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Wir haben Anti-Aging-Yoga getestet und zeigen euch 3 verjüngernde Übungen

Jünger mit Yoga? Unsere Redakteurin macht den Selbstversuch und hat für euch drei effektive Übungen von Trainerin Doris Kemptner mitgenommen.

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Wir haben Anti-Aging-Yoga getestet und zeigen euch 3 verjüngernde Übungen
© Daniel Urstöger

Mein Tipp, wenn die Motivation gleich null ist und man aber Sport machen sollte: ein Kurs im Fitnessstudio. Man muss sich zwar überwinden, um es erst einmal ins Gym zu schaffen, sich umzuziehen und sich schließlich in den Trainingsraum zu schleppen. Aaaaaber wenn die Einheit erst einmal beginnt, ist man vorn dabei. Und dann hockt man da im Vierfüßlerstand, atmet tief ein, atmet noch tiefer aus, streckt dabei die Zunge raus, reißt die Augen auf und brüllt dabei wie ein tollwütiges Tier. „Löwe“ nennt sich die Übung, die wir im „Anti-Aging Yoga“-Kurs gleich zu Beginn machen. Ziemlich gewöhnungsbedürftig, aber was tut man nicht alles, um jung zu bleiben!?

„Anti-Aging“ war’s übrigens auch, das mich davon überzeugt hat, diese Sporteinheit zu besuchen. „Es ist eine Abfolge von Yogaübungen, die einen besonders verjüngenden Effekt auf Körper, Seele und Geist haben. Zudem gibt es immer eine längere Endentspannung, um den Körper wieder zu erfrischen. Natürliche, ätherische Öle und die Vibrationen aus der Klangschale runden jede Einheit ab“, erklärt John Harris-Trainerin Doris Kemptner.

Fotos von Daniel Urstöger / du-fotografiert.at


Und mir drängt sich sofort eine Frage auf: Um wie viel jünger werde ich diese Session verlassen? Um möglichst viele Jahre herauszuschinden, muss ich mich jetzt jedenfalls erst einmal auf meine Atmung konzentrieren. Denn: „Anti-Aging-Yoga verjüngt schon allein deshalb, da man immer wieder dazu angeregt wird, tiefer und bewusster zu atmen, als man es im Alltag tut“, weiß die Yoga-Expertin. Pro Tag holen wir etwa 26.000 Mal Luft. So nutzen wir aber nur bis zu 40 Prozent unserer Lungenkapazität. Dabei würde uns mehr Sauerstoff gut tun: „Wer richtig atmet, beruhigt das Nervensystem. Das wiederum verjüngt, verhilft zu einer pralleren Haut und einer besseren Ausstrahlung.“

Fehlen jetzt nur noch die Übungen, die dabei helfen, den Alterungsprozess zu verlangsamen. Für euch hat Doris Kemptner die drei wichtigsten zusammengefasst. Aber davor gibt’s noch schnell das Fazit meiner Premiere in Sachen Anti-Aging Yoga: entspannend und extrem wohltuend – auch wenn ich nach der Einheit ziemlich gleich ausschaue wie davor. Wobei … Eine Spur relaxter sehe ich schon aus, definitiv. So, jetzt aber zu den Übungen! Wir werden immerhin nicht jünger! ;-)

Anti-Aging-Yoga-Übung 1: Savangasana

Benefits: Der Schulterstand ist eine klassische Umkehrstellung. Das Herz befindet sich über dem Kopf. Es ist wichtig, den Schulterstand langsam und sorgfältig aufzubauen. Im Anti-Aging-Yoga wird er mindestens drei Minuten am Stück gehalten. Durch die hormonelle Anregung der Schilddrüse verhilft der Schulterstand zu einer jugendlicheren Figur und glatter Haut. Die Übung entlastet außerdem die Beinvenen und die Lendenwirbelsäule, dadurch können Krampfadern verhindert werden. Die Schilddrüse wird durch die gesteigerte Durchblutung harmonisiert und Hormonstörungen können so ausgeglichen werden. Die bessere Blutversorgung des Gehirns wirkt sich sehr positiv auf die geistige Funktion aus.

Durchführung: Man liegt mit geschlossenen Beinen auf dem Rücken. Mit der Ausatmung hebt man die Beine und das Becken an, das Gesäß hebt sich vom Boden ab und der untere Rücken wird fest mit beiden Händen abgestützt. Danach werden die Hände weiter in Richtung der Schulterblätter gebracht und die Beine Richtung Decke gestreckt. Rücken, Hüfte und Beine sollten eine Linie bilden, es ist jedoch kein Gewicht auf dem Nacken. Das Körpergewicht rastet auf den Schultern.

Anti-Aging-Yoga-Übung 2: Matsyasana

Benefits: Matsyasana, der Fisch, bringt Körper und Geist auf Trab und kräftigt die Wirbelsäule. Der Energiefluss wird angeregt, wodurch man sich frischer und ausgeruhter fühlt. Zudem werden die Nieren und die Schilddrüsenfunktion angeregt und die Lungen gekräftigt. Diese Übung hilft dabei, das Herz zu öffnen, emotionale Spannungen zu lösen und lässt Gefühle von Freiheit, Offenheit und Freude entstehen.

Durchführung: Wie in der vorherigen Übung liegt man auf dem Rücken und schließt die Beine. Die Handflächen werden unter das Gesäß geschoben, sodass sich beide Daumen beinahe berühren. Man atmet tief ein und mit der nächsten Ausatmung hebt man den Brustkorb an, um mit Hilfe der Ellenbogen die Krone des Kopfes auf die Matte zu legen. Ellenbogen und Unterarme sowie die Hüfte bleiben dabei auf dem Boden.

Anti-Aging-Yoga-Übung 3: Die Brücke

Benefits: Wie der Schulterstand ist die Brücke eine Übung, die die Funktion der Schilddrüse und den Metabolismus im ganzen Körper normalisiert. Die Wirbelsäule wird oder bleibt flexibel.

Durchführung: Ausgangslage ist die Rückenlage. Man beugt die Knie und stellt beide Füße hüftbreit auseinander auf die Matte auf und atmet tief ein. Mit der Ausatmung hebt man die Hüfte und den Rücken an, die Schultern bleiben auf der Matte. Die Hände können den Rücken unterstützen. Das Gesäß bleibt entspannt. Sollte man noch höher kommen wollen, kann man die Fersen von der Matte abheben.

Themen: Yoga, Fitness