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Aufklärung statt „Greenwashing“

Worauf Konsumenten beim Einkauf Wert legen: Die Verpackung entscheidet zu rund einem Drittel, ob ein Produkt überhaupt gekauft wird.


Aufklärung statt „Greenwashing“
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In Kooperation mit www.theclickcap.com.

Verpackung kann ihren Zweck erfüllen, ohne umweltschädigend zu sein. Jedoch sind viele Endkonsumenten immer noch nicht ausreichend über die verschiedenen Verpackungsmaterialien aufgeklärt. Spannend: Ein Großteil jenes Aluminiums, dass in der Vergangenheit produziert wurde, ist heute immer noch im Umlauf. Überhaupt ist Aluminium sehr viel nachhaltiger als sein Ruf. Daneben sprechen die hohen Recyclingraten für das Material: In der EU wird Aluminium zu etwa 70 bis 75 % recycelt, Plastik dagegen nur bis zu 40 %. Getränkedosen erreichen Recyclingraten von 79 % in Österreich, in Deutschland sogar bis zu 99 %.

Obwohl die Konsumenten immer bewusster und aufmerksamer werden, was die Nachhaltigkeit einer Verpackung betrifft, mangelt es häufig an verständlichen Informationen und Alternativen. Die Verpackung entscheidet zu rund einem Drittel, ob ein Produkt überhaupt gekauft wird oder nicht, und ist somit eines der wichtigsten Kriterien für einen Kauf. Auch der Preis entscheidet: In einer globalen Studie von McKinsey vermeldeten 53 % der befragten Konsumenten zwar ein Interesse an Umweltschutz, waren jedoch nicht gewillt, ihre eigenen Kaufgewohnheiten zu verändern. 8 % davon könnten aus finanziellen Gründen nicht mehr für ein Produkt bezahlen, 13 % der Befragten wären zwar bereit, mehr für eine nachhaltige Verpackung zu zahlen, taten das jedoch nicht. Experten erklärten das mit der Angst der Konsumenten vor „Greenwashing“ und fehlenden Informationen über das Verpackungsmaterial. Unzureichende Informationen halten Konsumenten aber nicht davon ab, Kaufentscheidungen zu treffen: Deshalb könnte es passieren, dass selbst Menschen, die sehr viel Wert auf Umweltschutz legen, zu potenziell umweltschädigenden Verpackungen greifen, weil sie unzureichend aufgeklärt wurden. Aus diesem Grund ist es wichtig, mit Vorurteilen über Verpackungsmaterialien aufzuräumen.

Aluminium ist leicht, einfach zu formen, geschmacksneutral und erleichtert den Transport von Lebensmitteln. Eine sichere Verpackung hilft dabei, Lebensmittel länger frisch zu halten und somit Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Wer über die Nachhaltigkeit von Verpackung diskutiert, muss deshalb auch immer jene Kosten berücksichtigen, die zum Beispiel für die Entsorgung anfallen: „Qualitativ minderwertige Materialien sind schwieriger zu recyceln, bleiben aber beliebt, weil sie viel billiger sind“, weiß Christian Dotzauer, CEO des österreichischen Startups Top Cap Holding in Tirol. Das Startup arbeitet seit einiger Zeit an einer revolutionären Idee: dem „Click Cap“, einem Verschluss für Getränkedosen aus Aluminium. Dotzauer erklärt: „Bei der Ermittlung der tatsächlichen Kosten eines Materials sollten also nicht nur die Produktionskosten, sondern auch die Umweltkosten für die Entsorgung des Materials berücksichtigt werden.“ Aluminium kann also wahrlich nachhaltig sein, vorausgesetzt, es wird richtig recycelt.

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