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Apfelessig: Was kann der Beauty-Drink wirklich?

Wenn es um Apfelessig geht, folgen sofort Beauty-Buzzwords: Gewichtsverlust, klarer Teint, glänzendes Haar. Aber was bewirkt Apfelessig wirklich?

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Apfelessig: Was kann der Beauty-Drink wirklich?
© Instagram

Wir finden ja den Hype, den Apfelessig in der Wellness- und Beauty-Welt neuerdings erlebt, prinzipiell großartig. Es ist ein Produkt, das nicht teuer ist, das jeder zuhause hat – und das sich mehrfach, nämlich nicht nur für das Salat-Dressing, sondern auch für die Schönheitspflege verwenden lässt.

Auch Jennifer Aniston, einer der Hollywood-Stars, der scheinbar nie altert, gab neulich in einem Interview über seine Beauty-Rituale zu Protokoll: "Ich trinke jeden Morgen ein Glas Apfelessig, um meine Verdauung anzukurbeln und den Hunger zu stillen."

Na wunderbar. Aber ehe wir uns jeden Morgen ein Gläschen sauren Essig hinter die Kiemen kippen, wollen wir doch erst einen genaueren Check machen. Hält Apfelessig, was er verspricht?

Wie gesund ist Apfelessig wirklich?

Zunächst mal: Wer sich zu einer Apfelessig-Kur entschließt, darf nicht auf den einfachen Tafelessig zurückgreifen. Nur Apfelessig, der die Prädikate "rein biologisch gewonnen" oder "naturvergoren" trägt, ist wirklich hochwertig. Besonders viele gesunde Stoffe sind übrigens in naturtrüben Apfelessig-Sorten zu finden! Teuer wird die Sache dadurch aber auch nicht. 750ml guten Apfelessig erhältst du im Bioladen oder Reformhaus schon zum Preis von zwei bis vier Euro.

Apfelessig bekämpft Darmbakterien

Deine Verdauung ist durcheinander, du leidest unter Magenschmerzen, Krämpfen, Völlegefühl oder Blähungen? Die Säure des Apfelessigs kann schädliche Darm-Bakterien bekämpfen und vorbeugend gegen Erreger und Keime im Darm wirken. Auch bei Blasenentzündungen wirkt Apfelessig antibakteriell. Eine sechs- bis achtwöchige Apfelessig-Kur reguliert die Darmflora und wirkt gegen Keime!

Apfelessig Rezept: So trinke ich die Säure

Wenn du vor dem Schlafengehen 2 EL Apfelessig, aufgelöst in einem Glas warmen Wasser trinkst, wird der Appetit gebremst und du wirst nicht mehr von nächtlichen Heißhunger-Attacken heimgesucht. Bei Blasenentzündungen oder Magenbeschwerden hilft es, wenn du 3x täglich 2 EL Apfelessig, aufgelöst in 200ml warmen Wasser, trinkst. Diese Mischung kannst du auch in kleinen Schlucken nur vor dem Frühstück trinken, um deine Verdauung anzukurbeln und zu sättigen.

Apfelessig als Gesichtswasser

Apfelessig hat noch einen weiteren Vorteil. Er hilft, den natürlich pH-Wert der Haut auszugleichen - zerstört aber nicht ihren Säureschutzmantel (im Gegensatz zu einigen Tonern, die die Haut langfristig austrocknen). Das optimale Mischverhältnis beträgt 1 Teil Essig und 2 Teile Wasser. Dann einen Wattebausch tränken und mehrmals über das Gesicht fahren.

Apfelessig als Haarspülung

Schon meine Mutter hat darauf geschworen: 1/2 EL Apfelessig mit einer Tasse kaltem Wasser mischen und das Haar nach dem Waschen damit spülen. Die Kopfhaut wird durch die Säure belebt, Styling-Produkte und Schmutz gründlich entfernt. Das Haar glänzt wieder schön. Dazu enthält Apfelessig neben der Essigsäure Pektine. Die Pflanzenstoffe sorgen für eine stärkere Feuchtigkeitsaufnahme in der Kopfhaut und den Haarzellen. Natürlich ist der Duft erst etwas abschreckend und gewöhnungsbedürftig! Er verfliegt aber, wenn du das Haar gründlich mit Wasser nachspülst.

Apfelessig gegen Akne

Apfelessig wirkt antibakteriell – und damit auch gegen akute Pickel. Mit einem Wattestäbchen vor dem Schlafengehen etwas reinen Apfelessig auf den Pickel auftragen. Die Abheilung beginnt!

Apfelessig für weißere Zähne

1 EL Apfelessig und 1 EL Backpulver zu einer Paste vermengen und damit dei Zähne gründlich bürsten. Die Zähne sind zwar nicht weiß wie nach einem Bleaching, aber der Gelbstich wird verringert und Kaffeeflecken bleichen aus.

Apfelessig für weichere Haut

Deine Haut ist vom Sommer noch trocken und schuppig? Dann solltest du sie bei einem Vollbad wieder regenerieren. Unsere Haut ist nämlich von einem dünnen Film, dem Säureschutzmantel, umgeben. Er hat einen pH-Wert um 5,5 und ist also leicht sauer. Das hält Bakterien weitgehend fern, weil sie saure Milieus meiden. Zu viel Seife, Schaumbäder oder aggressive Shampoos trocknen diesen Schutzmantel aus. Er wird spröde, Bakterien können sich leichter ansiedeln. Apfelessig gibt unserer Haut die natürliche Säure zurück. Probiere es mit einem Essig-Zitronen-Bad. Es reinigt und erfrischt. Übergieße drei klein geschnittene Zitronen in einer Porzellan-Schüssel mit einem halben Liter Apfelessig. Lasse die Zitronen zwei bis drei Stunden auslaugen. Seihe anschließend ab und gießen die Flüssigkeit ins Badewasser.

Apfelessig gegen Schweißfüße

Fußpilz oder Schweißfüße können mithilfe von Apfelessig ebenfalls bekämpft werden. Für ein Fußbad mischt man ihn im Verhältnis 1:5 mit warmem Wasser und lässt die Füße 10 bis 15 Minuten einweichen.

Thema: Ernährung