteil des Oberlandesgericht Frankfurt
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Es soll sie ja geben, die Gesegneten, die nach einer längeren Nacht und ein paar Spritzern über den Durst keinen Kater verspüren. Für das Gros der Menschheit gilt aber: Wer verkatert ist, fühlt sich schlecht. Aber ist er oder sie auch krank? Über diese Frage wurde vor dem Oberlandesgericht Frankfurt gestritten.

In dem Verfahren ging es um Nahrungsergänzungsmittel, die laut Herstellenden einem Kater vorbeugen oder ihn lindern können. Ob diese Form der Werbung zulässig ist, hängt damit zusammen, ob man den Kater als Krankheit einordnet oder nicht. Laut Gericht ist der Kater eine Krankheit - mit solchen Versprechen darf man dieses Urteils zufolge nicht mehr werben. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.

Kater ist eine Krankheit

"Informationen über ein Lebensmittel dürfen diesem keine Eigenschaften der Vorbeugung, Behandlung oder Heilung einer menschlichen Krankheit zuschreiben oder den Eindruck dieser Eigenschaft entstehen lassen", betont das OLG unter Verweis auf Vorgaben der Lebensmittelinformationsverordnung.

Vor dem Gericht hatte ein Verein gegen die Werbeaussagen des Herstellers eines "Anti-Hangover"-Drinks" geklagt. Nachdem das Landgericht Frankfurt der Klage stattgab, bestätigte das OLG diese Entscheidung im Berufungsverfahren.

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