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Anna Fenninger im WOMAN-Interview

Ab 4. Februar greift die alpine Durchstarterin Anna Fenninger bei der Weltmeisterschaft in Schladming nach Gold. Bei uns zeigt sich der Skistar von einer ganz anderen Seite – als verführerischer Vamp im hautengen Catsuit. Und spricht über Sixpack.


  • Bild 1 von 2 © Thomas Kettner/Agentur Vitesse
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Sexy Catwoman statt eingemummter Pistenhase! Hinter den Helmen und Rennanzügen im Mädels-Skizirkus verbergen sich immer mehr wahre Beautys – wie die österreichische Ski-Allrounderin Anna Fenninger. Mit ihren 23 Jahren hat die Salzburgerin bereits viel erreicht: Weltmeistertitel in der Super-Kombination, Stockerlplätze in sämtlichen Disziplinen und aktuell Platz vier im Gesamtweltcup. Und wird dafür bereits als weiblicher Marcel Hirscher gefeiert, mit dem sie uübrigens zusammen die Schulbank drückte. "Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Mein größtes Ziel bei der WM in Schladming ist, Spaß am Skifahren zu haben. Dann kann ich meine Leistung bringen und schnell sein", freut sich die Senkrechtstarterin. Doch vorher zeigt Fenninger noch, was sie abseits der Rennstrecke draufhat. Bei einem Shooting für die Tierschutzorganisation "Cheetah" ließ sich die Ski-Beauty nämlich verführerisch im Latex-Overall ablichten …

WOMAN: Neben Ihrem Job als Skifahrerin könnten Sie auch locker als Model durchstarten. Schmeichelt Ihnen das?

Fenninger: (grinst) Welcher Frau schmeichelt das nicht? Fuür ein richtiges Model wäre ich mit meinen 166 Zentimetern Zentimeter zu klein. Und ganz ehrlich: Das Modelbusiness wäre nichts fuür mich. Ich wollte schon immer Ski-Pro sein, und das bin ich jetzt gluücklicherweise auch.

WOMAN: Trotzdem, wenn Sie sich etwas aussuchen duürften: Wofür würden Sie gerne Werbung machen?

Fenninger: Werbung gehört als Sport-Pro dazu. Ich muss allerdings zu 100 Prozent dahinterstehen, denn Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit sind für mich ganz wichtig. Ich setze mich zurzeit für die "Cheetah"-Organisation (Anm.: Organisation zum Schutz der Geparden) ein.

WOMAN: Und was, wenn morgen der "Playboy" anruft? Welchen Betrag müsste Mr. Hefner auf den Tisch legen, damit Sie sich zu einer Zusage hinreißen lassen?

Fenninger: Wenn ich das jetzt verrate, klingelt morgen bei meinem Manager wahrscheinlich das Telefon. (lacht) Im Ernst (formt Daumen und den kleinen Finger zu einem Hörer) : "Hallo? Mhm … Was? Wie viel? Nein, danke, ich bin nicht käuflich."

WOMAN: Und wie wichtig ist Ihnen Ihr Äußeres? Von Skistar Lindsey Vonn hieß es mal, dass sie nie ungeschminkt an den Start geht …

Fenninger: Make-up entscheidet nicht über Sieg oder Niederlage. Da lege ich definitiv keinen Wert drauf.

WOMAN: Keine Problemzone, die Sie gerne kaschieren würden?

Fenninger: Klaro habe ich meine Problemzonen, aber die verrate ich nicht!

WOMAN: Sie sind seit über drei Jahren mit Snowboard-Profi Manuel Veith liiert. Worauf achten Sie bei Männern – Sixpack vor Humor? Oder darf’s auch ein kleines Bäuchlein sein?

Fenninger: Alles natürlich nicht schlecht, aber am Ende kommt es doch auf den Charakter an. Der ist mir wichtig. Egal, ob er einen Sixpack hat oder lustige Witze abliefert.

WOMAN: Gemeinsame Stunden sind bei euch aktuell sicher rar …

Fenninger: Wir sehen uns wirklich selten, aber wir wissen damit umzugehen, schließlich kommen wir beide aus dem Profisport. Da weiß man, worauf man sich einlässt. Und wenn wir uns nicht sehen, skypen wir täglich miteinander.

WOMAN: Vor einigen Monaten hat Ihre deutsche Skirennfahrer-Kollegin Maria Höfl-Riesch mit ihrer Biografie für Schlagzeilen gesorgt. Von Pornozirkus statt Skizirkus war darin zum Beispiel die Rede. Wie schwer fällt es, treu zu sein, wenn man so lange alleine unterwegs ist?

Fenninger: Für mich ist Treue einer der wichtigsten Werte in einer Beziehung. Ich kann da nur für mich sprechen, aber: Es ist möglich!

WOMAN: Sind Hochzeit oder Kinder in Ihrem Leben eigentlich bereits Thema?

Fenninger: Nein, zurzeit ist das noch ganz weit weg. Später wird es aber sicher mal Thema werden.

WOMAN: Ihr Manager hat mir letztens erzählt, dass Sie aktuell um 6 Uhr morgens aufstehen, danach dreht sich alles um den Skisport. Wie schaufeln Sie sich da Zeit frei, die nur Ihnen gehört?

Fenninger: In den Mittagspausen lege ich mich gerne einfach nur hin und mache überhaupt nichts. Und wenn ich einen schlechten Tag hatte, gehe ich raus in die Natur, laufe durch die Gegend und höre dabei laut Musik. Da kann ich mich gut abreagieren – und wieder neu motivieren.

WOMAN: Verraten Sie uns Ihre Lieblingsfantasie, mit der Sie neue Kraft tanken und sich positiv polen können?

Fenninger: (schließt die Augen) Ich liege mit meinem Freund auf einem Boot, die Sonne scheint uns auf den Bauch, und wir schippern Richtung Horizont.

Melanie Zingl