Ressort
Du befindest dich hier:

Mit diesem Verhalten provozierst du die Trennung!

Es wirkt so harmlos - und trotzdem ist es genau eine Verhaltensweise, die langfristig zum Ende deiner Beziehung führt. Was du vermeiden solltest.


Mit diesem Verhalten provozierst du die Trennung!

Al & Peggy Bundy: Kleine Kabeleien sind erlaubt

© Screenshot

Achtung, gleich wirst du dich vielleicht ertappt fühlen. Verdrehst du zum Beispiel manchmal genervt die Augen, wenn dein Partner etwas sagt? Oder lässt du eine sarkastische Bemerkung fallen?

Halb so wild, meinst du. Kommt ja nicht so oft vor. Ist doch harmlos.

Es tut mir leid, dir das sagen zu müssen: Aber dieses Verhalten ist gar nicht harmlos. Es ist leider der Todesstoß für deine Beziehung.

Seit 40 Jahren untersucht der renommierte Forscher und Paartherapeut John Gottman, was die Liebe haltbar macht – und welche Verhaltensweisen zwischen Paaren zerstörerisch auf die Beziehung wirken.

Sein Fazit: Verächtliches Verhalten wie Augenrollen und lächerlich machende Bemerkungen ist das Gift, dass die Liebe am schnellsten zersetzt. Gottman: "Es gibt mehrere Indikatoren, ob eine Beziehung zum Scheitern verurteilt ist – aber diese herabwürdigende Verhaltensweise ist das eindeutigste Signal."

Aber wie kann man sich zügeln, wenn man gerade genervt ist? Man kann den Partner ja nicht durchgehend toll finden und alles begeistert aufnehmen, was er sagt.

Welches Verhalten die Liebe am schnellsten zerstört

1

Es zählt weniger, was du sagt, sondern WIE du es sagst. Denke immer daran: NIchts das, was du sagst, sondern wie du es sagst macht den entscheidenden Unterschied. Ein langgezogener Seufzer, ein genervtes Schnauben, eine sarkastische Bemerkung – all das untergräbt die Sicherheit und das Vertrauen in die Beziehung. Denn der Partner will gehört und ernst genommen werden. Also bemüh' dich, auf eine Weise zu reagieren, die keine Schäden verursacht.

2

Streiche "wie auch immer" und "egal" aus deinem Wortschatz. Wenn dein Partner etwas sagt und du es mit einem "Naja, egal" oder "Wie auch immer" beiseite wischt, sagst du im Grunde eigentlich nur, dass du nicht auf das Gehörte eingehst. Das Signal, das du damit sendest: "Was du zu sagen hast, ist unwichtig." – Und damit nicht weniger als ein Zeichen von Verachtung.

3

Vermeide Sarkasmus. Zieh' die Anliegen deines Partners nicht ins Lächerliche. Und vermeide Witze auf seine Kosten. Natürlich könnt ihr über Angewohnheiten scherzen, jedes Paar hat liebevolle Neckereien. Aber es gibt eben einen Unterschied zwischen freundlichen Witzen - und dem Wunsch, den anderen durch eine mit Lächeln getarnte Bemerkung runterzumachen.

4

Lass die Vergangenheit ruhen. Die meisten Paare beginnen einander zu verachten, weil sich im Laufe der Beziehung viele Kleinigkeiten zu einem einzigen großen Problem aufgebaut haben – das aber verzweifelt unterdrückt wird, um die Harmonie zu erhalten. Ein fataler Fehler, denn irgendwann bricht sich die aufgestaute Wut in Form kleiner, spitzer und damit vergiftender Bemerkungen ihren Bann. Besser: Probleme immer direkt und auf eine trotzdem wertschätzende Weise ansprechen.

5

Achte auf deine Körpersprache. Schulterzucken, Augenrollen, eine wegwischende Handbewegung - all das signalisiert, dass eure Beziehung in Problemen steckt. In so einer passiv-aggressiven Atmosphäre lassen sich keine Kompromisse finden. Deshalb: Innerlich kurz durchschnaufen und einander für ein paar Minuten aus dem Weg gehen. Erst weitersprechen, wenn die Emotionen abgekühlt sind.

6

Bring deinen Partner nicht noch mehr auf die Palme. "Warum pudelst du dich so übertrieben auf?" oder "Jetzt reg' dich wieder ab!" sind Bemerkungen, die nicht kalmieren, sondern verletzen. Weil sie die Gefühle des Partners nicht ernst nehmen, weil sie ihn nur weiter in die Ecke treiben und provozieren. Lass' den Sturm vorbeirauschen, ohne ihn zu kommentieren. Das ist die bessere Taktik.