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11 Anti-Aging-Tipps, die echt was bringen

Raus in die Sonne, regelmäßig Freunde treffen, Kaffee trinken – Anti Aging ist eigentlich ein Wohlfühlprogramm. Die besten Tipps gibt es hier.

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Freundinnen beim Kaffee trinken
© iStockphoto.com

Der Wunsch nach jugendlichem Aussehen ist so alt wie die Menschheit selbst. Funde aus dem alten Ägypten etwa bestätigen, dass die Menschen schon damals eine Fülle an Tricks und Rezepten kannten, die dem Altern vorbeugen sollten. Heute ist die Bandbreite der Möglichkeiten noch viel breiter. Vor allem das Beauty-Geschäft mit Botox, Hyaluronfillern und allen möglichen Treatments bietet ungeahnte Möglichkeiten. Gelähmte Stirnfalten mögen zwar ein paar Jahre wegzaubern, aber Vorsicht: Verändert man zu viel an sich selbst, verjüngt das nicht, sondern man wirkt irgendwann wie aus dem Gruselkabinett. Denn jugendliches Aussehen entsteht nicht, indem man Falten glattbügelt. Man erreicht es vielmehr durch eine Kombination aus vielen kleinen Elementen, die alle zusammen einen gesunden Lebensstil ausmachen. Spannende Tipps, wie das gelingt, gibt der Internist Dr. Peter Niemann in seinem Büchlein Anti Aging. Die 50 besten Tipps (Trias, € 10,30) . Unsere Lieblingstricks, die das biologische Alter auch wirklich senken, stellen wir hier vor.

1

Trag die passenden Schuhe.
98 Prozent aller Neugeborenen haben perfekte Füße, doch zwei Drittel aller Älteren haben in dem Bereich Probleme. Der Grund dafür sind die falschen Schuhe. Sind die zu groß, zu klein, zu eng, zu hoch kann das zu Überbeinen wie Hallux valgus, Fehlstellungen und in weiterer Folge Knie-, Hüft- und sogar Rückenbeschwerden führen. Sinnvoll ist es, seine Füße vom Arzt oder im Schuhfachgeschäft vermessen zu lassen und das zumindest alle fünf Jahre zu wiederholen. Denn Füße können sich auch dann noch verändern, wenn der Körper schon lange ausgewachsen ist. Das heißt jetzt nicht, dass du deine Heels alle entsorgen musst. Aber rund um die Uhr solltest du sie halt auch nicht tragen.

2

Leg dir ein Haustier zu.
Ja, es ist süß, es ist der perfekte Kuschelpartner und es ist immer für einen da. Zusätzlich halten dich Hund, Katze oder Meerschweinchen tatsächlich auch gesund. Studien zeigen, dass Tierbesitzer tendenziell einen niedrigeren Blutdruck und Cholesterinspiegel haben, seltener an Depressionen leiden und einen Herzinfarkt eher überleben.

3

Genieße deinen täglichen Kaffee.
Und zwar sogar zwei bis fünf Tassen. Die tun der Gesundheit wirklich gut. Das liegt nicht so sehr am Koffein als an den hunderten von Aromastoffen der Kaffeebohne. Eine großangelegte Studie in den USA fand heraus, dass Menschen, die über 20 Jahre zwei bis fünf Tassen Kaffee täglich getrunken haben, ein um 21 Prozent verringertes Risiko haben, früh an einer Krankheit zu sterben. Außerdem beugt das Getränk Herz- und Lungenerkrankungen, Schlaganfall, Infektionen und Stoffwechselerkrankungen vor. Sogar Unfälle kommen laut Studie dadurch seltener vor. Verantwortlich dafür sind Inhaltsstoffe wie Chlorogensäure, Trigonelin oder Karamellisationsprodukte, die als Antioxidantien wirken. In Reinform ist der Kaffee übrigens am gesündesten. Also verzichte ab jetzt auf Zucker, Sirup oder auch viel Milch.

4

Triff dich regelmäßig mit Freunden.
Denn selbst, wenn du nur passiv dabei sitzt und zuhörst, tust du schon mehr für deine Gesundheit, als wenn du passiv eine Gesprächsrunde im Fernsehen ansiehst. Die bloße Anwesenheit eines anderen Menschen führt bereits dazu, dass dein Körper Stresssituationen besser abfedert. Indem die Ausschüttung von Kortisol zurückgeht. Auch das Immunsystem scheint besser zu funktionieren. Wie groß soll der Freundeskreis sein? Ein gut funktionierendes Netzwerk, und da reden wir nicht von Freunden nur auf Facebook und Instagram, stärkt die Gesundheit laut Studien deutlich. Sechs bis sieben wirklich enge Freunde sind ideal. Und zumindest einmal im Monat sollte man sich mit ihnen treffen. Also, gleich das nächste Treffen mit der Gang ausmachen!

5

Iss mehr Nüsse.
Ihr hoher Faseranteil hilft bei der Verdauung, ihr hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren lagert sich in den Zellmembranen ein und wirkt entzündunghemmend. Außerdem versorgen sie dich mit den Vitaminen C, D, E und Folsäure. Das ist gut fürs Nervensystem und versorgt die Haut mit wichtigen Nährstoffen. Eine knappe Handvoll täglich gilt als ideale Menge. Es ist übrigens egal, zu welcher Nussart du greifst, sie tun dir alle gut.

6

Genieß ab und zu ein Gläschen.
Medizinisch gilt es mittlerweile als gesichert: Der Konsum kleiner Alkoholmengen ist auf Dauer gesünder als die totale Abstinenz. Denn Inhaltsstoffe wie Polyphenole oder Resveratrol im Wein etwa schützen Gefäßwände und Herzmuskelzellen und beeinflussen viele Stoffwechselvorgänge günstig. Doch was ist die ideale Menge? Studien weißen darauf hin, dass man maximal 25 g Alkohol pro Tag zu sich nehmen darf, damit die gesundheitsfördernde Wirkung bestehen bleibt. Das entspricht etwa einem Glas Wein oder einem kleinen Bier. Mehr hieße, den gesunden Effekt ins Gegenteil zu verkehren.

7

Ab in die Sonne.
Hautkrebs, Hautalterung, Falten, Pigmentflecken – seit Jahrzehnten wird uns eingeimpft, dass Sonneneinstrahlung schädlich ist für Gesundheit und Schönheit. Und das stimmt ja alles. Doch die UVA- und UVB-Strahlen im Sonnenlicht sorgen auch dafür, dass sich in unserer Haut Vitamin D3 bildet. Das wirkt verjüngend auf Knochen, Organe, Gefäße und besonders auf die Psyche. Der Trick ist, regelmäßig, aber nur kurz, je nach Hauttyp maximal 20-30 Minuten, ohne Schutz die Sonnenstrahlen zu genießen. Und die Mittagssonne solltest du in der heißen Jahreszeit überhaupt meiden.

8

Handyauszeit.
Schlechter Schlaf, Konzentrationsprobleme, verspannter Nacken – was soll das mit dem Handy zu tun haben? Ziemlich viel sogar. Denn das Display gibt blaues Licht ab, das stört den Schlaf-Wach-Rhythmus. Blaues Licht signalisiert dem Gehirn Tageslicht und sorgt laut Studien tatsächlich vermehrt für Schlafstörungen, wenn man vor der Bettruhe zu sehr dem Handygenuss frönt. Deshalb zwei Stunden vor dem Schlafen gehen Handy weglegen. Permanentes Blinken und Signale bei Nachrichten lenken uns ab und führen dazu, dass wir uns insgesamt viel schlechter konzentrieren. Deshalb Telefon auf lautlos schalten, mit dem Display nach unten hinlegen und nur zu bestimmten, definierten Zeiten drauf schauen. Und das ständige Vornüberbeugen beim Tippen und Swipen verspannt Rücken- und Halsmuskulatur – bis zu Haltungsproblemen. Alles nicht so gut für die ewige Jugend…

9

Bleib zu Hause, wenn du krank bist.
Fakt ist, der menschliche Körper kann nicht immer perfekt funktionieren. Verkühlung, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Erschöpfung – all das ist ganz normal zwischendurch. Klar, manchmal ist es trotzdem möglich, in die Arbeit zu gehen. Aber wenn du dich wirklich schlapp fühlst, Fieber hast, zu wenig Luft bekommst oder womöglich sogar erbrechen musst, dann bleib zu Hause. Du wirst schneller fit, wenn du dir Ruhe gönnst und vielleicht gleich noch etwas Schlaf nachholst. Und deine Kollegen werden es dir auch danken, wenn du sie nicht ansteckst.

10

Lass die Finger von Süßstoffen.
Das heißt jetzt nicht, dass du keine Cola mehr trinken darfst. Aber greif zur ganz normalen Variante und genieß sie. Denn Süßstoffe sind alles andere als unbedenklich. Studien haben festgestellt, dass sie die Zusammensetzung der Bakterienflora im Darm verändern – und nicht zum Guten. Die Veränderung führt nämlich zu erhöhten Blutzuckerwerten, dadurch isst man bis zu 500 Kalorien täglich mehr, was auf Dauer zwangsläufig zu Übergewicht führt. All das macht uns anfälliger für Krankheiten und lässt uns älter aussehen. Also wenn schon süß, dann richtig. Aber bitte mit Maß und Ziel.

11

Zahl lieber bar als mit Karte.
Sicher, Bankomat- und Kreditkarten sind superpraktisch. Aber langfristig tut uns ihr exzessiver Gebrauch nicht gut. Tatsache ist, dass wir mehr Geld ausgeben, wenn wir online einkaufen oder mit Kreditkarte bezahlen. Denn im Gegensatz zu Geld, das eine endliche Ressource ist, können wir unseren Kreditrahmen relativ lang belasten – durchaus auch mit bösem Erwachen irgendwann. Außerdem empfinden Menschen, die ihre Einkäufe bar bezahlt haben, eine größere Zufriedenheit als wenn sie die Karte gezückt haben. Bar bezahlte Dienstleistungen werden offensichtlich höher wertgeschätzt und deshalb auch länger genutzt. Und die Impulsivität scheint bei Kartenzahlung größer zu sein, die Hemmschwelle niedriger. Aber nicht im positiven Sinn. Denn Studien zeigen, dass man mit Kreditkarte bis zu 40 Prozent mehr ungesunde Lebensmittel einkauft. Also greif lieber wieder zu den Scheinen als zum Plastik.

Thema: Anti-Aging