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ArtNight: In jedem von uns steckt ein Künstler!

Bei einer ArtNight wird zusammen gemalt, dabei ein bisschen getrunken, getratscht, gelacht und viele neue, spannende Menschen kennengelernt. Wir haben uns mit der Gründerin des Kunstworkshops zum Interview getroffen und sie über ihr Konzept, Kunst und Frauen in der Kunstszene ausgefragt!


ArtNight: In jedem von uns steckt ein Künstler!

Kreativ sein und Menschen kennenlernen!

© artnight.de

Wer erinnert sich noch daran, wie man in der Schulzeit im Kunstunterricht vollkommen entspannen, die Sorgen der Matheklausur hinter sich lassen und sich einfach voll und ganz der leeren Leinwand vor sich widmen konnte? Dabei wurde mit der oder dem Sitznachbarn getratscht und gekichert, gegessen und getrunken. Der Kunstunterricht war das einzige Fach, in dem wir so richtig frei sein konnten. Genau eine solche gemütliche und sorgenfreie Atmosphäre möchte ArtNight seinen Gästen bieten. Man soll den Künstler in sich wecken, Spaß haben, essen und trinken und dabei neue Menschen völlig ungezwungen kennenlernen.

Unter einem bestimmten Motto wird der Abend von einem Künstler in einer lokalen Bar oder Restaurant geleitet. Vorlagen, Materialien und Co. bekommt man vor Ort. Nur gute Laune und Spaßbereitschaft sollten selbst mitgebracht werden.

Nachdem ich selbst eine ArtNight in Wien besucht und mich danach so erholt gefühlt habe, wie nach einer Massage und einem Spa_Tag mit Sauna und Co., beschloss ich mich mit Aimie-Sarah Carstensen-Henze, Gründerin der ArtNight, zum Interview zu treffen, um mehr über das Konzept herauszufinden.

Was genau ist die ArtNight und wofür steht sie?

Aimie: ArtNight steht für Spaß, Geselligkeit und Kreativität. Während einer ArtNight schaffen unsere Gäste, unter Anleitung eines lokalen Künstlers, innerhalb von zwei bis drei Stunden ihr eigenes Kunstwerk auf Leinwand. Die ArtNights finden in verschiedenen Bars und Restaurants statt und bringen eine lockere Atmosphäre und die Möglichkeit andere kennenzulernen mit sich.

Wie bist du auf das Konzept gekommen?

Aimie: Mein Mitgründer David war in den USA und ist dort auf das Konzept „Social Painting“ gestoßen: mehrstündige Malworkshops in Bars und Restaurants unter Anleitung eines lokalen Künstlers. Als er zurück war hat er mir davon erzählt und ich war direkt begeistert. Wir haben angefangen in wenigen Workshops das Konzept von ArtNight in Berlin unter dem Namen „Nacht der Malerei“ zu testen. Nach einer positiven Validierung haben wir dann ArtNight gegründet.

Wie wählst du die Künstler aus, die eine ArtNight leiten?

Aimie: Die Künstler bewerben sich mit einem Video bei uns und durchlaufen einen mehrstufigen Bewerbungsprozess. Nach einigen Gesprächen und dem Besuch einer ArtNight, kann sich ein Künstler als ArtNight-Künstler bei uns ausbilden lassen und direkt durchstarten.

Ich stelle es mir für Erwachsene besonders schwierig vor, sich gehen zu lassen, weil sich selbst unter Druck setzen, ein Kunstwerk erschaffen zu müssen. Wie steht ihr dem gegenüber?

Aimie: Jeder Mensch ist kreativ. Wenn wir erwachsen werden, nutzen wir häufig unser kreatives Talent nicht mehr so häufig. Bei ArtNight geht es nicht darum, ein perfektes Kunstwerk zu schaffen, sondern Spaß zu haben, etwas Neues auszuprobieren und Erinnerungen mit nach Hause zu nehmen. Unsere Gäste sind zu Beginn immer etwas zurückhaltend, das legt sich aber nach einigen Minuten.

Kunst galt ja schon immer als etwas Besonderes und teils sogar Unnahbares und vielleicht ist das sogar der Reiz an Kunst. Wird Kunst durch euer Konzept nicht kommerzialisiert und für jeden zugänglich gemacht?

Aimie: Kunst ist ein weiter Begriff, kann und wird ganz verschieden interpretiert. Uns geht es darum, Spaß an Kreativität zu haben und den inneren Künstler in einem herauszulassen. Zudem erfreuen wir uns an einer großen Community an Künstlern, die sowohl mit ihrer Kunst Geld verdienen und sehr erfolgreich sind und auch ihr Talent, ihr Wissen und ihre Leidenschaft an andere Menschen weitergeben wollen. Und wenn wir uns die Gemälde unserer Gäste anschauen, sind wir überzeugt davon, dass im weitesten Sinne in jedem ein Künstler steckt!

Die Kunstszene ist noch immer eine Männerdomäne. Hattest du als Gründerin der ArtNight mit Problemen in der Kunstszene aufgrund deines Geschlechts zu kämpfen?

Aimie: Da ich schon einige Jahre in männerdominierten Branchen gearbeitet habe, war das für mich nichts Neues. Nachteile aufgrund meines Geschlechts oder Probleme habe ich nicht erfahren. Wir sind ein tolles gemischtes Team und haben eine große Leidenschaft für das was wir tun, das steht im Vordergrund - unabhängig jeglichen Geschlechts.

ArtNight Wien

Statement Collage, 19. Jänner, Live Tunnel Vienna
Neon Galaxy, 24. Jänner, TBA
Zebra, 25. Jänner, TBA
Paint like Picasso, 27. Jänner, TBA
"Es wird wild": Das exklusive Motiv aus die "Höhle der Löwen", 28. Jänner, Live Tunnel Vienna
Küstenlandschaft, 28. Jänner, TBA

Mehr Infos findet ihr auf: www.artnight.com

GEWINNSPIEL:
Wollt ihr auch mal eine ArtNight erleben? Auf unserer Facebook-Seite und auf Instagram verlosen wir Tickets zur ArtNight deiner Wahl!

Thema: Lokaltipps