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Warum wir immer VOR dem klingenden Wecker aufwachen

Selbst wenn man nicht jeden Tag zur gleichen Zeit aufsteht, kommt es immer wieder vor, dass wir aufwachen bevor der Wecker klingelt. Doch wie ist das möglich?

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Warum wacht man vor dem Wecker auf?

Als würde man spüren, dass er gleich klingelt...

© istockphoto.com

Wer kennt die Situation nicht: Man wacht auf und denkt sich: "Krass, in 2 Minuten klingelt der Wecker...". Dabei kann man den Wecker zu den absurdesten Zeiten stellen, wie etwa 4.15 Uhr, weil man früh zum Flughafen muss. Und trotzdem... kurz bevor der Wecker klingelt ist man putzmunter. Wie das sein kann? Wissenschaftler haben eine Erklärung dafür:

Unsere innere Uhr

Wir Menschen - aber auch Tiere - haben einen Schlaf-Wach-Rhythmus, auch circadianer Rhythmus genannt. Damit kann sich unser Organismus auf täglich wiederkehrende Phänomene einstellen, wie etwa schlafen, essen oder arbeiten. Diese innere Uhr macht uns zu einem Gewohnheitstier. Deswegen sind wir auch so fertig, wenn wir in eine andere Zeitzone reisen - der bekannt Jetlag. Unsere innere Uhr läuft in einem gewissen Alter fast synchron zur normalen Zeit ab, weshalb wir auch die Weckzeit immer abgespeichert haben.

Je nach Schlafdauer durchläuft unser Körper die verschiedenen Schlafphasen vier- bis sechsmal pro Nacht, wobei eine Schlafphase ca. 1,5 Stunden dauert. Die circadiane Uhr speichert sich die wichtigsten Eckpunkte ab und wird durch Tageslicht und Hormone beeinflusst. Deswegen sorgt der Jetlag auch für Verwirrung: Plötzlich geht die Sonne in New York 6 Stunden später auf.
Wer also kurz vor dem klingenden Wecker erwacht, der hat einen sehr guten Schlaf-Wach-Rhythmus.

Wenn die innere Uhr uns stresst

Sind wir nervös, gestresst oder angespannt, warten wir regelrecht drauf, dass der Wecker klingelt. Viele kennen das Phänomen vor Prüfung, die einen vor Nervosität ständig aufwachen lassen - aus Angst, dass wir den Wecker überhören. Wenn du nachts aufwachst und dich darüber ärgerst, dann setzt du mit deiner Reaktion nur noch mehr Stresshormone frei. Versuche dich zu beruhigen, erkenne, dass es nicht schlimm ist, aufzuwachen und denke daran, dass der Mensch sowieso ca. 30 Mal pro Nacht kurz aufwacht und fast immer wieder einschläft. Sag dir ruhig: "Ach, hier im Bett ist es kuschelig warm, mein Körper ist warm, meine Beine und Arme sind schwer, ich lasse mich in die Matratze sinken und schlafe wieder ein."

Achtung: Snoozen ist ungesund

Fast jeder von uns macht es, vielen ist aber nicht bewusst wie ungesund das Schlummern ist. Wenn du morgens aufwachst, dann steh gleich auf. Der Snooze-Button bringt deine innere Uhr total durcheinander. Wenn dein Schlafrhythmus regelmäßig unterbrochen wird, kann dies zu Schlaftrunkenheit führen. Schlaftrunkenheit bedeutet, dass unsere Leistungsfähigkeit nachlässt und wir desorientiert sind.

Thema: Psychologie

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