Ressort
Du befindest dich hier:

WOMAN testet: Gesichtscreme mit Make-Up-Effekt

Die Balea Teint Perfektion Creme lässt deine Haut mit ein bisschen Farbe erstrahlen. Wir haben getestet, ob sie nicht zu dunkel für helle Haut ist.

von

Balea Test
© Bilder der Autorin

Die Welt der Foundations hat sich ziemlich erweitert in den letzten 10 Jahren. Mittlerweile gibt es nicht nur BB- und CC-Cremes, sondern auch Cushion-Foundations, die mit einer zarten Farbschicht werben. Und dann gibt es noch hauttonanpassende Mikro-Kapseln. Letztere sind winzige Farbpigmente, die mit der Hautwärme freigesetzt werden.

Cremes, die solche Pigmente enthalten, schauen beim Rausdrücken aus der Tube ziemlich neutral aus und erst, wenn man sie auf die Haut schmiert, nehmen sie langsam eine Farbe an. Das schaut dann so aus:

Balea Creme Test

Auf meinem Arm sieht man zwei verschiedene Produkte, die mit derselben Technologie arbeiten. Oben sieht man die Balea Teint Perfektion Creme und unten der GOSH Primer Plus+ Skin Adaptor Anti-Pollution (hier die Review). Man muss schon sagen: Von der Farbe her sind sich die beiden Produkte sehr ähnlich. Doch Balea hat die Mikro-Kapseln in eine Hautcreme gepackt, die man nicht nur jeden Tag statt der normalen Pflege verwenden kann, sondern die auch noch 10 LSF hat.

Ich habe die Balea Teint Perfektion Creme und den Optischen Sofortzauber, ebenfalls von Balea, getestet. Letzterer ist ein Primer, der sofort Fältchen, Poren, Unebenheiten und Glanz kaschieren soll. Doch zuerst zur Creme selbst: Für mich als blasse Person (meine Hautfarbe wurde schon oft mit einer Wand verglichen) ist es wichtig zu wissen: Machen mich die Pigmente zu Donald Trump oder bleibt die Tönung doch im natürlichen Bereich?

Balea Creme Test

Die wichtigsten Tipps gleich vorweg: 1. Nicht zu viel Creme nehmen. 2. Schnell arbeiten. 3. Auch an den Kanten des Gesichts gut verschmieren. Vor allem das schnelle Arbeiten macht das Ergebnis schön natürlich. Wenn man zu lange wartet oder eine zu dicke Schicht aufgetragen hat, dann kann es schon passieren, dass sich die Creme von der Haut wutzeln lässt.

Die Gefahr sehe ich vor allem bei öliger Haut, denn bei meinem Mischhaut-Gesicht ist das vor allem an den öligen Stellen passiert. Aber wenn man schnell und gezielt eine gute Schicht aufträgt, passt die Creme super. Nicht schrecken: Man glänzt nach dem Auftragen! Aber wenn man eh ein bisschen Puder verwendet, sollte das kein Problem sein.

Trotzdem ist das die eine Sache, die ich kritisiere. Ich werde auch ein bisschen öliger im Laufe des Tages und verstecke mich dann nicht im Klo, doch mit diesem fettigen Glanz, den die Creme hinterlässt würde ich nur ungern den Tag starten. Es könnte natürlich sein, dass dies auf trockener Haut ganz anders aussieht. Aber man geht am besten auf Nummer sicher und greift zu einem leichten Puder.

Über den Primer kann ich sagen, dass er sich sehr angenehm anfühlt und die Poren wirklich ausfüllt. Bei einem solchen Produkt würde ich aber sagen, dass es einen sichtbareren Effekt hat, wenn man flüssige Foundation drüber verwendet. Man kann natürlich meine täglich Kombi hernehmen, die aus der Balea Creme, dem Primer und dann einem leichten Foundation-Puder bestand. Aber dann wird man nicht diesen argen Instagram/Youtube-Tutorial-Effekt sehen.

Außerdem sollte man schauen, dass man einen solchen Poren-füllenden Primer wirklich nur an jenen Gesichtsstellen verwendet, die wirklich ein bisschen "Hilfe" brauchen. Klassischerweise wäre das die T-Zone. Wenn man nämlich zu viel nimmt, kann eine Foundation ganz schön künstlich aussehen.

Fazit

Du willst ein bisschen extra Farbe in deiner täglichen Hautpflege und verträgst Puder gut? Dann ist die Balea Creme was für dich! Sie fühlt sich gut an, schützt vor Sonneneinstrahlung und macht so ziemlich das, was draufsteht. Der einzige Nachteil ist der starke Glanz, der bestehen bleibt. Der Balea Primer ist sicherlich ganz schön unter einer flüssigen Foundation. Doch wer eher zu wenig Deckkraft in seinen Produkten tendiert, wird den gewünschten Effekt nicht so stark sehen.