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Sex durchs Hintertürchen

Kaum einer spricht darüber – trotzdem zählt Analsex zu den beliebtesten Sex-Praktiken. Eine Anleitung für entspannten (und schmerzfreien) Analsex.


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Nein, Analsex (auch Poposex genannt) ist nichts für jede(n). Es gibt aber auch gar nicht so wenige, für die der Sex von hinten das höchste Lustvergnügen ist. Fast 45 (!) Prozent der Österreicher – so zumindest eine Sex-Studie von 2009 – praktizieren regelmäßig den Sex durchs Hintertürchen.

Dass es sich beim Analsex um eine beliebte Männerfantasie handelt, belegt auch alleine die Tatsache, dass kaum ein Porno ohne entsprechende Szenen auskommt. Teil des Anreizes? Zum Einen ist die Penetration des Anus eine sehr dominante Geste (was Männer sehr erregend finden), zum Anderen haftet dem Analsex immer noch etwas anrüchig Verbotenes an.

Nur wenige Frauen kommen durch Analsex wirklich zum Höhepunkt. Denn anders als die Vagina ist der Anus nicht mit Nervenenden für Lustempfinden ausgestattet – und da er auch nicht dehnbar ist, verbinden viele von uns große Schmerzen damit.

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Die Reiter-Stellung verspricht Frauen mehr Lustempfinden als Analsex.

Wer Angst hat: Damit sich der Schließmuskel vor der Penetration entspannt, ist ein ausgedehntes Vorspiel unbedingt notwendig. Dazu muss der Partner sanft über den Anus streicheln, ihn küssen und lecken, vielleicht vorsichtig zunächst den kleinen Finger einführen. Übrigens braucht ihr keine Angst vor einer Sauerei zu haben – der Penis stochert nicht in verdautem Essen herum. Wem es trotzdem peinlich ist: Vor dem Sex ein ausgedehntes Bad nehmen – wer auf Nummer Sicher gehen will, kann auch zwei Stunden vor dem Liebesspiel auch einen Einlauf machen.

Damit du wirklich keine Schmerzen hast, ist der Einsatz von Gleitgel Pflicht! Denn im Gegensatz zur Vulva, die bei Erregung Sekrete ausscheidet, die den Sex zu einer feuchtfröhlichen Angelegenheit machen, sind die Rektumwände nur von einer dünnen Schleimhaut bedeckt, die alles andere als glitschig ist. Achtung: Die Darmwände saugen Flüssigkeit auf – also beim Analsex wirklich nicht mit Gleitgel geizen! Spucke ist übrigens als Gleitgel-Ersatz nicht geeignet – auch wenn das in Pornos gerne behauptet wird...

Ganz wichtig: Die Haut im Darm ist empfindlicher als die Scheidenwände und somit anfälliger für kleine Verletzungen, durch die Keime schnell in die Blutbahn gelangen. Deshalb unbedingt ein extra-reißfestes Kondom verwenden! Vorsicht – was einmal mit dem Anus in Berührung gekommen ist, darf nicht in die Nähe der Scheide. Die Koli-Bakterien aus dem Darm sind Gift für die Scheidenflora, Blasenentzündungen oder ähnlich unangenehme Krankheiten können die Folge sein. Also beim Sex auf keinen Fall die Eingänge wechseln!

Thema: Sex & Erotik