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"Bachelor" Jan Kralitschka im WOMAN-Talk

Trotz Kuppelshow und 20 Frauen, die ihn wollten, ist Bachelor zum exklusiven Talk über sein Trauma bei Frauen und darüber, wie sich sein Leben verändert hat!


"Bachelor" Jan Kralitschka im WOMAN-Talk
© RTL / Stefan Gregorowius

Ein Mann in dunklem Anzug, mit perfekt gestyltem Haar und Dreitagebart sorgte in der Plus City in Pasching vergangenen Donnerstag für tumultartige Szenen: Jan Kralitschka! In der RTL-Show war er als Bachelor auf der Suche nach seiner Traumfrau. Man sah ihn beim Flirten, am Strand, beim Knutschen. Und obwohl 20 Kandidatinnen um den 36-jährigen Anwalt mit Modelqualitäten buhlten und er am Ende Alissa Harouat seine letzte Rose schenkte, ist der Bachelor wieder Single. Die Beziehung soll an fehlendem Bauchkribbeln seinerseits gescheitert sein. Ein Grund mehr, dass Fans jeden Alters sich länger als eine Stunde anstellten, um ein Foto mit dem Single-Mann zu bekommen. Für WOMAN hat sich Jan Kralitschka – der nicht nur gut aussieht, sondern auch extrem sympathisch ist – exklusiv Zeit genommen. Trotz unzähliger Autogramme und Fotos im Vorfeld erscheint der zweifache Vater gut gelaunt zum Interview und erzählt: "Ab und zu, wenn ich im Warteraum sitze, lese ich gerne Frauenzeitschriften, da kann man sich gute Tipps holen." Welche Art Anregungen er bevorzugt, hat er uns nicht verraten – vielleicht Liebestipps? Aber glaubt er überhaupt noch an die große Liebe? Wie sehr hat sich sein Leben nach der Sendung verändert? Und warum hat er beim Einkaufen auf einmal Probleme? Diese und noch mehr Geheimnisse haben wir ihm entlockt. Vorweg ein Tipp für alle Single-Ladys: einen kleinen Eichenbaum zum Date mitbringen ...

WOMAN: Herr Kralitschka, wie hat sich denn Ihr Leben nach "Der Bachelor" verändert?

Kralitschka: Gar nicht mal so sehr. Ich bin wahnsinnig froh, dass ich beruflich, als Anwalt Teilzeit arbeiten und als Model so weitermachen kann wie bisher. Meine Teilnahme an diesem Format hätte ja genauso nach hinten losgehen können, das ist glücklicherweise nicht der Fall. Ich bekomme jetzt aber andere interessante Anfragen, wie etwa für Talkshows. Das macht mir wahnsinnigen Spaß.

WOMAN: Sie haben in der Show 20 Kandidatinnen den Kopf verdreht. Waren Sie schon immer ein Mädchenschwarm?

Kralitschka: Das glaubt mir wieder niemand, aber ich war und bin eigentlich ein schüchterner Typ. Ich habe meinen ersten Korb mit 16 Jahren bekommen. Meine Tanzpartnerin habe ich nach drei Kursabenden gefragt, ob sie mit mir ins Kino gehen möchte, und sie meinte nur, dass sie schon etwas vorhat. Nach diesem Trauma habe ich mir geschworen, dass ich mich nur noch von Frauen ansprechen lassen werde. Das war bei meinen Exbeziehungen dann auch so.

WOMAN: Wie ist das, wenn man sich bei diversen Knutschereien im Fernsehen sieht?

Kralitschka: Ich habe grundsätzlich kein Problem mit Kameras, sonst wäre ich in dem Job falsch. Aber ich kann sagen: Kein Mensch sieht sich gerne selbst beim Knutschen zu. Da hätte ich gerne drauf verzichten können, klar (lacht) .

WOMAN: Haben Sie Ihre Entscheidung beim Finale – Sie haben sich für Alissa, gegen Mona entschieden – bereut?

Kralitschka: Nein, das hatte absolut seine Berechtigung. Ich merke aber, dass meine Entscheidung, die ganze Show überhaupt, polarisiert. Vor kurzem bekam ich in einer Bäckerei kein Brot. Die Frau hat mich angeschrien, dass ich die falsche Wahl getroffen hätte und mich für Mona hätte entscheiden sollen. Und sie wollte mir partout keine Brötchen verkaufen (lacht) . So etwas passiert schon, aber eher selten.

WOMAN: Glauben Sie noch an die große Liebe, nachdem Sie so viele Frauen getroffen haben, aber keine die Richtige war?

Kralitschka: Ja. Aber ich denke, dass es Fluch und Segen zugleich ist. Ich frage mich manchmal, ob es in meinem Alter noch angebracht ist, so hohe Ansprüche an die Liebe zu stellen. Es wird einem in der heutigen Zeit suggeriert, dass man es beruflich immer weiter bringen kann und auch in der Liebe noch mehr geht – ich denke, das ist falsch; kann mich da aber selbst nicht ausnehmen.

WOMAN: In der Show haben Ihnen sehr unterschiedliche Frauen gefallen. Wie muss Jan Kralitschkas Traumfrau sein?

Kralitschka: Optisch bin ich da wirklich nicht festgelegt. Das äußerlich wichtigste Kriterium für mich sind die Augen. Ich muss über sie Lebensfreude erkennen können. Fantasten und Träumer, die nach vorne streben und auch mal verrückte Dinge ausprobieren, strahlen für mich wahnsinnige Attraktivität aus.

WOMAN: Haben Sie seit der Show genug vom Flirten?

Kralitschka: Ich denke, dass man vom Flirten nie genug bekommen kann. Das ist eine Sache, die einem zeigt, dass man am Leben ist. In der Sendung war das sehr konzentriert. Deshalb freue ich mich jetzt, dass es etwas ruhiger ist. Ich genieße die Zeit in meinem alten Forsthaus in Bad Honnef, verbringe viel Zeit mit meinen Kids und habe nicht immer das Bedürfnis, an einer Bar zu sitzen und zu flirten.

WOMAN: Wie hat Ihr 15-jähriger Sohn Sie in der Show erlebt?

Kralitschka: Wir haben das vorab besprochen, es war okay. Da er aber selbst gerade seine erste Freundin hat, fragt er mich nicht vieles. Er weiß genau, dass er mir sonst dieselben Fragen beantworten müsste ... (lacht)

WOMAN: Sie haben viele Rosen verschenkt, aber wann bekamen Sie das letzte Mal Blumen?

Kralitschka: Ich weiß es nicht. Man könnte mir mit einem kleinen Eichenbaum für meinen Garten ohnehin mehr Freude als mit Blumen machen.

WOMAN: Bäumchen haben wir keines dabei, aber eine Rose, damit Sie mal wissen, wie das ist ...

Kralitschka (grinst) : Danke. Ich selbst werde so schnell ohnehin keine mehr verschenken ...

Sandrine Wauthy