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Wie die App "KAMA" alte Menschen aus der Einsamkeit holen will

Wir leben heute in einer digitalen Smartphone-Welt, zu der deine Oma keinen Zugang mehr hat. Sie weiß nicht genau, was eine App ist. Aber mit KAMA soll sie sich weniger einsam und mehr verbunden mit ihrer Familie fühlen!

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Kama
© Irene Sandved Lunde für KAMA

Altern wird heute vollkommen neu definiert. Sätze wie „70 ist das neue 50“ kennt man ja schon. Und daher haben die Köpfe hinter KAMA ihre Nasen tief in das komplexe Thema Altern und gesellschaftlicher Wandel gesteckt. Weil dieses Thema in den kommenden Jahrzehnten noch relevanter werden wird. Wesentlich relevanter.

Die Erkenntnisse, die daraus gewonnen wurden, landeten in einem Software- als auch Hardware-Produkt in Hommage an zwei ältere Damen, die Großmütter Kamilla und Marit, und wurde KAMA genannt. Beide Großmütter hatten Schlaganfälle, die zur Folge hatten, dass eine Kommunikation via Telefon nicht mehr möglich war. Weil die Distanz zu den Omas einen regelmäßigen Besuch nicht erlaubte, und Whatsapp und Facebook älteren Menschen meist zu kompliziert erscheinen, beschlossen sie, ein Produkt zu entwickeln, das auf die Bedürfnisse von nicht-digitalen Familienmitgliedern maßgeschneidert ist.

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Es sollte sehr einfach zu bedienen, leicht zu verstehen und selbsterklärend sein. Die Kama-App kann Fotos und Videos übermitteln und diese Erinnerungen so archivieren, dass Oma sie schnell wiederfindet. Darüber hinaus gibt es eine Feedback-Funktion, die mittels Symbolen und Audio passiert. So muss die Antwort nicht eingetippt werden, was für viele ältere Personen ein großes Problem darstellt. Und außerdem verbleibt so die Audio-Nachricht von Oma, die vielleicht das Rezept für ihren legendären Apfelstrudel ansagt oder einen Schwank aus ihrem Leben erzählt, der Nachwelt erhalten.

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Da der Wunsch nach Kontakt mit der Familie an erster Stelle steht, wenn Menschen älter werden, nehmen die sozialen Kontakte zur Umgebung ab. Durch der Furcht vor „dem Unbekannten" bei digitalen Geräten, isolieren sich ältere Menschen aber auch in der Familie und werden einsam. Wir leben in einer Welt, in der Kommunikation in der jüngeren Generation fast nur noch digital stattfindet. Diese Lücke will man mit KAMA schließen.

Das Herzstück von KAMA ist daher eine großmutterfreundliche App. Sie lernt jeden Tag dazu und schlägt vor, wie in der Familie Neues, Altes, Schönes und Liebenswertes mitgeteilt und bewahrt werden kann: Technik von morgen für die Geschichten von gestern.

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Aber KAMA ist nicht nur eine App, sondern ein Erinnerungsalbum zum Anfassen. Darin ist nicht nur Platz für Videos, Tonaufnahmen oder Digitales, ebenso für Fotos, Briefe, Kinderzeichnungen und mehr. Wenn sich beide Welten verbinden lassen, nimmt das Vertraute die Angst vor dem Neuen.

Mehr dazu findest du auf mykamabook.com. Ab April 2018 gibt es die KAMA-App im App Store und Google Play Store. Und im ersten Schritt über eine Kickstarter–Kampagne mit 40% Erstbucher-Rabatt.

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Thema: Apps

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