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So denkt Amal Clooney über die #MeToo-Bewegung

Menschenrechtsanwältin Amal Alamuddin, Ehefrau von George Clooney, gab der US-"Vogue" ein Interview. Das fiel anders aus, als zu vermuten war...

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So denkt Amal Clooney über die #MeToo-Bewegung
© Getty Images

Es ist das erste Mal, dass sich Amal Alamuddin-Clooney, Menschenrechtsanwältin, Ehefrau von Hollywood-Star George Clooney und Mutter von Zwillingen, für das Cover eines Magazins fotografieren ließ. In einer fuchsiafarbenen Robe von Alexander McQueen und funkelnden Cartier-Ohrringen strahlt sie vom Titelblatt der US-"Vogue".

Die aktuelle Ausgabe der US-Vogue

Doch anders, als das Bild vermuten ließe, verrät Amal in dem Interview nicht banale Mode-Tipps oder beantwortet Fragen zu Babybrei und Society-Leben, sondern nutzt die Interview-Strecke für ein intelligentes Gespräch über strengere Waffengesetze in den USA und die #MeToo-Debatte, die sexuellen Missbrauch und Belästigung zu einem globalen Thema machte.

"Die Diskussion, die rund um #MeToo entstanden ist, bietet Frauen eine weltweite Plattform, ihre Geschichten zu teilen. Das sensibilisiert – und wird die Arbeitswelt für meine Tochter Ella zu einem besseren Platz als für Menschen meiner Generation machen," so Amal. "Jetzt haben wir endlich die Situation, dass sich die Angreifer weniger sicher, weil unter stärkerer Beobachtung fühlen – und Frauen sich in ihrem Berufsumfeld deshalb geschützter fühlen." Es sei zwar noch ein langer Weg, aber ein Anfang gemacht.

Amal und George Clooney haben an dem Protestmarsch in Washington teilgenommen, bei dem Demonstranten nach einem Amoklauf an der High School von Parkland strengere Waffengesetze gefordert hatten. Dazu spendete das prominente Paar 500.000 Dollar als Unterstützung für die Initiatoren, die ihren Kampf weiter fortsetzen wollen. Amal in der "Vogue": "Ich habe viele Kommentare zu diesem Thema gelesen. Sehr oft wird das Problem verharmlost oder die Schuld an der Zunahme der Waffengewalt Action-Filmen oder Computer-Spielen zugeschoben. Dass Jugendliche andere Jugendliche ermorden liege an vielem, aber bestimmt nicht daran, wie leicht halbautomatische oder automatische Waffen in den USA erhältlich sind."

Diese Argumentation sei nicht zulässig. Action-Movies oder gewalttätige Games gäbe es weltweit. Doch nirgends sonst komme es zu so vielen High School-Shootings wie in Amerika. "Der Unterschied ist, wie schnell und einfach Waffen bei uns verfügbar sind."

Einen kleinen Einblick in ihr Privatleben lässt sie dann doch zu: Sie verbringt mit ihren Kindern und ihrem Mann viel Zeit zu Hause. "Wir lieben es, einfach für uns zu sein. Den ganzen Glamour Hollywoods: Wir vermissen das keine Sekunde, wenn wir im Garten sitzen und mit den Kindern spielen." Amal und George Clooney leben in Sonning-on-Thames, einem kleinen Ort im englischen Berkshire, wo sie größtmögliche Privatheit genießen.