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So kannst du Allergien und Intoleranzen feststellen

Verschiedene Tests geben Aufschluss darüber, ob du ein bestimmtes Lebensmittel nicht verträgst. Aber wie genau sind die Methoden?

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So kannst du Allergien und Intoleranzen feststellen
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H2-Atemtest

So funktioniert es: Lactose-, Fructose- oder Sorbitintoleranz werden über die Atemluft getestet. Der Patient bekommt eine Lösung mit Milch-, Fruchtzucker oder Sorbit zu trinken, danach muss er vier Mal im Abstand von je 30 Minuten in ein Gerät blasen. Besteht eine Intoleranz, wird der jeweilige Stoff nur teilweise vom Körper aufgenommen. Den Rest bauen Darmbakterien ab. Den dabei entstehenden Wasserstoff kann man im Atem messen.

Kritik: Keine. Dieser Check ist unumstritten und wissenschaftlich anerkannt.

Info & Kosten: Der Test wird nicht von der Krankenkasse übernommen. Der Preis kann leicht differieren. Im Allergiezentrum Wien West kostet er € 56,-.

Bluttest

So funktioniert es: Bei Verdacht auf Histamin- und Glutenintoleranz kommt ein Bluttest zur Anwendung, der Antikörper zeigen soll. Dadurch wird eine Intoleranz als wahrscheinlich angenommen oder eher ausgeschlossen. In weiterer Folge sollte man sich vom Diätologen beraten lassen.

Kritik: Das Testverfahren ist wissenschaftlich anerkannt. Allerdings lässt es kein eindeutiges Ergebnis zu, zur genauen Diagnose und Interpretation ist die Erfahrung eines Spezialisten nötig.

Info & Kosten: Wird in Allergiezentren und speziellen Krankenhaus-Ambulanzen durchgeführt. Kosten: rund € 70,-.

Blut-Selbsttest

So funktioniert es: Relativ neu am Markt sind Selbsttests für zu Hause, z. B. von kiweno. Man zapft sich über den Finger Blut ab und schickt es ein, dieses wird dann nach dem standardisierten ELISA-Testverfahren auf lgG4-Antikörper untersucht. So wird die Verträglichkeit von bis zu 70 Nahrungsmitteln ermittelt.

Kritik: Über die Zuverlässigkeit dieses Verfahrens wurde in den Medien zuletzt viel diskutiert. Die Kritik zahlreicher Experten: Das lgG4 Antikörper wird gebildet, sobald man ein bestimmtes Lebensmittel isst, und sagt nichts anderes aus, als dass man es verzehrt hat. Somit sei der Test wissenschaftlicher Humbug. Außerdem werde der Kunde mit dem Ergebnis allein gelassen. kiweno argumentiert in einem Statement, dass es eine langjährige medizinische Praxis solcher Tests mit vielen positiven Rückmeldungen gibt und beim Weglassen der fraglichen Lebensmittel tatsächlich in 78,5 Prozent der Fälle nach zwei Monaten eine deutliche Besserung im Blutbild erkennbar ist. Tatsache ist: Die Wissenschaft weiß noch viel zu wenig darüber, wie unser Körper Nahrung verwertet – ein großes Forschungsgebiet.

Info & Kosten: Online zu bestellen unter kiweno.com. Der Test nutreos für bis zu 70 Lebensmittel kostet € 99,-.

Bioresonanz

So funktioniert es: Kommt aus der biologischen Ganzheitsmedizin. Das Prinzip: "Zwischen den Zellen schwingt Energie. Verträgt man etwas nicht, wird diese gestört, der Widerstand erhöht sich. Das kann man über ein Gerät messen", erklärt Dr. Alfred Klabuschnigg, der seit 25 Jahren mit der Methode arbeitet. Schlägt ein Lebensmittel an, streicht man dieses vom Speiseplan. Mit dem Gerät wird die Energie wieder in die richtige Schwingung versetzt. Durchschnittlich sind zehn Sitzungen einmal pro Woche nötig. Dann sollte man – in Maßen – auch wieder alles essen können.

Kritik: Die Methode ist wissenschaftlich nicht anerkannt, es gibt keinen Beweis für ihr Funktionieren. Sie wird aber seit Jahrzehnten mit teils großem Erfolg genutzt.

Info & Kosten: Z. B. über amb-bioresonanz.at. Kosten: ab € 55,-pro Sitzung.

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