Ressort
Du befindest dich hier:

Was ist Badedermatitis und wie schütze ich mich davor?

Wer im Sommer gern in Naturgewässern baden geht, sollte über die Badedermatitis Bescheid wissen! Diese allergische Reaktion wird nämlich von Saugwürmern übertragen, die in vor allem flachen Wassern leben.

von

badedermatitis
© istockphoto.com

Es gibt fast nichts schöneres, als mit Freunden an einem Badesee zu sitzen und sich den nassen Bikini am Körper von der Sonne trocknen zu lassen. Nur ist das leider keine gute Idee und zwar aus zweierlei Gründen: Erstens ist ein nasses Bikinihöschen der perfekte Starter von Scheidenpilz. Zweitens wird die Badedermatitis begünstigt. Vom Scheidenpilz können jeden Sommer berichten zig Frauen berichten, aber die Badedermatitis ist eine eher unbekannte Geschichte.

Wie äußert sich die Badedermatitis?

Es handelt sich dabei um eine allergische Reaktion, die durch die Larven (Zerkarien) gewisser Saugwürmer ausgelöst wird, weshalb man die Badedermatitis auch Zerkariendermatitis nennt. Die Saugwürmer leben hauptsächlich in Wasservögeln, die ihnen als Wirt dienen. Durch den Stuhl der Wasservögel gelangen die Larven ins Wasser, wo sie wiederum einen Zwischenwirt für die weitere Entwicklung brauchen. Dies sind meistens Wasserschnecken, doch manchmal können auch Menschen von den Larven befallen werden. Da der Mensch aber kein geeigneter Wirt für die Larve ist, stirbt sie binnen kürzester Zeit ab.

Die Badedermatitis äußert sich in einer klassischen, allergischen Reaktion: die betroffene Stelle rötet sich und es entsteht ein starker Juckreiz. Es können sich sogar Quaddeln und Pusteln bilden, je nachdem, wie empfindliche Haut die Person hat. Besonders stark können die Symptome hypersensibilisierte AllergikerInnen betreffen. Die Pusteln sind dann nach 10 bis 20 Tagen verschwunden und hinterlassen keine Folgeprobleme.

Laut der Österreichischen Agentur für Gesundheit
und Ernährungssicherheit
können Zerkarien in ganz Österreich auftreten, aber nur in natürlichen Gewässern. In gechlortem Badewasser muss man keine Angst vor den Larven haben, denn es braucht immer die bestimmten Wasserschnecken, damit sie sich überhaupt entwickeln können. Besonders warme Wassertemperaturen begünstigen jedoch das Vorkommen der Zerkarien.

Wie kann ich mich vor den Zerkarien schützen?

Grundsätzlich soll man sich nicht vor den Zerkarien fürchten! Wenn man sich nach dem Baden gründlich abtrocknet, kann man verhindern, dass die Larven in die Haut eindringen. Außerdem hilft es, wenn man die Badesachen gleich nach dem Schwimmen wechselt. Die Schnecken halten sich auch mehr in den flachen Bereichen der Naturgewässer auf, dass heißt, wenn man eher im tieferen Teil schwimmt, reduziert man den Kontakt. Wenn man trotz der Vorsichtsmaßnahmen befallen wird, braucht man keine Angst haben. Sollte die Haut sehr stark jucken, kann man sich eine Creme vom Hausarzt verschreiben lassen. Ansonsten heißt es, geduldig sein: die Pusteln heilen von allein ab!

Mehr Gesundheitstipps gibt's auf WOMAN.at. Folgt uns! Auf Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest .