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Und warum sagt man das nie zu Buben?

Mädchen drängen sich fast nie in den Vordergrund, verkaufen ihre Leistungen selten stolz. Schuld ist auch unsere Sprache, wie die Aktion "Ban Bossy" beweist.

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© Video: BanBossy

Manche Adjektive, mit denen kleine Mädchen, die stolz auf ihre Leistung sind, bedacht werden, mögen vielleicht harmlos klingen – aber warum werden eigentlich Buben so selten als "bossy" (zu deutsch: "herrisch") oder "pushy" ("aufdringlich") bezeichnet, wenn sie sich in den Vordergrund spielen?

Dieses Video richtet sich an alle Mädchen, die im Unterricht lieber nicht aufzeigen, die besser nicht die Stimme erheben, wenn sie etwas wissen, die an sich selbst zweifeln und sich lieber zurückhalten, bevor man sie "besserwisserisch" nennt.

Ins Netz gestellt wurde es von der amerikanischen Non-Profit-Organisation Lean In, die von Facebook-Managerin Sheryl Sandberg und der ehemaligen amerikanischen Außenministerin Condoleezza Rice ins Leben gerufen wurde. Die Intention, so Karriere-Expertin Shery Sandberg: "Allein schon durch unsere Sprache beeinflussen wir das Selbstbewusstsein von Mädchen. Gerade im Alter zwischen sieben und zehn Jahren sinkt ihr Selbstwertgefühl dreimal mehr als das von Jungs. Es wird Zeit, dass wir das "bossy" aus unserem Wortschatz streichen und "Feminismus" wieder positiv besetzen." Finden wir gut!

Thema: Sexismus