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Plus-Size-Model Ashley Graham gibt es jetzt als Hologramm

Sie ist Plus-Size und zeigt ihren Signature-Walk überall in New York: Das Topmodel Ashley Graham gibt es jetzt als Hologramm - Science-Fiction und Bodypositivity treffen aufeinander!

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ashley graham hologramm
© instagram.com/ashleygraham

Die New York Times hat eine 3D-Version von Topmodel Ashley Graham erstellt, also eine Art Hologramm. Und dieses Hologramm kann man sich mit Hilfe der entsprechenden App an die Lieblingsorte des Models in New York projizieren. Klingt abgefahren und sehr nach Science-Fiction, doch steckt da mehr dahinter als nur eine coole Idee für ein Gadget. Denn wer Ashley Graham kennt, weiß, dass sie nicht den typischen Modelkörper hat. Tatsächlich zählt die Amerikanerin zu den erfolgreichsten Plus-Size-Models.

Und obwohl sie so erfolgreich ist, wird ihr Körper regelmäßig für die diversen Publikationen verändert und optimiert. Retusche, die von leichten Falten am Po bis in die Haarspitzen reicht, ist zwar nicht ungewöhnlich im Modebusiness, doch sie ist als Advokatin für Bodypositivity besonders genervt von den "Verbesserungen". Man solle ihren Körper so zeigen, wie er ist! Dafür ist die Amerikanerin schon oft eingestanden. Zuletzt etwa für eine Bademodenkampagne, in deren Rahmen komplett unretuschierte Fotos von ihr veröffentlicht worden waren. Und nicht nur von ihr: alle möglichen Frauen standen für die Kamapgne von SwimsuitsForAll vor der Linse.

Graham sieht ihren Körper als Organ der Repräsentation. Sprich: Indem sie weiterhin in der Modelbranche aktiv ist und dabei aber einfach "normal" aussieht, will sie, dass sich junge Mädchen und Frauen auch in ihrer Haut wohlfühlen können. Genau deshalb hat sie sich auch mit der New York Times zusammengetan. Denn wie sie in der App zu sehen ist, entspricht einfach der Wahrheit. Sie hat Rückenröllchen, sie hat einen großen Po und sie hat breite Oberarme, aber das ist okay so und soll nicht weggemogelt werden.

Im Interview mit dem Magazin spricht sie außerdem ein wichtiges Thema an. Und zwar, was mit all den Mädels ist, die weder in die klassische Modelgruppe fallen, noch in die Plus-Size-Kategorie. Die werden nämlich von der Modewelt weitestgehend ignoriert. Dabei sind das Frauen mit Größe 38, 40 oder 42. Also Leute wie du und ich! Daran muss auch gearbeitet werden, betont Graham. Doch es ist gut, dass Models im Jahr 2018 nicht nur heiße Körper und ein schönes Gesicht haben müssen, sondern, dass auch ihre Stimme gehört wird. So ebnet man Wege kommende Generation.