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Baden wie in 1001 Nacht

Die Zwei probieren's: Unsere WOMAN-Redakteurinnen Katharina Domiter und Melanie Zingl waren dieses Mal nicht in sportlicher Mission unterwegs, sondern haben gebadet wie in 1001 Nacht ...

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Baden wie in 1001 Nacht
© Peter Korrak

Das Hammam ist ein Ort der Ruhe und Entspannung - heißt's auf der Homepage des Wiener Oriental-Schönheitssalons AuxGazelles. Für unseren ersten Ausflug ins nahöstliche Bad buchen wir die Marocain Behandlung: Im Paket (Kosten: 55 Euro, Dauer rund 1,5 Stunden) enthalten sind Wassergüsse, ein Körperpeeling mit Olivenseife und eine Körperpackung mit Rassoul (marokkanische Erde). Das klingt schon mal ganz fein! Nur was genau wird uns dort erwarten?

Ein zweiter Blick auf die Website verrät: “Jeder Gast wird beim Eintritt ins Hammam mit einem Pestemal (Baumwolltuch) und Rubbelhandschuh (Kese) ausgestattet. Nach einer Dusche begibt man sich in die sorgsamen Hände der Hammamcis (MasseurInnen) und lässt je nach Programm Peeling, Seifen und/oder Ölmassagen auf sich wirken. Neben der rituellen Reinigung des Körpers wird durch das ständig fließende Wasser auch die Seele behutsam von Ballast und Alltagsstress befreit.” Dann nichts wie hin ins Relax-Paradies!

Vor Ort gibt's erstmal eine Tasse Tee. Danach werden wir in die 60 Grad heiße Grotte geschickt. Mit dem strengen Hinweis: Das Baumwolltuch muss die ganze Zeit unsere Körper bedecken, weil das Hammam im Vergleich zur Sauna keine Nacktzone ist. Eine Mitarbeiterin beginnt damit, große Kupferschalen mit warmen Wasser über unsere Köpfe zu kippen. Das Ganze dauert rund zehn Minuten. Danach werden wir dazu aufgefordert, uns auf eine der warmen Mamorplatten zu legen – und die nächsten 30 Minuten nichts zu tun. Eine Challenge für uns Energiebündel! Da stand bei unserem letzten Sport-Test mehr Action am Programm! Aber immerhin geht's jetzt auch um die innere Ausgeglichenheit. Und die müssen wir uns jetzt erstmal mühevoll erarbeiten … Wirklich gelingen will's uns aber nicht. Zum Glück sind keine anderen Besucher mit uns im Heißraum, die wir mit unserem Getratsche stören könnten. Also plaudern wir munter drauf los, nachdem wir es gerade einmal geschafft haben, für zirka zwei Minunten still nebeneinander zu liegen. Während es in tradtionellen Hammam-Tempeln wie in der Türkei üblich ist, dass miteinander geplaudert wird, sind die tradtionellen Badehäuser hierzulande vorwiegend ein Ort der Stille.

Nach einer gefühlten Ewigkeit (unsere Finger und Zehen sind schon komplett schrumpelig!) beginnt schließlich die eigentliche Badezeremonie. Eine Mitarbeiterin massiert unsere Haut mit Olivenseife ein und reibt uns anschließend von Kopf bis Fuß mit einem Peelinghandschuh ab. Das Ergebnis: ein glattes und verfeinertes Hautbild. "Wer einmal die Woche ins Hammam geht, muss sich bis zu fünf Tage lang nicht waschen", erklärt uns die Expertin während der Behandlung, "weil der Körper dabei von sämtlichen Giftstoffen befreit wird." Wir entschließen uns dazu, ihr zu glauben. Ausprobieren wollen wir es dann doch nicht.

Anschließend werden Körper und Kopf noch mit marokkanischer Erde eingerieben Das soll die Haut noch sanfter machen. War auch so! Nur auf die Maske in den Haaren würden wir beim nächsten Mal verzichten - die waren danach nämlich schwer frisierbar und trocken. Beendet wird die Massage schließlich durch weitere warme Wassergüsse. Danach geht's ab in den Ruheraum, wo wir im Flüsterton weiterquasseln.

Fazit: Wer die Entspannung zulässt, taucht im AuxGazelles in einen wunderbaren Ort der Ruhe ein. Plus: Die Haut fühlt sich danach babyweich an.

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