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Kleber-Allergie: Bei Wimpernverlängerungen aufpassen

Eine Kanadierin musste am eigenen Leib erfahren wie sich eine heftige allergische Reaktion anfühlt, nachdem sie Wimpern-Extensions bekam.

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Wimpernverlaengerung
© istockphoto.com

Das neue Feature von Facebook - Marketplace - quillt über vor lauter Wimpernverlängerungs-Angeboten, zumindest in Wien. Kosmetiksalons und KosmetikerInnen gleichermaßen werben für ihre Dienste, viele von ihnen verlangen nur die Materialkosten für die Wimpern-Extensions. Zwei bis vier Wochen perfekte Wimpern für wenig Geld? Klingt doch super!

Doch bevor man sich von den Angeboten verführen lässt, sollte man von Isabelle Kuns Schicksal lernen und die ganze Sache etwas ruhiger angehen. Auf Facebook hatte die kanadische Frau Fotos von sich mit einem übel zugerichteten Gesicht gepostet. Doch rühren die zugeschwollenen Augen nicht von einem Übergriff oder einer Prügelei her, sondern von einer allergischen Reaktion:

Wimpernverlaengerung Fail
Screenshot (c) ctvnews.ca / Facebook

An einem Dienstag ließ sich die junge Frau die Wimpern verlängern. Am Donnerstag wachte sie dann mit dermaßen zugeschwollenen Augen auf, dass sie nicht einmal ihre Freundin neben sich im Bett sehen konnte. Und auch mit dem Schlucken und Atmen hätte sie Probleme gehabt, erzählte sie CTVNews.

Sie wurde sofort ins Krankenhaus aufgenommen. Die Ärzte vermuten, dass es mit dem Wimpernkleber zusammenhängt. Und auch Kun äußerte diese Vermutung. Sie würde seit Jahren alle zwei, drei Wochen von derselben Person Wimpern-Extensions bekommen. Die Kosmetikerin sei zwar ein Profi, aber nach dem vorletzten Mal ist Kun aufgefallen, dass ihre Augen anschwollen.

Sie wunderte sich darüber, denn zuvor war ihr das noch nie passiert. Beim nächsten, verheerenden Termin hätte sie nach dem Namen des Klebers gefragt und ob man früher einen anderen verwendet hätte. Darauf bekam sie zwar keine befriedigende Antwort, doch sie gab sich damit zufrieden.

Allergische Reaktion wegen Wimpernkleber.

Im Nachhinein sieht Kun den Fehler auch in ihrem eigenen Verhalten: "Ich hätte es nicht machen sollen, vor allem, als die Kosmetikerin noch nicht mal wusste, welchen Kleber sie verwendet, oder was die Inhaltsstoffe sind." , sagte Kun. Die Besitzerin des Beautysalons weist die Anschuldigungen zwar nicht ganz von sich, meinte aber, dass sie nicht automatisch bei jeder Klientin einen Allergietest machen können. Doch wenn eine Dame dies verlangen würde, wäre das natürlich möglich.

Laut DermatologInnen sei die häufigste Ursache für eine allergische Reaktion im Kleber zu finden. Genauer gesagt sind oft die im Kleber enthaltenen Cyanacrylate Schuld. Man findet diesen Stoff auch in Klebern, die in der Nagelkosmetik verwendet werden. Mit ihrem Posting möchte Kun darauf aufmerksam machen, dass immer eine unerwartete allergische Reaktion möglich ist und, dass man deshalb auf einen Allergietest bestehen sollte.

Themen: Augen, Pflege