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American Blow-Dry

Von einer tagelang perfekt sitzenden Föhnfrisur träumen viele Frauen. Dieser Mann erfüllt uns endlich den Wunsch: Trend-Coiffeur Christian Sturmayr im Talk über seinen neuen Blow-Dry-Service.

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American Blow-Dry
© heckmannoleg/iStock/Thinkstock

Er gehört in vielen Ländern zum guten Ton und auch zum Alltag der Frauen, aber bei uns scheint der Blow-Dry-Service erst jetzt langsam anzukommen. Dabei handelt es sich um eine spezielle Föhntechnik beim Profi, mit der jede Mähne aussieht, als ob sie die eines Hollywood-Stars wäre. Sie erhält ganz viel Schwung, brillanten Glanz und vor allem viel Volumen - und die Frisur hält bis zu vier Tage lang! Der Top-Coiffeur Christian Sturmayr und Wella Professionals machen es möglich: Ab sofort gibt es den 45-Minuten Service exklusiv in fünf Sturmayr-Salons, weitere sollen folgen. Dem amerikanischen Original entsprechend, muss auch kein extra Termin ausgemacht werden. Beim "walk-in" Service wird das Haar gewaschen, gepflegt und anschließend starten die Profis mit Werkzeug und Ihrem Können. Und wer glaubt, es wäre nur klassisch glatt geföhntes Haar möglich, irrt sich. In der "Menü-Karte“ sind nämlich vier verschiedene Looks aufgelistet - von lockig bis wellig, voluminös oder sleek - ist für jeden Wunsch gesorgt. Wir haben den Salzburger Trendsetter Christian Sturmayr gefragt, wie man zu so traumhaft schönem Haar kommt…

WOMAN: Was ist das Spannende an Ihrem neuen Blow-Dry-Service?

Sturmayr: Dass er sich ziemlich vom klassischen Föhnen unterscheidet! Hier finden sich sehr viele Einflüsse und Techniken, die man eher von den Fashionshows kennt. Außerdem ist die Frisur mit dem American-Blow-Dry durch die Produkte, die man verwendet, einfach länger haltbar.

WOMAN: Wieso sieht die Föhnfrisur vom Profi immer viel besser aus, als selbst mühsam in Form geföhntes Haar?

Sturmayr: Dafür gibt es viele Gründe! Vor allem liegt es am Know-how, das der Friseur über die Haarstruktur hat. Er weiß genau, welches Produkt er für den Prozess benötigt. Aber auch, weil sich der Profi rund ums Haar bewegen kann. Außerdem teilen wir die Mähne in ganz bestimmte Passées ab, damit sie das perfekte Volumen und den Stand erhält. Danach wird sie sehr intensiv ausgeföhnt, wozu es viel Kraft in den Armen braucht (lacht)! In den letzten Jahren beobachten wir erstaunt, wie gut sich unsere Kundinnen selbst stylen können und wieviel sie für ihr Haar tun. Aber es gibt Gott sei Dank trotzdem einen Unterschied zwischen Friseur und Nicht-Friseur.

WOMAN: Welche Föhn-Regeln gilt es zu beachten, falls man doch mal selber Hand anlegen will?

Sturmayr: Nicht nur die Produkte, sondern auch die Werkzeuge sind wichtig. Es macht einen Riesenunterschied, ob ich mit einer guten oder schlechten Bürste föhne. Da geht es um die Beschichtung - genau so wie beim Glätteisen gibt es hier einen Keramiküberzug, der die Wärme richtig verteilt, damit das Haar nicht verbrennt. Was auch viele Leute falsch machen ist, das Haar an der Rundbürste von unten zu föhnen, also gegen die Schuppenschicht. Man sollte auch nie seitlich gegen das Haar blasen, sondern den Föhn immer recht hoch halten. Das ist zwar anstrengend, aber so föhnt man in Richtung Schuppenschicht und die Mähne glänzt.

WOMAN: Sonst noch etwas, worauf man nicht vergessen darf?

Sturmayr: Ja, die Haarspitzen! Sie sind entscheidend dafür, ob die Mähne schön und füllig aussieht. Wenn auf sie vergessen wird, sehen die Haare nicht gesund aus, sondern eher trocken und spröde.

WOMAN: Muss man also für die Spitzen noch extra was tun?

Sturmayr: Ja, beim Föhnen einfach nochmals speziell auf die Enden eingehen und sie kurz über eine Rundbürste einföhnen. In dem man sie ein klein wenig nach innen dreht, glättet sich das Haar und das Ergebnis sieht besser aus!

WOMAN: Kann man eigentlich jede Frisur gut föhnen oder spielt der Schnitt auch eine wesentliche Rolle?

Sturmayr: Der Schnitt ist für mich die Architektur, die absolute Basis. Durch ihn wird festgelegt, wo sich das Haar aufbaut, wo es schwerer ist und wie es fällt. Oft wünschen sich Kunden gleich langes Haar, weil sie glauben, dass die Mähne so voluminöser wirkt. Das ist aber exakt das Gegenteil: Wenn sie überall gleich lang sind, drückt das Deckhaar auf die untere Partie und die Mähne wirkt platt. Ein gut gemachter Stufenschnitt ist, auch bei feinem Haar, ideal für jeden Blow-Dry.

WOMAN: Mit welchem Produkt ist man beim Styling bestens ausgestattet?

Sturmayr: Eine Föhnlotion ist wunderbar, reicht aber noch lange nicht aus. Für einen schönen Look braucht man ja auch mehr als nur einen Lidschatten!

WOMAN: Was macht man mit einer nicht mehr ganz so frischen Föhnfrisur?

Sturmayr: Ein Pferdeschwanz oder ein Chignon ist immer schön! Oder man nimmt Haarpuder, um die Frisur aufzufrischen. Einfach aus der Entfernung auf den Ansatz sprühen. Es mattiert und ist ideal, wenn die Mähne fettig ist.

WOMAN: Was braucht es Ihrer Meinung nach sonst für eine Traummähne?

Sturmayr: Viel Pflege und Styling-Einsatz - eine Frisur, für die man nichts tun muss, gibt es leider nicht!

WOMAN: Und wer föhnt Ihr langes Haar?

Sturmayr: Das mache ich selber, als Mann ist die Pflege ja Gott sei Dank wichtiger als das Styling!

Thema: Haare