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Allergie-Strategien

Husten, Schnupfen oder gerötete Augen – für viele sind das die ersten Vorboten des Frühlings. Wie Allergien diagnostiziert werden und was du am besten dagegen tun kannst, erfährst du hier.

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Allergie-Strategien
© nensuria/iStock/Thinkstock

Diagnostik. Treten bereits erste Symptome auf, verschafft der Besuch einer Allergieambulanz Gewissheit. In diesen Zentren kann der Arzt durch einen Blut- sowie einen Hauttest feststellen, ob jemand betroffen ist. Beim Hauttest werden allergene Substanzen auf kleine Wunden am Arm getropft. Kommt es zu einer Reaktion in Form einer Rötung oder juckenden Stelle, ist eine Behandlung notwendig.

Medikamente. In der medikamentösen Therapie unterscheidet man zwischen jenen Mitteln, die Symptome lindern, und jenen, mit denen die Ursache bekämpft wird. Eine Linderung der Beschwerden erreicht man mit Antihistaminika in Form von Tabletten oder Sprays. Sie blockieren die Histaminrezeptoren für einen bestimmten Zeitraum und verhindern so eine Überreaktion, müssen aber zumindest während der gesamten Pollensaison durchgängig eingenommen werden. Altbewährt sind auch sogenannte Mastzellstabilisatoren. Diese hemmen, ein bis zwei Stunden vor dem Kontakt mit den allergenen Substanzen eingenommen, die Freisetzung von Histamin und verhindern so Beschwerden. Weiters gibt es Kortison, welches Entzündungsreaktionen lindert. Als Spray, etwa in die Nase, ist das Arzneimittel völlig unbedenklich. Wird es jedoch gespritzt, kann mit der Zeit ein Gewöhnungseffekt entstehen und die wohltuende Wirkung in einer Notsituation ausbleiben. Langfristige Besserung und in einigen Fällen sogar eine vollständige Heilung kann mit einer Hyposensibilisierung, auch spezifische Immuntherapie genannt, erreicht werden. Dabei wird der Körper nach und nach immer wieder in Dosen dem krank machenden Allergen ausgesetzt, bis er sich so daran gewöhnt hat, dass er bei Kontakt mit demselben in freier Natur gar nicht mehr darauf reagiert. Bis es so weit ist, dauert es aber meist zwei bis drei Jahre. Hier gibt es mehrere Varianten. Mit der Methode einer monatlich zu wiederholenden Impfung darf erst nach Ende der Pollensaison begonnen werden, um keine Überbelastung des Immunsystems zu riskieren. Jetzt vor Saisonbeginn ist eine Schnellkur möglich, bei der über mehrere Wochen hinweg wöchentlich einmal gespritzt wird. Und nicht zuletzt gibt es noch Tabletten oder Tropfen, die täglich über mehrere Jahre eingenommen werden. Vorteil: Diese Therapie kann jederzeit gestartet werden.

Komplementärmedizin. Ergänzend zur schulmedizinischen Behandlung können die Symptome auch mit verschiedenen komplementärmedizinischen Behandlungen therapiert werden. Erfolg versprechen vor allem Atemtherapien, Akupunktur, Badetherapien, Entspannungstechniken, Klimatherapien und Kneippkuren.