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Bachelor-Melanie: "Keine Rosen-Phobie!"

4,56 Mio. Menschen sahen die Auftaktsendung von "Der Bachelor". Wir sprachen mit Austro-Kandidatin Melanie über Zicken, Zweifel und ihre Zeit in der Luxus-Villa.

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Bachelor-Melanie: "Keine Rosen-Phobie!"

Melanie: "Habe beim Bachelor viel über mich gelernt!"

© RTL

Eine Frauengruppe vom Ausmaß eines mittleren Harems wird in acht Folgen von einem Mann nach und nach ausgesiebt, bis die final Übriggebliebene vom Bachelor eine letzte Rose gereicht bekommt. Beziehung nach Drehschluss zwar nicht ausgeschlossen, aber hochgradig unwahrscheinlich. Soweit der Plot der RTL-Romantikreality "Der Bachelor", die zum Auftakt 4,56 Millionen Seher(innen) vor dem TV-Gerät zu fesseln vermochte (jeweils Mittwoch, 20.15 Uhr, RTL).

Im Reigen der 22 "Knatterhühner im gebärfähigen Alter" (TV-Satiriker Oliver Kalkofe), die in den nächsten Wochen telegen um die Aufmerksamkeit des Rosenkavaliers 2014, einem gewissen Christian Tews, Brause-Hersteller aus Berlin, buhlen: Melanie, Brandschutztechnikerin aus Wien.

Seit einiger Zeit wieder aus der südafrikanischen Dreh-Idylle im kalten Wien gelandet, hat die hübsche 23-Jährige die erste Sendung mit ihren besten Freundinnen daheim verfolgt. "Nachos, Chips, Süßigkeiten – wir hatten echt alles dabei. Ich muss mir die Folge aber nochmal in Ruhe ansehen. Gestern habe ich vor Aufregung nur noch rumgekreischt! Weil: Arg ist es schon, wenn man sich das erste Mal im Fernsehen sieht..."

Wie das überhaupt so ist, wenn man das erste Mal an einer Kuppelshow teilnimmt, mit 22 Frauen in einer Villa lebt und ob der "Bachelor" ein echter Traumtyp ist – das wollten wir von Melanie genauer wissen.

»In einer Bar hätte ich ihn nicht angesprochen...«
Melanie, Brandschutztechnikerin und Bachelor-Kandidatin aus Wien

WOMAN: Wie bist du eigentlich auf die Idee gekommen, am Bachelor teilzunehmen?
Melanie: Ich bin ein ziemlich abenteuerlustiger Mensch. Und nach der letzten Staffel hat meine Mama gesagt: 'Geh - mach das doch!' Also habe ich mich beworben. Ich hätte aber nie gedacht, dass die mich nehmen. Als Österreicherin und überhaupt, ich bin ja nicht so eine Tussi ... Aber als ich dann den Anruf gekriegt hab: Irre. Ich hab' mich so gefreut.

WOMAN: Abenteuer ist ja die eine Sache – aber hast du dich auch auf den Mann, den Bachelor, gefreut?
Melanie: Schon irgendwie. Ich wollte ja immer so ein Traumdate erleben.

WOMAN: Wie sieht denn so ein Traumdate für dich aus?
Melanie: Mit Knistern und viel Romantik.

WOMAN: ...aber dafür braucht man ja nicht unbedingt nach Südafrika zu fahren...
Melanie: Natürlich nicht. Aber dass man mal so was Besonderes erleben darf. Dass man ausgewählt wird! Das war für mich eh der Hauptansporn, weshalb ich beim Bachelor mitgemacht habe. Und dann war da auch der Hintergedanke: Vielleicht ist das der Mann, um den es sich zu kämpfen lohnt...

WOMAN: Und? War der Bachelor das beste Date deines Lebens?
Melanie: Mit 23 habe ich ehrlich gesagt noch nicht so viele Dates gehabt. Ich sag' mal so: Er ist sehr männlich, hat schöne Augen. Aber in einer Bar würde ich ihn nicht ansprechen. Ihm fehlt irgendwas...

WOMAN: Die Haare ?
Melanie: (lacht) Nein! DAS war es nicht. Aber ich bin sehr feinfühlig, sehe vieles in den Augen eines Menschen. Etwas hat einfach gefehlt. Der Funken ist von meiner Seite aus nicht wirklich übergesprungen.

»Ich habe beim "Bachelor" viel über mich gelernt«

WOMAN: Würdest du auch ohne TV wochenlang um die Zuneigung eines Mannes buhlen?
Melanie: Das klingt jetzt vielleicht naiv: Aber wenn es passt, dann passt es. Da ist es dann echt völlig wurst, ob permanent Kameras dabei sind.

WOMAN: Und wenn's nicht passt? Bleibt man dann wegen der Kameras länger dran am Mann?
Melanie: Am Anfang hat man schon einen Ehrgeiz. Man will nicht als Erste aus der Show fliegen. Man will ja möglichst viel erleben, noch einiges von Südafrika mitnehmen. Natürlich auch herausfinden, ob der Mann vielleicht doch etwas für mich ist. Aber irgendwann habe ich mir die Frage gestellt: Bin ich das überhaupt? Will ich so sein?

WOMAN: Meinst du, dass du dich vor den Kameras verstellen musstest?
Melanie: Ich habe noch nie so viel mit meinen Eltern telefoniert, wie während der Dreharbeiten in Südafrika. Nicht falsch verstehen: Es war alles super, wunderschön. Aber ich schminke mich sonst nie, trage fast nie High Heels, arbeite vor allem mit Männern zusammen. Und dort waren plötzlich 22 Frauen auf einem Haufen, wir wurden hergerichtet und schön gemacht. Dazu war ich die ganze Zeit furchtbar aufgeregt und nervös. Bei mir hat das dazu geführt, dass ich immer ruhiger und zurückgezogener geworden bin. Ich hab' mir dauernd den Kopf zerbrochen...

WOMAN: Bereust du deine Teilnahme etwa?
Melanie: Na! Überhaupt nicht! Es war super! Davon werde ich noch meinen Kindern erzählen. So etwas erleben nur ganz wenige. Aber ich war nicht so locker und leicht wie sonst. Wenn ich es nochmal machen könnte, dann würde ich es viel mehr genießen, weniger nachdenken. Das habe ich ganz sicher durch die "Bachelor"-Zeit gelernt: Gelassener zu sein.

»Rosen-Phobie habe ich keine!«

WOMAN: Es gibt ja viele Kritiker, die meinen, es sei unwürdig, als Frau mit anderen um die Gunst eines Mannes zu buhlen. Du siehst das nicht so eng?
Melanie: Darüber habe ich echt nie nachgedacht. ER sucht aus, nur ER sagt, was er will... nein. Der Christian ist ja kein böser Mensch. Für mich wars nur komisch, weil ich ja im echten Leben seit ich mit 14 Jahren als Rauchfangkehrerin begonnen hab', mit lauter Männern zusammen arbeite. Und da zählt nur die Leistung, die du bringst. Und nicht die Optik. Beim "Bachelor" ging's halt auch viel ums Aussehen und darum schön zu sein. Für manche anderen Kandidatinnen war das ein Dauerthema.

WOMAN: Was haben denn die Kollegen gesagt, als sie die erste Folge gesehen haben?
Melanie: Die haben mich alle angerufen und gesagt: "Kurze – so nennen sie mich, weil ich so klein bin – Kurze, du siehst ja ganz anders aus. Geschminkt und mit engem Kleid! Und so lieb, wie du da bist, bist du zu uns sonst nicht....

WOMAN: Wenn du je wieder von einem Mann eine Rose bekommst – wirst du dann die Augen verdrehen?
Melanie: Blödsinn!!!! Als ich wieder in Wien gelandet bin, hat mir mein Papa am Flughafen einen Teddybär mit Rose in der Hand geschenkt. Ich liiiiieeebe Rosen! Also nein: Rosen-Phobie habe ich nach dem "Bachelor" keine...

Thema: Der Bachelor