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"...aber Männer mögen das lieber!"

"Warum hast du dein Haar abgeschnitten, Männer mögen das nicht?" - Es sind unbedachte Bemerkungen, die Sexismus erhalten. Dieses Projekt visualisiert sie.

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"...aber Männer mögen das lieber!"
© Instagram/RoraBlue

Nimm' dich selbst an der Nase. Hast du schon mal deine Frisur nicht geändert, weil dein Freund langes Haar viel schöner findet (obwohl dich die Mähne nur mehr nervt)? Hast du auch schon zu einer Freundin gesagt, dass sie besser ein bestimmtes Kleid anziehen soll, weil sie dann bei den Typen besser ankommt?

Es ist nichts falsch daran, gefallen zu wollen. Sich hübsch zu machen, um auch von anderen Bewunderung einzufahren. Das hat mal wenig mit Feminismus zu tun. Schwieriger wird es, wenn bei anderen Erwartungen mitschwingen, wie sich eine Frau anzuziehen hat, wie sie sich zu verhalten hat.

Wir sollten das Recht haben, unsere eigene Art des Feminismus ohne festgelegte Regeln oder Kleiderordnungen zu kreieren. Findet auch die amerikanische Künstlerin Röra Blue (siehe auch ihr Projekt: Unversandte Liebesbriefe an den Ex). Die 19-Jährige beschäftigt sich in ihrem neuesten Projekt #HandleWithCare mit dem Alltags-Sexismus, der in Form kleiner, beiläufiger Bemerkungen am Leben erhalten wird: "Warum bist du so grantig? Hast du etwa deine Tage?"

Dazu visualisierte Röra jene Sprüche, die sie nerven. Befragte Freundinnen, welche möglicherweise gar nicht bös gemeinten Sätze ihnen vermitteln sollten, wie sie sich als Frau zu verhalten hätten: