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Andreas Danzer im WOMAN-Talk

Die Trauer um seinen Vater begleitet ihn auch fünf Jahre nach dessen Tod. Er verriet uns, wie er Schicksalsschläge bewältigt und welche Pläne er für 2013 schmiedet.

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Andreas Danzer im WOMAN-Talk
© Roland Ferrigato

Auf den ersten Blick sieht man Andreas Danzer, 31, die Ähnlichkeit mit dem berühmten Vater nicht an. Nur bei Augen und Mund erkennt man ein wenig von Georg Danzer. Erzählt Andreas aber einmal, was er neben seinem Journalisten-Job bei PULS 4 alles macht, steht schnell fest: Den unruhigen Künstlergeist hat die 2007 verstorbene Austropop-Legende ganz bestimmt an den Sohn vererbt.

Kreative Ader: Fluch und Segen zugleich

Sechs Jahre lang war Danzer jun. Frontmann der Metal-Band „Devanic“, die sich vor zwei Jahren auflöste. Seitdem konzentriert sich der Single-Mann auf „weichere“ Sounds und fand Geschmack an elektronischer Musik. Mit seinem Projekt „From Deep Inside“ will er 2013 ein Album veröffentlichen. Für Danzer ist seine kreative Ader „Fluch und Segen zugleich“. „Manchmal wache ich um fünf Uhr früh auf, habe eine Melodie im Kopf und fange an, zu komponieren. Mit geregeltem Job ist es oft schwierig, so zu leben.“

Die Kunst als Ventil

Musik ist übrigens nicht Danzers einziges Steckenpferd. Vor drei Jahren entdeckte er die Fotografie für sich. Das Hauptaugenmerk legt er dabei auf intensive Naturaufnahmen. Im Frühjahr will er seine Werke erstmals aus- stellen, die Galerie „Westlicht“ ist seine Wunsch-Location. Wie sein Vater nutzt Andreas die Kunst als Ventil: „Das ist der Grund, warum ich Künstler bin. Um meine Melancholie, die ich sicher auch von meinem Vater geerbt habe, zu kanalisieren. Alle Künstler ziehen ihre Inspiration aus dem Leben. Das muss von einer gewissen Tiefe bestimmt sein, um gute Endprodukte zuzulassen.“

Nüchterne Einstellung zum Tod

Schon früh beschäftigte sich Danzer auch mit der Sterblichkeit des Menschen. Und hatte bereits damals eine nüchterne Einstellung zum Tod. „Der Tod ist und war für mich nichts Schlimmes. Ich könnte mir ein Leben ohne ihn gar nicht vorstellen. Mir ist bewusst, dass jedes Leben mit dem Tod endet. Deshalb verkrafte ich Verluste sicher besser als andere Menschen.“

Das ganze Interview mit Andreas Danzer könnt ihr in WOMAN 26/12 nachlesen!