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App gegen Gewalt an Frauen

Die fem:Help-App des Frauenministeriums soll Frauen, die sich in einer Notsituation befinden, künftig unterstützen. Was sich Gabriele Heinisch-Hosek, SP-Frauenministerin davon verspricht, hat sie WOMAN gesagt.

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App gegen Gewalt an Frauen
© Thinkstock

In Österreich ist jede fünfte Frau in der Ehe von Gewalt betroffen. Oft in ausweglosen Situationen gefangen, finanziell oder psychisch abhängig vom Partner. Angst vor noch mehr Gewalt, Sorge um die Kinder und die Hoffnung, es wird schon wieder besser werden sind häufige Gründe, warum Frauen nicht den Schritt zur Trennung wagen. Genauso wie die Fragen: Wohin wende ich mich am besten? Wer hört mir am Telefon zu und berät mich im Notfall? Welche Beweise sind später vor Gericht brauchbar? All das beantwortet die jetzt verfügbare fem:Help-App des Frauenministeriums. Was sich Gabriele Heinisch-Hosek, SP-Frauenministerin davon verspricht, hat sie uns im Interview gesagt.

WOMAN: Was alles an Info wird man in der App finden können?

Heinisch-Hosek: Hilfe im Notfall, also alle Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen und Gewaltschutzzentren; einen Fragebogen zur Dokumentation von Gewalterlebnissen, denn es ist enorm wichtig, das Erlebte festzuhalten. Und umfassende Infos zu den unterschiedlichen Formen von Gewalt.

WOMAN: Das Innovativste an der App ...

Heinisch-Hosek: Sie führt dich zur Beratungseinrichtung in deiner Nähe, ist gleichzeitig Taschenlampe im Dunkeln und ermöglicht PIN-geschütze Erstellung und Sicherung von Beweismaterial nach Gewalterlebnissen.

WOMAN: Mit wie vielen Zgriffen wird pro Monat gerechnet?

Heinisch-Hosek: Da will ich mich nicht festlegen – jedes Mal, wenn die App einer Frau hilft, aus einer Gewaltsituation auszubrechen, dann ist das ein Erfolg.

WOMAN: Was soll die App bewirken?

Heinisch-Hosek: Dass sie möglichst viele Frauen, die von Gewalt betroffen sind, herunterladen und für sich nützen. Die App soll ein Hilfsinstrument sein, damit Frauen aktiv werden, sich wehren und an Hilfseinrichtungen wenden. Denn Frauen in Österreich sollen ein selbstbestimmtes Leben führen können, ein Leben, so wie sie es wollen – frei von jeglicher Art von Gewalt.

Dieses Video erklärt die Funktionen der neuen fem:Help-App.

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