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Wie sich Emotionen auf unseren Körper auswirken

Schwer verliebt, frisch getrennt, zornig auf den Chef: Wie wir drauf sind, wirkt sich nicht nur stimmungsmäßig, sondern auch körperlich aus. Emotionen führen nämlich zu chemischen Reaktionen in uns. Laut TCM ist dabei jedes Organ mit einem bestimmten Gefühl verbunden. Hier alle Infos!

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Emotionen Auswirkung Körper - Liebeskummer Depression

Traurig ist schlecht für unsere Lunge - hättest du das gewusst?

© istockphoto.com

Schmetterlinge im Bauch, wenn man verliebt ist. Übelkeit bis zum Erbrechen bei einer Trennung. Wer so etwas einmal erlebt hat, weiß, wie stark der Körper auf emotionale Situationen reagieren kann. Auch die Wissenschaft hat das mittlerweile erkannt. Immer mehr Studien zeigen, wie Gefühle das Immunsystem beeinflussen und damit auch unsere Gesundheit. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) arbeitet schon lange mit diesen Zusammenhängen. Sie ordnet jedem Organ eine bestimmte Emotion zu. Gerät die außer Balance, ist die Arbeit des Organs beeinträchtigt. Macht uns etwa ein Schicksalsschlag über längere Zeit traurig, kann sich das auf die Lunge auswirken. Die TCM versucht, mit Akupunktur, Kräutern und Gesprächen die Balance wiederherzustellen. Wir zeigen die wichtigsten Zusammenhänge.

LIEBE BEFLÜGELT DEN GEIST UND MACHT GLÜCKLICH

Sie ist wohl die stärkste Emotion, die es gibt - entsprechend groß sind auch ihre positiven Auswirkungen: Ist man verliebt, schüttet der Körper einen Hormoncocktail aus Dopamin, Adrenalin, Oxytocin und mehr aus. Das regt die Durchblutung an, steigert die Energie und löst Glücksgefühle aus. Langfristig entsteht dadurch eine tiefe Zufriedenheit, das wirkt sich extrem positiv auf die Gesamtgesundheit aus.

verliebtes Paar

LACHEN STÄRKT DIE LUNGE UND DAS IMMUNSYSTEM

Ein herzhaftes Lachen bewegt 80 Muskeln in unserem Körper, Atmung und Puls werden schneller, das Zwerchfell wird in schwingende Bewegung versetzt. All das lässt uns nach Luft schnappen und tief durchatmen - die Lungen werden richtig durchgeputzt. Die Bronchien öffnen sich, bis zu vier Mal so viel Sauerstoff wird in den Körper gepumpt. Das reinigt das Blut und regt die Fettverbrennung an.

Lachen

ZORN UND WUT SCHÄDIGEN AUF DAUER DIE LEBER

Die Leber entgiftet, baut Alkohol, Medikamente und mehr ab. Im übertragenen Sinn ist sie auch für psychische Entgiftung zuständig. Zorn auf den Partner oder Chef, Wut über ungerechte Behandlung etc. können das Organ schwächen. Schlaflosigkeit oder wirre Träume deuten darauf hin. Die solcherart eingeschränkte Leberfunktion kann auch zu Kopfschmerzen, Bluthochdruck oder Magenschmerzen führen.

TRAURIGKEIT IST SCHLECHT FÜR UNSERE LUNGE

Unser Kontaktorgan nach außen versorgt den Kreislauf mit lebensnotwendigem Sauerstoff. Der ständige Austausch symbolisiert das Loslassen und Verabschieden. Der tiefe Seufzer bei großer Traurigkeit ist ein Ausdruck dafür. Unaufgelöste Trauer, z. B. durch einen Schicksalsschlag, kann zu Infektanfälligkeit, Asthma oder Atemproblemen führen. Setzen Sie sich unbedingt mit Ihrer Trauer auseinander.

Emotionen Auswirkung Körper - Liebeskummer Depression

SORGEN UND KUMMER REIZEN DEN MAGEN

Alles, was wir in uns aufnehmen, geht durch den Magen. Nicht nur Essen, auch Gefühlsnahrung für die Seele. Ist etwas schlecht "zu verdauen", kann sich das mit Magenschmerzen bemerkbar machen, vor allem, wenn Sorgen und Kummer anhalten. Entlasten Sie den Magen durch leichte Kost. Erkunden Sie, was hinter den Sorgen steckt, und versuchen Sie, das Problem, vielleicht mittels TCM, am Ansatz zu lösen.

ZU VIEL STRESS SCHADET KREISLAUF UND GEHIRN

Bei Überforderung oder Bedrohung bekommen wir Stress. Wir produzieren einen Hormoncocktail, der uns zu Höchstleistungen stimulieren soll. Werden die Hormone aber nicht abgebaut, schwächen sie das Immunsystem. Das schadet langfristig dem Herz, macht unkonzentriert, nervös. Sogar Herzinfarkt und Burnout können folgen. Bewegung sorgt dafür, dass die Stresshormone wieder abgebaut werden.

ANGST SCHWÄCHT NIEREN UND DIE LEBENSENERGIE

Die Nieren waschen das Blut und sind, ebenso wie die Leber, für die Entgiftung zuständig. Auf der emotionalen Ebene sind sie Reservoir für Lebensenergie, Stabilität, Orientierung, Sicherheit - alles Dinge, die durch unkontrollierte bzw. undefinierte Angst beeinträchtigt werden. Eine Schwächung der Nieren kann bis zur Inkontinenz führen. Vor allem bei bettnässenden Kindern sollte man diese Möglichkeit bedenken.

Angst
Thema: Psychologie