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Daran erkennst du, dass du verliebt bist

Ein amerikanisches Psychologen-Team hat in einer neuen Studie herausgefunden, warum bei manchen monogame Beziehungen funktionieren - und bei manchen nicht.

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Daran erkennst du, dass du verliebt bist - Downgrading

Wenn du verliebt bist...

© istockphoto.com

Drei Psychologen der New York University kamen in einer neuen Studie zu dem Ergebnis, dass treue Paare an einer Wahrnehmungsstörung leiden. Hier kommt die bekannte "rosarote Brille" ins Spiel, indem die Attraktivität des aktuellen Partners überschätzt und die Attraktivität möglicher potenzieller Partner unterschätzt wird. Die Wissenschaftler bezeichnen diese Wahrnehmungsstörung bei Konkurrenten als "Downgrading". So wird nicht nur die Optik, sondern auch die Persönlichkeit attraktiver Mitbewerber herabgestuft.

Oxytocin hält uns zusammen

"Das Herabstufen von anderen potentiellen Partnern hat einen evolutionären Sinn", erklärt der Psychologe Viren Swami. Wenn wir verliebt sind, wird in unserem Gehirn das Hormon Oxytocin freigesetzt - auch "Liebeshormon" genannt. Schon in vorhergehenden Studien konnte man feststellen, dass Oxytocin dazu führt, dass Partner treu bleiben. Hierfür wurde Männern das Hormon gespritzt und man konnte feststellen, dass sie andere Frauen plötzlich als weniger attraktiv einstuften.

In der aktuellen Studie, funktionierte das "Downgrading" möglicher Konkurrenten vor allem bei jenen Personen, die gerade in einer glücklichen Beziehung sind.

Wieso gehen manche Menschen trotzdem fremd?

Abgesehen von Beziehungen, die schlecht laufen oder Menschen, die aus Ego-Gründen fremdgehen, sehnen sich auch Personen in eigentlich glücklichen Beziehungen irgendwann wieder nach dem Gefühl Schmetterlinge im Bauch zu haben. Das Oxytocin ist nicht mehr so stark wie am Anfang. Ein natürlicher Vorgang, der dazu führt, dass wir uns nach anderen potentiellen Partnern umsehen. Dagegen kann man wenig machen, außer an der Partnerschaft zu arbeiten, indem man die Liebe wieder aufleben lässt.

Bei Sex entsteht Treuehormon

Wie oft haben glückliche Paare Sex?

Findet man andere Männer oder Frauen nicht so attraktiv, wie den derzeitigen Partner, kann man also davon ausgehen, dass man verliebt ist. Sobald man merkt, dass einem auch andere potentielle Partner gut gefallen, ist dies aber kein Grund zur Besorgnis: Ein hormoneller Vorgang, der nicht gleich das Ende der Beziehung bedeuten muss. Monogamie ist möglich - man muss sich aber bewusst dafür entscheiden.

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