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Was ein Top-Designer wirklich über Mode denkt…

Gut – Besser – Arthur Arbesser: Der Designer (36) ist der Aufsteiger in der Modeszene. Und wir sind megastolz auf „unseren“ Austro-Export. Im Frühjahr präsentierte der Kreativchef die dritte Kollektion für die italienische Traditionsmarke Fay. Uns hat der gebürtige Wiener verraten, auf welche drei Fashion-Teile er nicht verzichten kann und was sein größter Fauxpas war...

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Was ein Top-Designer wirklich über Mode denkt…
© 2018 Getty Images

Kellnern muss er jetzt nicht mehr gehen. Damit hat Arthur Arbesser sein erstes Geld verdient, und auch während seinem vierjährigen Modedesign-Studium in London jobbte er im Service. Seitdem hat der Wiener eine steile Karriere hingelegt: Sieben Jahre lang arbeitete er für Giorgio Armani, 2012 machte er sich in Mailand selbstständig („Meine größte Mutprobe!“) und seit September 2017 ist er Kreativchef der italienischen Modemarke Fay.

Sein Antrieb: „Weiter frischen Wind und Energie hinein zu bringen, und neue, junge Fans zur Marke dazuzugewinnen. Ich möchte moderne Zeitlosigkeit repräsentieren. Mir geht es bei Fay darum, einen modernen Wardrobe aufzubauen, der für das echte Leben zugeschnitten ist. Smart sowie geschmackvoll, und trotzdem den existierenden, sehr treuen, Fay-Kunden nicht abschreckt.“ Das nächste Ziel ist der asiatische Markt: „Der asiatische Markt ist noch hungriger nach Neuem, besonders auf Qualität, made in Italy.“ Wir haben das Mode-Mastermind zu überbewerte Trends, Luxus und Vorurteile rund um die Fashionszene befragt …

Welches Modeteil wird überbewertet?
Für mich – die Handtasche. Aber vielleicht verstehe ich als Mann die Handtasche einfach (noch) nicht?

Was war Ihr größter Fashion-Fauxpas?
Mit 13 habe ich mir die Haare leuchtorange gefärbt, nachdem ich "Das fünfte Element" mit Milla Jovovich gesehen hatte.

Sie arbeiten in Mailand bei Fay. Was können sich die Österreicher von den Italienern abschauen?
Eine gewisse Leichtigkeit, mit der man oft besser durch den Alltag kommt.

Was ist das Schönste an Ihnen?
Dass ich immer ich selber bin.

Auf welche persönliche Leistung sind Sie stolz?
Alle sechs Monate, nach jeder Show, bin ich stolz auf unsere geleistete Arbeit.

Was unterscheidet die Arbeit an Ihrer eigenen Kollektion von jener an Fay?
Bei meiner eigenen Kollektion bin ich völlig frei und realisiere meine ganz persönliche Vorstellung für die nächste Saison. Fay hingegen ist eine große Marke. Ich habe einen Boss, es gibt einen genauen Kollektions-Plan. Ich muss also gewisse Regeln einhalten und respektieren. Und das ist auch gut so.

Was sollte 2019 jeder im Kleiderschrank haben?
Wer sie noch nicht hat: eine klassische „4 Ganci“-Jacke (vier Haken) von Fay.

Welchen Satz sagen Sie in Ihrem Job am häufigsten?
Wird schon.

Und was ist das größte Vorurteil rund um Ihren Beruf?
Dass wir in der Mode nur Party machen ...

Was ist Ihr größter Luxus?
Schlafen.

Kreativchef einer Luxusmarke zu sein, klingt glamourös. Was macht den größten Teil Ihrer Arbeit aus?
Zugfahren! (lacht) Die Fabrik liegt circa 40 Minuten südlich von Ancona, und das ist wiederum vier Stunden von Mailand entfernt. Dafür sind dort das Meer, köstliches Essen und extrem nette Menschen.

Was hat Sie zuletzt berührt?
Die vielen Umarmungen nach unserer Modenschau.

Welches Lied bereitet Ihnen gute Laune?
„Du hast den Farbfilm vergessen“ von Nina Hagen.

Womit kann man Ihr Herz erobern?
Mit Pecorino (italienischer Käse, Anm.) und Humor.

Wann sind Sie mit einem Kleidungsstück zufrieden?
Wenn es sich im echten Leben bewährt.

Wenn Sie nur noch drei Fashion-Teile tragen dürften: Welche würden Sie wählen?
Klassische schwarze Dr. Martens, Jeans, weißes T-Shirt.

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