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Arbeitstypen: Wie arbeitest du am besten?

Deadline-Junkie, Pragmatikerin oder doch To-Do-Listen-Fetischistin? Welcher Arbeitstyp bist du? Finde heraus, wie du am besten arbeitest und bringe mehr Produktivität in dein Team!

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Arbeitstypen: Wie arbeitest du am besten?
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Spätestens bei Berufseinstieg wird klar: Jeder Mensch ist anders - und arbeitet dementsprechend unterschiedlich. Das ist auch gut so. Aber mal unter uns - manche Arbeitsweisen der Kollegen sind uns dann doch sympathischer als andere; meistens, weil sie der unseren ähneln. Da sitzt man nun aber tagtäglich in einem Büro mit Leuten, die kreativer, penibler, viel chaotischer oder auch weniger flexibel sind als man selbst. Während die Einen träumen und Ideen spinnen, sehen Andere Zahlen und harte Fakten. Manchmal ist es zum Haare raufen, manchmal tritt auch einfach nur Resignation ein.

Mit der Zeit lernt man zwar, sich und seine Arbeitsweise anzupassen, oft kann man aber einfach beim besten Willen nicht verstehen, warum dies und jenes gerade nicht ganz anders gehandhabt wird und wünscht sich im Stillen, dass die Kollegen etwas mehr so arbeiten würden wie man selbst.

Die eigenen Stärken und Schwächen erkennen

Dabei liegt es eigentlich auf der Hand, dass ein Team am besten funktioniert, wenn es heterogen ist und von diversen Lösungsansätzen profitiert werden kann. In der Psychologie spricht man dabei von den sogenannten Antitypen . Antitypen, also Menschen, die völlig anders arbeiten als wir selbst, bringen uns in unserer Entwicklung am meisten voran. Denn von ihren konträren Denk- und Arbeitsweisen können wir profitieren: So könnte man sich als akribische Planerin ruhig mal eine Scheibe von der kreativen Träumerin abschneiden und zur Abwechslung einfach mal drauflos arbeiten und darauf vertrauen, auch mit einem groben Plan erfolgreich zu sein.

Wir stellen dir hier deshalb verschieden Arbeitstypen und -weisen vor. Vielleicht erkennst du dich ja in dem einen oder anderen Absatz wieder, oder musst an deinen "liebsten" Kollegen denken. Ein kleines bisschen Reflektion kann nämlich durchaus helfen, die eigenen Arbeitsweisen zu erkennen und die jeweiligen Stärken und Schwächen herauszufiltern. Vor allem aber bringt man so auch wieder mehr Verständnis für die Kollegen auf. So weißt du in Zukunft genau, wer dir bei einer neuen Aufgabe am besten behilflich sein und wem du selbst mit deinem Input das nächste Mal etwas unter die Hände greifen könntest!

#1: Die akribische Planerin

Der ganze Tag ist bis ins letzte Detail durchgeplant und der Slot für die nächste Toilettenpause schon morgens um 08:00 fix im Notizbuch eingetragen. Der Planungsfetischist lebt nach dem Motto: Ohne Plan, ohne mich! Was natürlich heißt, dass beim Planer selbst im größten Stress nichts Wichtiges untergeht. Alles ist auf digitalen To-Do-Listen und analogen Post-Its notiert und gespeichert. Planung und Sicherheit gibt das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. Beeindruckend? Mit Sicherheit. Aber nur solange, bis das selbst gebaute Sicherheitsnetz ins Wanken gerät. Mit Unvorhergesehenem kann der Großteil der Planer nämlich nur schlecht umgehen - sie werden angespannt und unsicher. Wenn darauf geachtet wird, bei all der starren Planung nicht unflexibel zu werden und sich ab und an ein bisschen etwas vom nächsten Arbeitstypen abzuschauen, steht dem Organisationstalent des Büros nichts im Weg.

#2: Das Chaos-Genie

Ganz anders tickt das Chaos-Genie: To-Do-Listen sind ein Fremdwort und Notizen werden - wenn überhaupt - auf den nächstbesten Schmierzettel geschrieben. Kurz gesagt: Die Planung kommt bei diesem Arbeitstypen oft ein wenig zu kurz und die Dinge können schnell aus dem Ruder laufen. Das ist nicht nur für den Chaotiker selbst, sondern auch für alle Beteiligten anstrengend. Wenn dann noch eine wichtige Deadline vergessen wird, werden im schlimmsten Fall die Kollegen mit in den Schlamassel gezogen und der Ärger ist groß. Aber wie heißt es so schön: Das Genie beherrscht das Chaos! Chaotiker sind (notgedrungen) meist flexibel und kreativ in ihrer Arbeitsweise und können so gut auf Unvorhergesehenes reagieren und kommen schnell mit einem Plan B, der dem Planer oft fehlt.

#3: Der minimalistische Deadline-Junkie

Minimaler Aufwand, maximale Leistung. Der Deadline-Junkie ist ein Minimalist wie er im Buche steht. Wenn es schnell gehen muss, wendet man sich am besten an ihn! Detailverliebte, langwierige Arbeiten sind hingegen nicht unbedingt sein Ding. Es wird erledigt, was erledigt werden muss - im Bestfall unter genügend Zeitdruck, denn erst dann blüht der Deadline-Jäger richtig auf.

#4: Die Perfektionistin

Immer 100 Prozent! Eine andere Option gibt es für den Perfektionisten im Büro nicht. Verlässliches und akkurates Arbeiten versteht sich von selbst - auch wenn es für die jeweilige Aufgabe vielleicht gar nicht von Nöten wäre. Und das ist gleichzeitig das Problem an der Sache: "Gut" oder "okay" kommt in seinem Wortschatz gar nicht. In seiner Welt gibt es nur Perfektion, egal ob sie für das Ergebnis unwichtig ist oder nicht. Dabei wird die Zeit gern außer Augen gelassen. Ein wenig mehr Minimalismus würde da manchmal ganz gut anhaften, da das optimale Arbeitsergebnis immer eine Balance aus "Zeit" und "Qualität" ist.

#5: Die Anpackerin

Neue Projekte, Veränderung im Berufsalltag: die Schönheit einer noch unbekannten Sache fasziniert den Anpacker. Wie ein neugieriges Kind und ohne Rücksicht auf Verluste wird sich auf neue Aufgaben gestürzt - mit Feuereifer und voller Leidenschaft. Nicht ganz so schillernde Alltagspflichten und das Tagesgeschäft bleiben dabei aber gern auf der Strecke oder werden bis ins Unendliche aufgeschoben. In der richtigen Dosis reißt der überschäumende Elan aber alle Teammitglieder mit und bringt Motivation und Schwung ins Büro.

#6: Die zögernde Pragmatikerin

Veränderungen lösen bei der Pragmatikerin hingegen so gar keine Freudenstürme aus. Sie lässt sich zwar durch nicht aus der Ruhe bringen, kreativen Träumereien steht sie aber skeptisch gegenüber. Für sie zählt nur eins: Was hat Priorität und was ist wirklich umsetzbar? Gleichzeitig werden komplexe Aufgaben systematisch und sachlich gelöst. Während der Anpacker vor Problemen, die eventuell gar nicht relevant sind, lieber mal die Augen verschließt. kann es passieren, dass sich der Pragmatiker zu kritisch und analytisch mit der Sache beschäftigt und dabei unnötig lange mit der Problemquelle aufhält.

Thema: Job-Chance

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