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So dumm macht Autofahren

Eine schlechte Nachricht für alle Pendler: Wissenschaftler haben einen Zusammenhang zwischen zurückgehender Intelligenz und langen Autofahrten festgestellt.

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So dumm macht Autofahren
© istockphoto.com

Dass man pendeln muss, hat man sich nicht immer so ausgesucht. Manchmal ist es einfach günstiger außerhalb einer Großstadt zu wohnen und auch wenn man sich nach einem Haus mit Garten sehnt, wird man in einer Metropole eher nicht fündig werden. So hat man tagtäglich die Wahl zwischen Öffis oder Auto um den Arbeitsplatz zu erreichen. Und Autos stehen dabei gar nicht mehr so hoch im Kurs, schließlich sind die Abgase erwiesenermaßen schlecht für die Umwelt.

Lange Autofahrten und niedriger IQ

Nun haben britische Wissenschaftler noch ein weiteres Argument gefunden, das gegen die Benützung eines Autos spricht: Es wurde ein Zusammenhang zwischen schwindender Intelligenz und langen Autofahrzeiten festgestellt. Fünf Jahre lang begleiteten ForscherInnen der Universität Leicester 500.000 Personen, die im Laufe der Zeit immer wieder Intelligenztests machen mussten. Auch die Gedächtnisleistung wurde regelmäßig überprüft.

Dabei stellte sich heraus, dass bei Personen, die täglich mehr als 2 Stunden mit dem Auto fahren der IQ auffällig schnell sinkt. Bei Personen, die dies gar nicht oder weniger tun, sinkt der IQ kaum merklich. Die Forscher führen das nicht nur auf die sitzende Tätigkeit zurück, sondern vor allem darauf, dass bei einer langen Fahrt das Gehirn nicht so stark beansprucht wird.

Don't drive & multitask

Bei Pendlern, die jeden Tag dieselbe Strecke fahren und diese fast auswendig kennen, wird das Gehirn sogar noch weniger genutzt. Den Fahrtweg aufzupeppen, ohne sich dabei ablenken zu lassen, ist eine Gradwanderung. Radio- oder Hörbuchhören sind sicherlich Tätigkeiten, die den Kopf zwar ablenken, aber den Fokus trotzdem auf dem Fahrgeschehen ruhen lassen.

Zu sehr Multitasken sollte man trotzdem nicht: In einer ebenfalls britischen Studie von 2010 wurden Personen in einen Fahrtsimulator gesetzt und sie mussten während dem Fahren einfache Mathe- und Gedächtnisaufgaben lösen. Dabei stellte sich heraus, dass 97 Prozent der Teilnehmer in der Multitasking-Phase gravierende Fahrfehler machte. Der Leistungsabfall war schon bei den einfachsten Aufgaben deutlich zu erkennen. Im Klartext heißt das wohl: Wenn geht, weniger ins Auto steigen oder, wenn man schon fahren muss, sich dabei nicht von Telefonaten oder anderen starken Reizen aussetzen.

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