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My Sugar Stories

Caramel Filled Chocolate Cookies, Chini Mini Vanilla Cupcakes – in ihrem Blog "Sugar Stories" serviert Michelle Thaler sündhafte Back-Ideen.


My Sugar Stories

Michelle Thaler: Für die Vorarlbergerin ist Backen ein Ausgleich

© Sugar Stories

Chocolate Nutella Cake Pops, Raffaelo Malubu Cupcakes, Candy Cane Strawberry Shake – oh Gott! Alleine die Rezeptnamen und die zugehörigen Bilder, die Michelle Thaler auf ihrem Back-Blog Sugar Stories präsentiert, lassen uns das Wasser im Mund zusammen laufen (und das Hüftgold anwachsen).

Die 22-jährige Vorarlbergerin, von Brotberuf Grafik-Designerin in einer Werbeagentur, schreibt einen der hübschesten Blogs für alle Naschkatzen. Auf den Geschmack kam sie, nachdem sie in einem Top-Restaurant für ein paar Monate in der Küche mitarbeiten durfte. "Dabei habe ich entdeckt, dass mir die Patisserie am meisten liegt – vor allem, weil man extrem viel, aufwändig und kitischig dekorieren kann."

Die Liebe zum Backwerk hat sie auch nach Ende ihres Gastro-Gastspiels nicht losgelassen – und so verwöhnt Michelle Thaler nicht mehr nur ihre Freunde, sondern auch uns mit ihren sündhaften Rezept-Ideen.

Wir haben mit der Foodbloggerin über ihr Backwerk und Küchen-Tricks geplaudert – ach: zwei Rezepte haben wir ihr übrigens auch abgeluchst.

»Keine Milch im Kühlschrank? Dann nimm' Orangensaft«

WOMAN: Candy Cane Strawberry Shake & Co. – woher nimmst du die Ideen für deine Rezepte?

Michelle Thaler: Ich lasse mich natürlich von anderen Food-Blogs inspirieren. Meist kombiniere ich einzelne Rezept-Einzelteile zu einem neuen Rezept. Oder ich erfinde wirklich alles selbst. Nicht zuletzt durch meinen Beruf als Grafikerin bin ich sehr kreativ. Beim Backen kann ich mich austoben. Ich probiere selbst die extravagantesten Dinge aus! Solange alles essbar ist, heißt es bei mir: 'Geht nicht – gibt's nicht!'

WOMAN: Ich bin eine ziemliche Backniete...gibt's ein paar Sachen, die man auf jeden Fall beachten sollte?
Michelle: Natürlich darf man die Zeit nicht vergessen, wenn man was im Ofen hat. Passiert anscheinend vielen meiner Freunde immer und immer wieder. Vor allem aber sollte man nicht zu traditionell denken. Hat man mal keine Milch mehr da, es gehört laut Rezept aber Milch in den Teig, kann man sie beispielsweise kurzerhand durch Orangensaft austauschen. Die Konsistenzen und Verhältnisse müssen stimmen, alles andere ist variabel – traut euch einfach, Neues auszuprobieren und seid kreativ!

WOMAN: Was ist immer in deinem Kühlschrank?
Michelle: Eier, Butter und Schlagobers. Brauche ich für fast jedes Rezept, und ich weiß nie, wann es mich überkommt, etwas zu backen. Lustigerweise bin ich gar keine so große Esserin. Morgens und mittags esse ich eigentlich fast nie. Abends gibt's dann für meinen Freund Fleisch und eine Sättigungsbeilage. Erst am Wochenende bleibt genug Zeit, um frisches Gemüse einzukaufen, speziell geplante Menüs zu kochen, ausgiebig zu frühstücken und sogar eventuell Buffets für Gäste herzurichten – was ich natürlich auch sehr gerne mache.

WOMAN: Deshalb bist du also so dünn! Hast du sowas wie ein Küchenvorbild?
Michelle: Ja - aber es ist kein "arrivierter" Promi-Koch. Die schwedische Back-Bloggerin Linda Lomelino finde ich toll!

WOMAN: Was mich ja immer neidisch macht: Wie toll die Rezeptbilder aussehen – und bei mir am Teller sieht's aus wie Schlunz. Was ist da der Trick?
Michelle: Ehrlich gesagt habe ich nur eine alte 300-Euro Spiegelreflexkamera mit Standard-Objektiv und keinerlei Profi-Fotografen-Schnick-Schnack. Es kommt gar nicht so sehr auf die Ausrüstung an. Das Geheimnis steckt hinter dem Zusammenspiel von Essen, Deko, Licht und Farben – es muss einfach stimmig sein. Ich merke auch, dass Übung die Meisterin macht. Zu Beginn habe ich noch viele Bilder mit Bearbeitungsprogrammen optimiert, inzwischen ist das nur noch selten nötig!

WOMAN: Hast du schon mal darüber nachgedacht, eine Konditorei zu eröffnen?
Michelle: Habe ich, natürlich, ich habe mich sogar schon über die Möglichkeiten informiert. Jedoch habe ich nicht die entsprechende Ausbildung, die ich dazu benötige, sofern ich dann selbst backen möchte. Vielleicht eröffne ich mal in Dornbirn oder Bregenz ein Cupcake-Cafe und bin dann einfach nur Managerin.

Rezept für Michelle's "Pink Champagne Ombre Cake"

Die Zutaten (für eine 20cm-Torte mit 5 Schichten): Teig : 4 Eier • 200g Zucker • 250g Butter • 300g Mehl • 1 TL Backpulver • 1 Prise Salz • 150ml Champagner (alternativ Prosecco/Sekt) • Lebensmittelfarbe (rot/pink). Swiss Meringue Frosting : 5 Eiweiße • 200g Zucker • Vanillearoma

Die Zubereitung:

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Weiche Butter mit dem Zucker 5 Minuten lang cremig schlagen. Eier nach und nach hinzugeben. Die trockenen Teigzutaten in einer zweiten Schüssel vermischen und dann in die Buttermasse sieben, mit dem Champagner glatt rühren.

Fünf Schüsselchen vorbereiten und den Teig regelmäßig aufteilen. Den Inhalt einer Schüssel in eine 20cm-Springform füllen und ca. 10 Minuten backen. Die nächste Schüssel mit einem Tropfen Lebensmittelfarbe, die nächste mit 2 Tropfen, die nächste mit 3 Tropfen und die nächste mit 4 Tropfen einfärben. Nacheinander backen.

Für das Frosting alle Zutaten sehr steif schlagen (ca. 8 Minuten lang). Jeden gut abgekühlten Boden damit bestreichen, alle Böden aufeinander setzen. Gesamte Torte damit glatt einstreichen. Mit Hilfe einer Gabel die Spitzen auf der oberen Fläche modellieren. Die ganze Torte auf ein Blech geben und nochmals für ca. 10 Minuten in den Ofen (bei Oberhitze, bis die Spitzen schön braun sind).

Rezept für "Salzburger Mozart Cupcakes" à la Michelle

Die Zutaten für 12 Cupcakes: Cup: 100g Nougat • 50g Zartbitter-Schokolade • 300g Sahne Cake : 2 Eier • 100g Butter • 80g Mehl • 100g Kakao • 150g Zucker • 100g Marzipan (roh) • 25g Pistazien (gehackt) • 6 Mozartkugeln

Backofen auf 200°C vorheizen und ein 12er-Muffinblech mit Förmchen füllen. Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen, weiche Butter hinzugeben und weiter mixen. Mehl und Kakao darüber sieben und rühren. Marzipan-Rohmasse in kleine Stücke zupfen, zum Teig geben. Die Hälfte der Pistazien untermischen.

Mozartkugeln halbieren. In jedes Förmchen einen Klecks Teig geben; halbe Mozartkugel darauf setzen (sorgt für einen einzigartigen Kern!). Förmchen mit restlichem Teig füllen, ca 10 Minuten backen.

Für die Nougat-Crème die Sahne steif schlagen und kühl stellen. Nougat und Schokolade im Wasserbad schmelzen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen (sollte noch gut gerührt werden können). Die Sahne unterheben und die Crème in einen Spritzbeutel füllen. Auf die gut abgekühlten Cupcakes spritzen und mit den restlichen Pistazien verzieren. (Ich habe die Cupcakes zusätzlich mit essbarem Goldstaub dekoriert).

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